D-A-CH Rundschau: DAX schließt nach neuem Jahreshoch schwächer, Finanztitel belasten ATX und SMI

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[ad#Google Adsense L-rechts]Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag nach einem kraftvollen Handelsauftakt von der schwachen Seite. Zunächst hatte die Ausnutzung des Euro-Rettungsschirmes durch Irland für Furore gesorgt. Im Lauf des Tages kamen aber Zweifel auf, ob zum einen die Lage in Irland wirklich besser wird und zum anderen, ob Irland nicht auch bald andere Staaten, allen voran Portugal, nachfolgen könnten. Auch in den USA sorgte die Irland-Krise für wenig Begeisterung. Angesichts der Meldungen rund um Irland gab der Euro deutlich nach und fiel auf 1,3583 Dollar bzw. 1,3471 CHF.

DAX schließt nach neuem Jahreshoch schwächer

Im Zuge der Meldungen über die Irland-Rettung konnten am Morgen kräftige Zugewinne verzeichnet werden. Der DAX konnte sogar bei 6.902 Punkten den höchsten Stand seit Juni 2008 erzielen. Im weiteren Handelsverlauf gaben die Märkte aber wieder nach. Am Ende schloss der DAX bei 6.822 Punkten rund 0,3 Prozent leichter. Größte Gewinner im DAX waren die beiden Autowerte VW (+2,6 Prozent) und BMW (+1,8 Prozent). Beide Aktien wurden heute seitens Merrill Lynch mit einer „Buy“-Empfehlung erstmalig wieder bewertet.

Am Ende des Index stand die Aktie des Düngemittelherstellers K+S (-2,1 Prozent). Der Konzern hat heute die Übernahme des kanadischen Wettbewerbers Potash One bekannt gegeben. Die Aktionäre erhalten 4,50 CAD je Aktie in bar, was einer Prämie von 24,3 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag entspricht. Insgesamt beträgt das Transaktionsvolumen rund 311 Mio. Euro. Neben K+S gaben auch MAN (-2,2 Prozent), sowie die Finanztitel Commerzbank (-1,9 Prozent) und Deutsche Bank (-1,4 Prozent) merklich nach.

ATX schließt ebenfalls schwächer, Finanztitel belasten

Auch in Wien sorgte die Irland-Rettung zunächst für einen soliden Wochenstart. Allerdings dreht auch hier die Stimmung im Lauf des Tages deutlich nach unten. Der ATX ging am Ende bei 2.724,12 Punkten (-0,3 Prozent) aus dem Handel. Größter Gewinner war der Baustofftitel Wienerberger (+2,3 Prozent), gefolgt von Semperit (+1,6 Prozent).

Das Ende des ATX wurde von den Finanztiteln Raifeisen (-2,2 Prozent), Vienna Insurance Group (-1,8 Prozent) und Erste Group (-1,3 Prozent) dominiert. Europaweit belasteten hier die Sorgen um Irland. Daneben gaben aber auch Intelcell merklich nach.

Finanztitel drücken auch SMI nach unten

Auch in der Schweiz dominierte das Thema Irland das Geschehen. Der SMI schloss bei 6.532,64 Punkten 0,88 Prozent schwächer. Einziger Licktblick und Gewinner war die Aktie von Richemont (+0,6 Prozent). Hier wirkten offensichtlich die zuletzt guten Zahlen und die ebenso guten Kommentierungen erneut positiv.

Am Ende des Index standen die Finanztitel Credit Suisse und UBS mit Abschlägen von jeweils über 2 Prozent. Auch hier wirkte sich die Irland-Krise belastend auf die Stimmung aus. Größter Verlierer im SMI war jedoch erneut Lonza. Laut Händlern sorgten hier größere Verkaufsorders für Kursverluste von 4,3 Prozent.


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