Nachlese zur World Money Show und warum es Bill Bonner auf den Punkt bringt

0

[ad#Google Adsense XL-rechts]

In der vergangenen Woche war ich wie jedes Jahr in London. Auf der World Money-Show. Eine Investoren-Messe, auf der wirklich Klartext geredet wird. Das ist das Geniale und Interessante. Nicht wie auf unserer Marketing- und PR-lastigen INVEST in Stuttgart, wo sich jedes Jahr aufs Neue die Finanzbranche selbst feiert. In London hört man jedes Jahr, was die Trends sind. Oder wo die Probleme lauern. Und das von Leuten, die nicht nach Manuskript lesen.

Fannie und Freddie sind weiter kranke Kühe

Dieses Jahr war einer der ersten Redner Bill Bonner. Bill Bonner ist Präsident von Agora Inc., einem der größten Finanz-Pressekonzerne der Welt. Er ist Begründer des "Daily Reckoning", eines Email-Newsletters zu Finanzthemen mit über 500.000 Abonnenten und Autor vieler Finanzbücher, wie etwa Das Massensyndrom: Überleben Sie die gigantischen wirtschaftlichen und politischen Krisen.

Bonner sagte nun in London ganz klar: Das Geld, was die US-Regierung in den Immobilienmarkt stecken, ist für immer weg. Auch findet er es „phantastisch“, dass es die Finanzkritiker nur im privaten Sektor gebe und nicht bei den Jungs, die das System haben kaputt gehen lassen – also bei den Regierungen.

Dementsprechend ist der Dollar nicht in Gefahr, sondern das ganze globale Finanz-System. Und dies zumal der Immobilienmarkt der Schlüssel für alle Probleme bleibt. „Fannie und Freddie sind weiter alles kranke Kühe, und keine Cash-Cows!“ Recht hat er wohl damit. Und weiter:

„Nicht der Kapitalismus ist das Problem, sondern die (US-)Regierung.“

Das sagt wiederum einer, der heute ganz privat ebenfalls auf Gold setzt (12% im Depot) und dieses aber schon mal im Juli ganz klar kommuniziert hatte:

„Der Trend, Staatsschulden abzubauen wird weiter anhalten…“

Ich zitiere einmal aus seinem Newsletter aus einer Sommer-Ausgabe: „Wir wissen nicht genau, in welche Richtung es gehen wird. Aber das ist auch der Grund, warum wir an unserem Gold festhalten, denn wir wissen nicht, wohin die Reise überhaupt gehen wird. …Der Trend, Staatsschulden abzubauen wird weiter anhalten und früher oder später wird man die Zinsen langfristig erhöhen müssen, um die Inflation zu drücken. Und man wird versuchen, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, das Geldleihen besser ist, als Bargeld zu horden.“

Man darf wirklich gespannt sein, was in den nächsten Tagen und Wochen (bei Gold) am Markt geht. Nur auf das Edelmetall zu setzen, halte ich für sinnlos. Aber es ist erstaunlich, wie viele und vor allem wer nun alles in der Szene doch laut über Gold nachdenkt, der noch vor Monaten ganz anders geredet hat.

Gold ist wie ein Teddybär…

Aber es gibt auch weiterhin große Gold-Skeptiker. David Kuo beispielsweise, der financial adviser bei der BBC London Breakfast Show, sagt, dass Gold wie eine Teddybär sei. „Gold ist ein Teddybär, du streichelst ihn, fühlst dich dann gut, aber für den Rest der Welt hat er keinen Wert…“ Er sieht vielmehr die Emerging Markets als besseres Investment an. „Man(n) kann auch in Europa derzeit schnell sein Geld verlieren, warum dann nicht die Chance in Asien nutzen?“ Wow und dann kam er mit Zahlen vom Vietnam an…

Eines scheint sicher. 2011 dürfte ein weiteres spannendes Finanzjahr werden – und ich bin dann wieder in London dabei…


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here