Ein paar Fakten über Gold, die nicht jeder weiß…

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Heute will ich an dieser Stelle Ihnen einmal ein paar Fakten über Gold erzählen, die vielleicht nicht jeder weiß, die aber durchaus interessant und wissenswert sind. Mit ihnen kann der Wert von Gold verständlicher gemacht werden. Dass das glänzende Edelmetall der beste Inflationsschutz ist, brauche ich Ihnen wohl aber nicht mehr zu erzählen.

Drei Tonnen Gestein für eine Unze Gold

Wussten Sie, dass weltweit alle Stahlkonzerne mehr Stahl in einer Stunde produzieren, als die Gesamtmenge an Gold, welche wir Menschen jemals seit Anbeginn der Zeit (zu Tage) gefördert haben?
Wussten Sie, dass sich die weltweit tiefste Goldmine in Südafrika befindet? Genauer gesagt ist es die TauTona Mine. Dort müssen die Bergarbeiter teilweise knapp vier Kilometer in die Tiefe fahren, um an das glänzende Edelmetall zu gelangen, um es auf den Markt zu bringen. Ein mehr als harter Job, wenn man bedenkt, dass man um eine Unze Gold (das sind 31,10 Gramm) zu erhalten, durchschnittlich mehr als drei Tonnen an Gestein abbauen muss. Daher ist es auch logisch, dass die Minengesellschaften mit sehr hohen Kosten zu kämpfen haben, eben weil sie immer tiefer graben lassen müssen, um noch auf hochgradige Goldadern zu stoßen.

Altgoldbestände sind wichtig für den Markt

Daher partizipieren Aktien von Minengesellschaften auch nur bedingt am Goldpreis. Und es kommt nicht jeden Tag vor, dass man direkt unter der Erde einen Riesengoldklumpen findet. So geschehen 1869 in Australien. So soll der bisher größte bekannte Goldnugget, den man jemals fand, der „Welcome Stranger“ mit seinen 70 Kilo an Gewicht gerade einmal fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche gelegen haben. Frei nach dem Motto „warum in die Tiefe schürfen, wenn das Gute liegt doch so nah.“ Das erscheint heute aber mehr als unrealistisch zu sein. Goldschürfen ist ein harter Job.

Doch wenn man bedenkt, dass knapp 60 Prozent des jährlichen weltweiten Goldangebotes von rund 4.000 Tonnen (Daten von 2009) aus der Neuförderung durch Minengesellschaften stammen, ist der Job so lukrativ, dass er auch noch gemacht wird. Die anderen 40 Prozent des Goldangebotes stammen zum einen aus dem Verkauf von Altgoldbeständen – eine ebenfalls sehr große Angebotsquelle für den Markt –, während ein verschwindend kleinen Angebotsbeitrag die weltweiten Notenbanken liefern. Letztere werden wohl in diesen Zeiten nicht verkaufen, sondern eher zukaufen. Daher wird Gold und dessen Preis weiter auf einem hohen Niveau bleiben und für so manches Event nicht mehr zu haben sein.

Die Sache mit der olympischen „Gold“-Medaille

Eine schöne Zahl, die auch ein bisschen verdeutlicht, wie sehr Gold seit Jahrzehnten drastisch in seinem Wert gestiegen ist, kommt aus dem Sport. Genauer gesagt von den Olympischen Spielen und den dort zu vergebenen Gold-Medaillen. Konnten sich 1912 bei den Sommerspielen in Schweden beispielsweise unser Ruder-Vierer an einer Goldmedaille erfreuen, die wirklich aus purem Gold war, so musste sich dieses Jahr Maria Riesch nach ihrem Sieg im Slalom mit einer „Gold“-Medaille begnügen, die gerade einmal noch 10 Gramm des edlen Metalls innehatte. Kein Wunder, denn Gold ist seit dem Jahr 1912 um über 6.000 Prozent im Wert gestiegen.

Und für alle Olympia-Sieger der Zukunft: Es ist nicht unrealistisch, dass eine Gold-Medaille bei den kommenden Spielen noch weniger Anteile des edlen Metalls innehaben. Denn Gold ist weiter en Vogue, und dessen Preis wird weiter steigen. Jeder will Gold haben. Die Notenbanken, ETFs und die Klein-Anleger. Der Preis wird in den kommenden Monaten, über den Jahreswechsel hinaus, weiter deutlich ansteigen. Die 1.500er Marke wird bald Geschichte sein. Aber letztlich spielt das für einen Olympia-Sieger (berechtigterweise) keine große Rolle. Ein Erfolg bei den Spielen der Jugend hat bekanntlich nichts mit der Rendite der Medaille zu tun. Eines haben aber Olympioniken und Anleger im aktuellen Gold-Bullenmarkt gemeinsam. Das Motto „Dabei sein ist alles“.

In diesem Sinne,
take Care

Ihr Goldfinger


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