Before the Bell: Irland und Korea belasten Stimmung, DAX und US-Futures geben deutlich nach

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[ad#Google Adsense L-rechts]Der deutsche Aktienmarkt steht auch am Dienstag ganz im Zeichen der Meldungen aus dem Ausland. Hauptgesprächsthema ist nach wie Irland. Die genauen Summen der Rettungsaktivitäten ist nach wie vor offen. Nach der Regierungskrise droht dem Land auch ein Bevölkerungsschwund. Immer mehr Iren verlassen die Insel: Der letzte macht das Licht aus… Zudem stellt sich mehr und mehr die Frage, wer kommt nach Irland? Und als wäre dies alles noch nicht genug, eröffnete heute Nacht die Koreaner im wahrsten Sinne ein neues Schlachtfeld… der seit Jahren schwehlende Konflikt, war noch nie so eskaliert, wie aktuell. Die Welt zeigt sich erschüttert und besorgt und mit einem Mal kommen wieder echte Kriegsängste auf. In Zeiten, wo Terrorismus alltäglich ist, hat man schon fast vergessen, dass es eigentlich früher ganze Armeen waren, die gegeneinander kämpften und in Nord- und Südkorea sind besagte Truppen bis an die Zähne bewaffnet und in Nordkorea ist die Not hoffentlich noch nicht so groß, dass nur ein Krieg helfen kann. Man sieht, dass die Märkte derzeit kaum auf Unternehmensmeldungen reagieren können. Der DAX jedenfalls legt derzeit den Rückwärtsgang.

GfK: Verbraucher in vorweihnachtlicher Konsumlaune

Gute Nachrichten gab es heute dann aber doch noch in Form des GfK-Konsumklimaindex. Die Verbraucherstimmung hat sich demnach im November noch einmal deutlich verbessert. Auch bei den Einzelbereichen Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung gibt es positive Entwicklungen zu vermelden. Der Gesamtindikator steigt im Dezember auf einen Wert von 5,5 Zählern, nach revidiert 5,1 Punkten im November. Die Gfk geht davon aus, dass so die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Binnennachfrage mehr und mehr zu einer verlässlichen Stütze der Konjunktur wird.

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Sky Deutschland im Visier der BaFin

Ins Visier der Börsenaufsicht BaFin ist der Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland geraten. Die BaFin moniert die Jahresabschlüsse für 2007 sowie den Halbjahresbericht 2008 als fehlerhaft. Dabei geht es u.a. auch um geschönte Abonnentenzahlen. Diese seien für das Geschäftsjahr 2007 um rund 623.000 bzw. im Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2008 um rund 611.000 zu hoch ausgewiesen worden. Andere Vorwürfe betreffen den Geschäfts- oder Firmenwert sowie Aussagen zu Risiken und zur Ertragslage. Sky Deutschland hält die Vorwürfe für unzutreffend und will diese gerichtlich überrprüfen lassen. Alles in allem harter Tobak für die Börse. Die Aktie von Sky Deutschland geht in den Keller und verliert derzeit 5,4 Prozent auf 1,48 Euro.

Hewlett-Packard kann Erwartungen schlagen

Überraschend positive Daten hatte gestern Abend bereits Hewlett-Packard zu bieten. Mit einem Umsatzplus von 8 Prozent auf 33,3 Mrd. Dollar und einem Gewinnanstieg um 5 Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar bzw. 1,10 Dollar je Aktie konnte der Drucker- und PC-Hersteller klar überzeugen. Auch das bereinigte EPS fiel mit 1,33 Dollar sehr gut aus. Erfreulich positiv wurde auch der Ausblick aufgenommen. HP will im laufenden Quartal einen Umsatz von 32,8 bis 33,0 Mrd. Dollar erzielen und dabei ein bereinigtes EPS von 1,28 bis 1,30 Dollar erwirtschaften. Die Aktie von Hewlett-Packard schloss gestern bei 43,25 Dollar (+1,8 Prozent). In Frankfurt geht es derzeit 3,8 Prozent nach oben.

US-Futures geben deutlich nach

Auch in den USA sorgen die Meldungen aus Korea für Verunsicherung. Da die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Südkorea noch enger sind, als hierzulande hätte ein bewaffneter Konflikt dort auch unmittelbare Folgen in den USA. Daneben warten die Anleger auf die zweite Veröffentlichung zu den BIP-Daten des dritten Quartals 2010. Am Nachmittag stehen dann noch die Verkäufe bestehender Häuser (Oktober) auf der Agenda, bevor am Abend die Fed-Minutes für Gesprächsstoff sorgen werden. Die Berichtssaison bietet nur wenig neues. Am Abend stehen u.a. die Zahlen von Guess? und TiVo an. Die US-Futures notieren deutlich schwächer. Der S&P 500 verliert rund 1,1 Prozent, während der NASDAQ 0,9 Prozent nachgibt. Der DAX in Frankfurt notiert wiederum bei 6.766 Punkten 0,8 Prozent schwächer.


2 KOMMENTARE

  1. Unabhängig davon, dass es zunächst nur mal Bürgschaften seitens der EU geben wird, wird das uns in Deutschland einen Haufen Geld kosten. Keiner kann uns leidern, aber unser Geld nehmen sie gerne. Der Gipfel ist, dass die Iren ihre Steuerschlupflöcher für ausländische Firmen beibehalten wollen. Wirklich gut, so zahlen wir zweimal.

  2. Nun ja, warten wir mal ab, ob die Iren ihre Steuerpolitik wirklich behalten können bzw. werden. Bis zur Wahl vergeht noch viel Zeit…und ich denke der Unmut in der Bevölkerung hier wie dort wächst…

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