Before the Bell: DAX gibt leicht nach, US-Futures deutlich im Minus

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[ad#Google Adsense L-rechts]Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich auch zum Wochenschluss von der ruhigen Seite. Der DAX verharrt auf seinem Niveau über der 6.700er Marke. Damit konnte die lange angedeutete Herbst- bzw. Jahresendrallye keine neue Fahrt aufnehmen. Dennoch setzten sich auch die Bären keineswegs durch. Der DAX notiert noch immer nur wenige Punkte unter seinem bisherigen Jahreshoch. Im Fokus steht heute vor allem auch der G20-Gipfel in Seoul, der vorrangig für die Banken (Basel III), aber auch für den IWF Bedeutung hat. Nennenswerte Lösungen für die Auseinandersetzungen im Währungsstreit wurden dagegen nicht erzielt. Daneben wirkt sich das Thema Euro mit dem Schwerpunkt Irland noch immer belastend auf die Stimmung an den Märkten aus.

Salzgitter kann nicht überzeugen

Der zweitgrößte Stahlkonzern in Deutschland, die Salzgitter AG, meldete heute Zahlen, die nur bedingt überzeugen konnten. Dabei profitierte das Unternehmen von der allgemeinen Konjunkturerholung und steigerte den Außenumsatz um rund vier Prozent auf 6,19 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn belief sich auf 3,9 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein hoher Verlust von 232 Mio. Euro erzielt worden war. Dennoch besteht weiterhin Unsicherheit was die Auswirkungen der Weltkonjunktur betrifft. Am Markt herrscht aber Unsicherheit über die weitere Entwicklung vor. Die Salzgitter-Aktie gibt aktuell 2,1 Prozent auf 53,60 Euro nach.

Bauer präzisiert Prognosen

Der im SDAX notierte Bau- und Maschinenbaukonzern Bauer hat den Umsatz um 8,0 Prozent auf 844,4 Mio. Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis EBIT sank wiederum von 60,0 Mio. Euro auf nun 55,8 Mio. Euro. Das Nachsteuerergebnis verschlechterte sich von 30,0 Mio. Euro auf 21,0 Mio. Euro. Allerdings blickt der Konzern positiv in die Zukunft. Grund hierfür ist das Plus beim Auftragseingang von 27,7 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro. Die Prognose für die Gesamtkonzernleistung auf Höhe des Vorjahres wird bekräftigt. Das Nachsteuerergebnis soll am unteren Ende der gegebenen Prognose – also im Bereich zwischen 35 und 40 Mio. Euro – liegen. Die Bauer-Aktie gibt um 0,7 Prozent auf 32,43 Euro nach.

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H&R Wasag mit Rekordergebnis

Ein Rekordergebnis für das erste dreiviertel Jahr meldete der Spezialchemiekonzern H&R WASAG. In den ersten neun Monaten konnte der Umsatz um 47,9 Prozent auf 805,8 Mio. Euro gesteigert werden. Das operative Rekordergebnis (EBITDA) liegt um 55,5 Prozent über dem Vorjahreswert und liegt bei 79,3 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss der Aktionäre konnte mit 40,8 Mio. Euro nahezu verdoppelt werden. Daneben gibt sich der im SDAX notierte Konzern auch für die Zukunft zuversichtlich. Die EBITDA-Guidance für das Gesamtjahr wird jedoch, in Einklang mit den allgemeinen Markterwartungen, auf einen Korridor von 90,0 bis 100,0 Mio. Euro angepasst. Sollte sich die prognostizierte gute Ergebnisentwicklung bestätigen, will H&R WASAG auch eine Dividendenerhöhung nicht ausschließen. Nach den kräftigen Kursgewinnen der letzten Monate geht es heute nach Gewinnmitnahmen erst einmal nach unten. Die Aktie von H&R Wasag gibt um 2,8 Prozent auf 20,46 Euro nach.

Walt Disney sorgt für Verwirrung

Der Medienkonzern Walt Disney meldet für das abgelaufene vierte Fiskalquartal 2009/10 schwache Zahlen. Zudem sorgte die ungeplante, frühere Veröffentlichung für Unruhe und Verwirrung. Der Umsatz ging um gut 1 Prozent auf 9,74 Mrd. Dollar zurück. Der Nettogewinn sank um 7 Prozent auf 835 Mio. Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn belief sich auf 50 Cents je Aktie. Walt Disney selbst gab das bereinigte EPS mit 45 Cents an. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 46 Cents und einen Umsatz von 9,94 Mrd. Dollar prognostiziert. Die Walt-Disney-Aktie schloss bei 35,86 Dollar (-3,1 Prozent). In Frankfurt geht es derzeit 1,2 Prozent nach unten.

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US-Futures geben nach

Die Wall Street steht auch am Freitag etwas unter Druck. Gegen Ende der Berichtssaison herrscht nur bedingt Zuversicht für das laufende Quartal, besonders nach den Gelddruckmaßnahmen der Fed. Aufschluss über die weitere Performance dürfte u.a. das vorläufige Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (November) geben, das nach Börsenöffnung veröffentlicht wird. Die US-Futures notieren derweil schwächer. Der S&P 500 verliert 0,6 Prozent, während der NASDAQ 0,7 Prozent nachgibt. In Frankfurt notiert der DAX bei 6.719 Punkten (-0,1 Prozent).


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