Heard in New York: Wall Street nach Wirtschaftsdaten unentschlossen, US-BIP steigt im dritten Quartal um 2,0 Prozent

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Die amerikanischen Anleger mussten zum Wochenausklang gleich eine ganze Reihe von Wirtschaftsdaten verarbeiten – und wussten nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. Im Rahmen der Erwartungen lagen die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt. Die US-Wirtschaftsleistung wuchs im dritten Quartal um 2,0 Prozent. Besser als erwartet fiel der Einkaufsmanagerindex von Chicago aus, der leicht auf 60,4 Punkte stieg, während Volkswirte nur einen Wert von 58,0 Zählern prognostiziert hatten. Dafür verfehlte die Verbraucherstimmung der Uni Michigan die Erwartungen und ging leicht auf 67,7 Punkte zurück.

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Letztendlich passierte vor dem Wochenende nicht viel und die Indizes gingen kaum verändert aus dem Handel. Für den Dow Jones reichte es zu einem minimalen Plus von 0,04 Prozent auf 11.118 Punkte. Der S&P 500 schloss ganz knapp unter seinem Vortagesniveau bei 1.183 Zählern. Der NASDAQ verbuchte dank guter Microsoft-Zahlen (siehe „Heard in New York“ von gestern) zeitweise etwas deutlichere Gewinne, konnte diese aber nicht ins Ziel bringen und schloss praktisch unverändert bei 2.507 Punkten.

Microsoft gefragt, Merck & Co. schwächer

Die Microsoft-Aktie verbuchte nach den überraschend starken Zahlen am Vorabend immerhin ein Plus von rund 1,5 Prozent. Dagegen verlor die Aktie von Merck & Co. nach den Quartalsergebnissen (siehe „Before the Bell“) fast 2 Prozent. Der Pharmakonzern musste aufgrund von Einmaleffekten einen deutlichen Gewinneinbruch ausweisen. Auch die Tatsache, dass die Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben wurde, konnte bei den Anlegern keine Begeisterung entfachen.

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Chevron verbucht Gewinnrückgang

Heute präsentierte der Ölkonzern Chevron seinen Zahlen. Dabei musste das Unternehmen aufgrund von Kosten in Zusammenhang mit dem Bohr-Moratorium im Golf von Mexiko und negative Währungseffekte einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen sank von 3,83 auf 3,77 Mrd. Dollar bzw. 1,87 Dollar je Aktie. Die Erwartungen wurden damit verfehlt, Analysten hatten einen Gewinn von 2,15 Dollar je Aktie prognostiziert. Dagegen erhöhte sich der Umsatz im Berichtszeitraum um 7 Prozent auf 49,72 Mrd. Dollar, womit die Prognosen übertroffen wurden. Die Chevron-Aktie schloss mit einem Abschlag mehr als 2 Prozent.

Aktie von Monster Worldwide explodiert

Einen Kurssprung um über 25 Prozent machte die Aktie von Monster Worldwide nach der Vorlage der Quartalszahlen. Und dies, obwohl die Muttergesellschaft der Karriereportale Monster und HotJobs im dritten Quartal einen Nettoverlust von 5,72 Mio. Dollar erzielte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 32,8 Mio. Dollar verbuchte. Ohne Einmaleffekte blieb allerdings ein Gewinn von 2 Cents je Aktie. Der Umsatz stieg um knapp 11% auf 234,2 Mio. Dollar. Analysten hatten nur Erlöse von 226,5 Mio. Dollar und einen Gewinn von einem Cent je Aktie erwartet. Überzeugend fiel der Ausblick aus: Für das laufende vierte Quartal erwartet der Konzern Umsätze von 258 bis 272 Mio. Dollar und einen Gewinn zwischen 4 und 8 Cents je Aktie, während Analysten derzeit ein EPS von 5 Cents und Erlöse von 251,8 Mio. Dollar prognostizieren.


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