Heard in New York: Wall Street schließt knapp im Plus, robuste Arbeitsmarktdaten bringen keine großen Impulse

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Unerwartet positive Arbeitsmarktdaten konnten den Aktien an der Wall Street vor dem Wochenende keine entscheidenden Impulse verleihen. Während die Arbeitslosenquote erwartungsgemäß bei 9,6 Prozent verharrte, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat unerwartet deutlich um 151.000. Volkswirte hatten lediglich mit einem Stellenaufbau um 60.000 Beschäftigte gerechnet.

Die US-Indizes pendelten lange knapp unter ihren Vortagesständen. Der unerwartete Anstieg der Verbraucherkredite – der erste seit acht Monaten – sorgte letztlich aber doch für ein kleines Plus. Der Dow Jones legte 0,1 Prozent auf 11.444 Punkte zu. Der S&P 500 gewann 0,4 Prozent auf 1.226 Zähler und schloss damit auf einem neuem Jahreshoch. Der NASDAQ verbuchte ein marginales Plus von 0,1 Prozent auf 2.579 Punkte.

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Starbucks: Kein kalter Kaffee

Bereits am Vorabend hatte Starbucks seine Zahlen vorgelegt. Die Kaffeehauskette konnte einmal mehr die Erwartungen übertreffen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn wurde mit 399,3 Mio. Dollar bzw. 37 Cents je Aktie glatt verdoppelt. Analysten hatten nur ein Ergebnis von 32 Cents prognostiziert. Als Bonbon hob der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Statt 1,36 bis 1,41 Dollar erwartet Starbucks nun einen Gewinn von 1,41 bis 1,47 Dollar je Aktie. Die Starbucks-Aktie schloss mit einem Aufschlag von fast 4 Prozent.

AIG schreibt Milliardenverlust

Der Versicherungskonzern American International Group (AIG) musste wegen der laufenden Restrukturierung im dritten Quartal einen weiteren Milliardenverlust ausweisen. Abschreibungen aufgrund diverser Firmenverkäufe, die Rückzahlung eines Notenbank-Kredits sowie der Wertverfall von Flugzeugen in der Leasingsparte ILFC hatten einen Verlust von 2,4 Mrd. Dollar zur Folge. Im Vorjahr hatte AIG noch einen Gewinn von 92 Mio. Dollar erzielt. Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten blieb ein Verlust von 200 Mio. Dollar. Immerhin war der operative Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft mit 2,1 Mrd. Dollar stabil. Die Nettoprämieneinnahmen stiegen um gut 8 Prozent auf 8,6 Mrd. Dollar. Die Aktie von AIG verlor zunächst fast 4 Prozent, drehte aber ins Plus und schloss mit einem Aufschlag von fast 2 Prozent.

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Fluor legt kräftig zu

Einen Sprung um mehr als 9 Prozent nach oben machte die Aktie von Fluor. Das US-Bauunternehmen erzielte im dritten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen in Höhe von 258 Mio. Dollar einen Nettoverlust von 54 Mio. Dollar. Dies hatte der Konzern aber bereits im Vorfeld angekündigt. Der Umsatz erhöhte sich unerwartet um 2 Prozent auf 5,51 Mrd. Dollar und lag damit klar über der Analystenprognose von 5,21 Mrd. Dollar. Erfreut waren die Anleger auch über die Ausweitung des bestehenden Aktienrückkaufprogramms. Statt 4,8 sollen nun bis zu 12 Mio. Aktien zurückgekauft werden. Zu guter Letzt präsentierte der Konzern einen neuen Chef. David Seaton, seit 26 Jahren im Unternehmen, wird Anfang Februar die Nachfolge von Alan Boeckmann als CEO antreten.


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