Heard in New York: Dow Jones legt nach Fed-Entscheidung leicht zu, Ford und GM zeigen Erholung am Automobilmarkt

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Die Wall Street stand zur Wochenmitte ganz im Zeichen der Fed. Am Abend endlich herrschte Klarheit. Die Zinsen bleiben unverändert bei 0,0 bis 0,25 Prozent. Daneben will man jedoch langlaufende Staatsanleihen für 600 Mrd. Dollar kaufen. Die Fed sprach von rund 75 Mrd. Dollar pro Monat. Zusätzlich werden weitere 250 bis 300 Mrd. Dollar aus früheren Rettungsmaßnahmen für MBS in Staatsanleihen reinvestiert. Die Fed hatte sich zuvor enttäuscht gezeigt, dass die Wirtschaftserholung weiterhin so niedrig ausfalle. Neben der Fed hatten heute aber auch andere Konjunkturdaten den Handel bestimmt. Die ADP-Arbeitsmarktdaten zeigen als Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag einen Anstieg der Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 43.000. Daneben konnte auch der ISM-Service-Index unerwartet deutlich auf 54,3 Zähler ansteigen. Ferner kletterten die Industrieaufträge im September 2010 stärker an, als zuvor gemeldet wurde. Nach einem turbulenten Handelsverlauf schloss der Dow Jones schließlich auf dem höchsten Stand in diesem Jahr. Am Ende notierte er bei 11.215 Punkten (+0,2 Prozent). Daneben legten auch der S&P 500 rund 0,4 Prozent und der NASDAQ Composite rund 0,3 Prozent zu.

Ford und GM zeigen Erholung am Automobilmarkt

Nachdem die deutschen Autobauer ihre US-Absatzzahlen für Oktober bereits am Vorabend veröffentlicht hatten, folgten heute die Autobauer aus den USA und aus Asien. Branchenführer GM konnte dabei den Absatz um 3,5 Prozent auf 183.759 Fahrzeuge steigern. Allerdings belief sich das Absatzplus auf 12,8 Prozent, wenn man die nicht weitergeführten Marken außen vor lässt. Ähnlich starke Zahlen meldete dann auch der zweite US-Autobauer Ford. Hier stieg der Absatz um 19,2 Prozent auf 157.935 Fahrzeuge. Damit scheint sich die Autokrise so langsam zu verabschieden. In Folge der guten Absatzzahlen griffen Anleger bei Ford zu. Am Ende gewann die Ford-Aktie 5,2 Prozent auf 15,18 Dollar.

GM erzielt Milliardengewinn vor Börsengang

Für GM war dieser Tag aber nicht nur hinsichtlich der US-Absatzzahlen interessant. Im Vorfeld des für in zwei Wochen geplanten Börsengangs der „neuen“ GM kündigte der Konzern für das dritte Quartal 2010 einen Gewinn von 1,9 bis 2,1 Mrd. Dollar an. Der Umsatz soll sich auf 34 Mrd. Dollar belaufen. Im Vorjahr hatte GM noch einen einen Verlust von 1,15 Mrd. Dollar ausgewiesen. Der Umsatz hatte bei 26,35 Mrd. Dollar gelegen. In Bezug auf die Rückkehr an die NYSE erklärte GM, dass man rund 365 Millionen Aktien ausgeben will. Der Preis soll sich auf 26 bis 29 Dollar belaufen, womit sich ein Volumen von 13 Mrd. Dollar ergibt.

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Hartford Financial schreibt schwarze Zahlen

Erfreuliche Zahlen kamen indes vom US-Versicherer Hartford Financial Services Group. Mit einem Nettogewinn von 666 Mio. Dollar bzw. 1,34 Dollar je Aktie gelang die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Das bereinigte EPS wurde mit 1,43 Dollar angegeben, womit die Erwartungen klar geschlagen wurden. Besonders positiven wurde auch der erhöhte Ausblick aufgenommen. Hartford Financial erwartet nun ein bereinigtes EPS von 2,60 bis 2,70 Dollar, zuvor hatte man 2,10 bis 2,30 Dollar in Aussicht gestellt. Die Aktie von Hartford Financial gewann heute 9,2 Prozent auf 25,57 Dollar.

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Hertz steigert Gewinn und hebt Prognose an

Auch die Autovermieter machen in diesen Tagen wieder Schlagzeilen. Branchenführer Hertz legte gestern nach Handelsende Zahlen vor, während sein Wettbewerber Avis erst heute folgte. Der führende Autovermieter in den USA verbesserte den Umsatz um 7 Prozent auf 2,19 Mrd. Dollar, was im Rahmen der Erwartungen lag. Der Nettogewinn wurde mit 156,5 Mio. Dollar im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn belief sich auf 40 Cents je Aktie, womit die Analystenerwartungen klar geschlagen wurden. Zudem hob der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem bereinigten EPS von 47 bis 48 Cents. Bislang hatte Hertz ein EPS zwischen 43 und 45 Cents in Aussicht gestellt. Analysten prognostizieren derzeit einen Gewinn von 47 Cents je Aktie. Die Aktie von Hertz schloss mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 11,31 Dollar.

Avis schlägt Erwartungen

Ähnlich wie bei Hertz läuft auch bei Avis das Geschäft sehr gut. Der Autovermieter konnte den Gewinn von 57 Mio. Dollar bzw. 54 Cents je Aktie auf 90 Mio. Dollar bzw. 73 Cents je Aktie steigern. Das bereinigte EPS verbesserte sich von 65 auf 78 Cents. Der Umsatz wiederum konnte von 1,47 Mrd. Dollar auf 1,51 Mrd. Dollar erhöht werden. Die Erwartungen wurden so klar geschlagen. Den eingeschlagenen Weg der Kostenreduzierung will Avis auch künftig weitergehen. Für 2010 bezifferte man das nun zusätzlich angestreibe Einsparvolumen auf 60 bis 70 Mio. Dollar. Damit steigen die gesamten jährlichen Einsparungen in 2010 auf 475 bis 485 Mio. Dollar. Die Avis-Aktie schloss heute bei 11,81 Dollar (-1,3 Prozent) und gewinnt nachbörslich 0,3 Prozent hinzu.


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