Heard in New York: Quartalszahlenflut im Fokus, Unsicherheit über Fed-Politik belastet Dow Jones

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Der US-Markt war zur Wochenmitte von der Quartalszahlenflut gezeichnet. Die unzähligen Bilanzvorlagen wurden nur nach und nach verdaut, zumal sie heute auf eine negative Grundstimmung trafen. In beinahe jedem Süppchen wurde ein Haar gefunden. Da halfen auch positive Konjunkturdaten nur wenig. So ist der Auftragseingang langlebiger Güter im September deutlich angestiegen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren wurde ein unerwartet starkes Bestellungsplus von 3,3 Prozent gemeldet. Daneben konnte auch die Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser im September 2010 unerwartet deutlich ansteigen. Getrübt wurde diese Aussicht allerdings von Berichten, wonach die Fed nächste Woche eine weitere Ausweitung der lockeren Geldpolitik ankündigen könnte. Am Markt wird dabei über ein weiteres Rückkaufprogramm für US-Staatsanleihen spekuliert. Die Unklarheit lies viele Anleger vorsichtiger agieren. Der Dow Jones verlor am Ende 0,4 Prozent auf 11.126 Punkte. Der S&P 500 wiederum gab 0,3 Prozent nach. Dagegen konnte der NASDAQ Composite 0,2 Prozent zulegen.

Sprint Nextel muss Verlust fast verdoppeln

Ziemlich enttäuschende Zahlen meldete heute Sprint Nextel, drittgrößte Mobilfunkbetreiber in den USA. Der Umsatz stieg zwar leicht auf 8,15 Mrd. Dollar an. Der Verlust allerdings wurde 911 Mio. Dollar bzw. 30 Cents je Aktie fast verdoppelt. Während der Umsatz oberhalb der Erwartungen lag, enttäuschte der hohe Verlust. Die harten Zahlen konnten auch nicht durch den höchsten Neukundenzuwachs in vier Jahren ausgeglichen werden. Besagte Neukunden müssen erst einmal Umsatz bringen, zumal besonders das Prepaid-Angebot des Konzerns mit zum Umsatzanstieg beitrug. Die Unsicherheit insgesamt, auch mit Blick auf neue Angebote, sorgte mit der Enttäuschung über die Ergebniszahlen für kräftige Kursverluste. Die Aktie von Sprint Nextel verlor am Ende 9,9 Prozent auf 4,30 Dollar.

ConocoPhillips profitiert von Einmaleffekten

Ebenfalls nicht so richtig überzeugen konnte heute ConocoPhillips. Die Nummer Drei unter den Ölkonzernen konnte seinen Gewinn im dritten Quartal aufgrund höherer Ölpreise sowie positiver Einmaleffekte verdoppeln. Der Umsatz stieg von 41,3 Mrd. Dollar auf nun 49,6 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn belief sich so auf 3,06 Mrd. Dollar bzw. 2,05 Dollar je Aktie. Das bereinigte EPS wurde mit 1,50 Dollar angegeben. Die Erwartungen wurden alles in allem geschlagen. Dennoch nahmen die Marktteilnehmer die auf 1,72 Millionen Barrel gesunkene Tagesförderleistung zum Anlass für Gewinnmitnahmen. Die Aktie verlor am Ende 1,2 Prozent auf 60,08 Dollar.

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Whirlpool kann nicht überzeugen

Ebenfalls wenig überzeugen konnte der Haushaltsgerätehersteller Whirlpool. Der Umsatz blieb mit 4,52 Mrd. Dollar stabil. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter ging leicht auf 79 Mio. Dollar bzw. 1,02 Dollar je Aktie zurück. Das bereinigte EPS wurde mit 2,22 Dollar angegeben. Damit lag man im Rahmen der Erwartungen. Dennoch sorgte die schwache Umsatzentwicklung für Unsicherheit am Markt, zumal Whirlpool dank Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen im Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn von 9,56 bis 10,06 Dollar erzielen will. Am Ende verlor die Whirlpool-Aktie 4,1 Prozent auf 81,04 Dollar.


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