Mal wieder abseits der Börse: Berufsunfähigkeitsversicherung – welche Überschussbeteiligung ist sinnvoll?

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[ad#Google Adsense M-rechts]Ein Gastbeitrag von Daniel Schmitt-Haverkamp

Bei der Berufsunfähigkeitsrente wird vor Bonusrenten oft gewarnt

Wer die Berufsunfähigkeitsrente oder auch Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, kann innerhalb des Vertrages eine Teilrückerstattung der Beiträge erhalten. Gerade bei der Berufsunfähigkeit kann sich die Bonusrente als Überschussbeteiligung allerdings als nachteilig erweisen. Der Berufsunfähigkeitsrente Vergleich zeigt, dass oftmals andere Überschussbeteiligungen deutlich lukrativer sein können. Die Werbung mit der Teilrückerstattung bei der Berufsunfähigkeitsrente in Form der Bonusrente wird von den Gesellschaften sehr interessant betrieben. Vor einem Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel zugunsten günstigerer Konditionen sollte allerdings eine gründliche Prüfung stehen.

Überschussbeteiligungen sind auch bei der Berufsunfähigkeitsrente gängig – in verschiedenen Formen

Der Versicherungsnehmer hat die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Weise die von der Versicherung erwirtschafteten Überschüsse zurückzahlen zu lassen. Die Bonusrente wird im Ernstfall, also dem Versicherungsfall gezahlt. In die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt der Kunde bis zum Versicherungsfall volle Bruttobeiträge ein. Tritt der Ernstfall ein, wird die Überschussbeteiligung innerhalb der Bonusrente gewährt – garantiert ist die Höhe der Bonusrente allerdings nicht.

Die Beitragsverrechnung ist für den Versicherungsnehmer eine sehr profitable Überschussbeteiligung, denn hier erfolgt eine Ermäßigung der Beiträge durch den verrechnet Überschussbetrag. Für den Geldbeutel wirkt sich diese Form der Überschussbeteiligung sofort positiv aus. Das größte Risiko für den Versicherungsnehmer liegt hier darin dass bei schlechter Wirtschaft die Beiträge wieder auf die volle Bruttohöhe ansteigen.

Die Variante “Geld zurück” beinhaltet, dass der Versicherungsnehmer wiederum den vollen Bruttobeitrag in die Berufsunfähigkeitsversicherung einbezahlt. Die erwirtschafteten Überschüsse werden dann von der Versicherungsgesellschaft verzinslich angelegt und zum Ende der Laufzeit der Versicherung an den Versicherungsnehmer ausgezahlt. Eine Auszahlung erfolgt auch dann, wenn innerhalb der Laufzeit eine Berufsunfähigkeit eintritt – allerdings in diesem Fall nur für die bis zum Versicherungsfall abgesparten Überschussbeteiligungen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung als Geldanlage – Beitragsverrechnung beste Lösung

Wer sich für eine Variante der Überschussbeteiligung entscheiden muss, sollte auf die Bonusrente als Form der Überschussbeteiligung verzichten. Diese Beteiligung kommt nur dann zum Tragen, wenn der Versicherungsfall tatsächlich eintritt. Und auch in der Geld-Zurück-Variante liegen Mängel, da er sich selbst renditestärkere Anlageformen suchen könnte. Die Beitragsverrechnung ist nach Expertenmeinung die sinnvollste und lukrativste Lösung, die Überschussbeteiligung innerhalb der Berufsunfähigkeitsversicherung zu gestalten.


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1 KOMMENTAR

  1. Danke für diesen Beitrag, gerade der erste Absatz spricht Bände und zeigt, dass man nicht sein Gehirn über Board werfen sollte, wenn es Versicherungen mit Vorteilen werben.

    Mir gefällt auch die objektive Sichtweise:
    „Das größte Risiko für den Versicherungsnehmer liegt hier darin dass bei schlechter Wirtschaft die Beiträge wieder auf die volle Bruttohöhe ansteigen.“
    schlechte Wirtschaft: ein Knackpunkt bei allen Überlegungen im Bereich der Überschussbeteiligung. Denn wer auf die Fetten Jahre bei langfristigen Anlagen setzt, zieht leicht den Zonk…

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