Before the Bell: Siemens-Zahlen helfen dem DAX, US-Futures schwächer

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Nach dem Kursrückgang zur Wochenmitte präsentieren sich die Aktienmärkte am Donnerstag wieder freundlicher. Dank deutlicher Aufschläge beim Schwergewicht Siemens konnte sich der DAX zwischenzeitlich in die Gewinnzone vorarbeiten. Neben Siemens legten auch andere Unternehmen gute Geschäftszahlen vor.

Siemens hebt nach Gewinnsprung die Dividende an

Für Freude bei den Anlegern sorgt Siemens mit seinen Ergebnissen. Zwar ging der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 leicht von 76,65 auf 75,98 Mrd. Euro zurück, übertraf damit aber die Erwartungen. Das Ergebnis der Sektoren stieg um gut 4 Prozent auf 7,79 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn machte einen Sprung um 63 Prozent auf 4,07 Mrd. Euro.

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Operativ erzielte Siemens damit zum zweiten Mal in Folge ein Rekordergebnis und will auch im kommenden Jahr weiter wachsen. „Wir kommen mit vollem Schwung aus der Krise. Das positive Momentum werden wir ins nächste Jahr mitnehmen“, so Vorstandschef Peter Löscher. Der um 3 Prozent auf 81,16 Mrd. Euro gestiegene Auftragseingang bestätigt diese Einschätzung.

Die Aktionäre dürfen sich nach dem Gewinnsprung über eine deutlich höhere Dividende freuen. Für das abgelaufene Fiskaljahr will Siemens eine Dividende von 2,70 Euro je Aktie ausschütten – 69 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividendenrendite beläuft sich damit aktuell auf rund 3,2 Prozent. Die Anleger freut’s, die Siemens-Aktie steht mit einem Aufschlag von gut 3 Prozent an der DAX-Spitze.

RWE gibt nach Zahlen nach

Wenig begeistert zeigen sich die Anleger dagegen vom Zahlenwerk von RWE. Der Energieversorger steigerte den Außenumsatz in den ersten neun Monaten 2010 um 14 Prozent auf 38,51 Mrd. Euro. Das EBITDA-Ergebnis erhöhte sich um ebenfalls 14 Prozent auf 7,91 Mrd. Euro, das betriebliche Ergebnis um 11 Prozent auf 6,13 Mrd. Euro. Das nachhaltige Nettoergebnis stieg um 11 Prozent auf 3,18 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis sank hingegen um 5,5 Prozent auf 2,64 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr bestätigte RWE seine Ergebnisprognose. So rechnet der Konzern beim EBITDA weiterhin mit einem Anstieg um 5 bis 10 Prozent. Das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis sollen um rund 5 Prozent wachsen. Für die nächsten Jahre rechnet der Konzern allerdings mit hohen Belastungen. So soll sich die beschlossene Steuer auf Kernbrennstoffe ab 2011 mit 600 bis 700 Mio. Euro pro Jahr im betrieblichen Ergebnis niederschlagen.

Begeisterungsstürme können diese Zahlen bei den Anlegern nicht auslösen. Teilweise wurde auf dem Parkett über eine Anhebung der Jahresprognose spekuliert. Die RWE-Aktie zählt mit einem Minus von rund 1,5 Prozent zu den Verlierern im DAX.

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Sky Deutschland: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Weiter im Aufwind ist die Aktie von Sky Deutschland, die heute einen Sprung um über 9 Prozent macht. Und dies, obwohl der Pay-TV-Sender auch im dritten Quartal einmal mehr rote Zahlen geschrieben hat. Die Tatsache, dass der Nettoverlust von 116,7 auf 89,3 Mio. Euro reduziert werden konnte, wird aber offenbar schon als Erfolg gewertet. Der Umsatz wurde um knapp 17 Prozent auf 243,2 Mio. Euro ausgeweitet. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Den Beweis, dass das Geschäftsmodell funktioniert, bleibt Sky aber nunmehr schon seit Jahren schuldig…

Fielmann wächst weiter solide

Bei Fielmann gibt es dagegen nicht den Hauch eines Zweifels, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Und dies nun schon seit Jahrzehnten. Auch im dritten Quartal verkaufte die Optikerkette mehr Brillen – nämlich 1,7 Millionen Stück – und wuchs weiter. Der Umsatz stieg um 5 Prozent, der Vorsteuergewinn verbesserte sich um 10 Prozent auf 50,8 Mio. Euro. Unter dem Strich verdiente Fielmann mit 36,6 Mio. Euro knapp 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Fielmann-Aktie, die in den letzten Tagen ein wenig korrigiert hatte, legt heute knapp 2 Prozent zu. Der langfristige Aufwärtstrend ist ungebrochen.

US-Futures im Minus

An der Wall Street dürfte es heute eher ruhig zugehen. Wegen des Feiertags „Veterans Day“ bleiben die Rentenmärkte geschlossen, wichtige Wirtschaftsdaten werden nicht veröffentlicht. An den Aktienmärkten wird zwar gehandelt, allzu große Bewegungen sind jedoch nicht zu erwarten. Quartalszahlen melden unter anderem die Medienkonzerne Viacom und Walt Disney. Die US-Futures liegen derzeit im Minus. Der S&P 500 verliert aktuell 0,5 Prozent, der NASDAQ gibt vor dem Hintergrund eines enttäuschenden Ausblicks von Cisco um 0,7 Prozent nach. Der DAX notiert in Frankfurt nahezu unverändert bei 6.721 Punkten.


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