Before the Bell: Erst einmal Luft holen, US-Futures leicht im Minus

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Nach der Klettertour der letzten Handelstage, als der DAX fast täglich neue Jahreshochs markierte, ist heute am Frankfurter Parkett erst einmal Luftholen angesagt. Die Einbußen halten sich jedoch im Rahmen. Bremsend wirkt sich der aktuelle GfK-Konsumklima-Index aus. Dieser verharrte stabil auf dem Niveau des Vormonats bei 4,9 Punkten, während im Vorfeld ein leichter Anstieg erwartet worden war.

Der Index für die Konjunkturerwartungen stieg dagegen um 2,5 auf 56 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2007. Mit größeren Anschaffungen halten sich die Verbraucher aber offenbar zurück. Der Index für die Anschaffungsneigung ging relativ deutlich um 8,2 auf 22,5 Zähler zurück. Dies führt die GfK vor allem auf die geringere Einkommenserwartung zurück. Der entsprechende Index sank im Oktober um 9,2 auf 36 Punkte. Im Vormonat war er noch auf ein Zehn-Jahres-Hoch geklettert.

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Merck: Starke Zahlen, vorsichtige Prognose

Mit dem Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck legte am Morgen ein DAX-Konzern seine Zahlen vor. Die konnten sich sehen lassen, die Prognosen wurden deutlich übertroffen. So verbesserte sich das EBIT-Ergebnis im dritten Quartal um 64 Prozent auf 363 Mio. Euro, unter dem Strich verdiente Merck mit 148 Mio. Euro 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 2,44 Mrd. Euro. Die deutlichen Zuwächse waren dabei aber zumindest teilweise der Übernahme von Millipore zuzuschreiben. Vorsichtig zeigten sich die Darmstädter aber beim Ausblick und ruderten zurück. Beim Umsatz rechnet das Management für 2010 mit einem Anstieg von 19 Prozent, nach bisher 21 Prozent. Der operative Gewinn soll um 70 Prozent statt bisher 90 Prozent steigen. Die Anleger nehmen es dem Unternehmen nicht allzu krumm. Die Merck-Aktie notiert derzeit 1 Prozent im Minus.

Software AG hebt die Prognose an

Dagegen hat die Software AG, übrigens ebenfalls aus Darmstadt, ihre Prognose angehoben. Im dritten Quartal steigerte das Softwareunternehmen den Umsatz dank des starken Service-Geschäfts um 29 Prozent auf 275 Mio. Euro. Der Nettogewinn verbesserte sich um 20 Prozent auf 45,6 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Gewinnwachstum zwischen 18 und 20 Prozent. Bislang hatte man einen Zuwachs um 10 bis 12 Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie der Software AG verbucht daraufhin gegen den schwächeren Gesamtmarkt ein Plus von fast 5 Prozent und ist damit der größte Gewinner im TecDAX.

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Dialog-Aktie nach Zahlen unter Druck

Als Belastungsfaktor erweisen sich heute die Quartalszahlen von Texas Instruments. Der Chipkonzern konnte im dritten Quartal zwar die Erwartungen übertreffen (siehe „Heard in New York“ von gestern), rechnet für das laufende vierte Quartal aufgrund einer nachlassenden Nachfrage jedoch mit einem Umsatzrückgang. Dies belastet auch heimische Chiptitel wie Dialog Semiconductor. Und dies, obwohl das Unternehmen den Umsatz im dritten Quartal um 35 Prozent auf 79,5 Mio. Dollar steigern konnte. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 19 Prozent auf 13,3 Mio. Dollar. Zudem wurde die Prognose eines Jahresumsatzes zwischen 290 und 295 Mio. Dollar bekräftigt. Die Aktie von Dialog Semiconductor verliert dennoch gut 5 Prozent.

Ford und DuPont übertreffen die Erwartungen

In den USA legten bereits vor Handelsbeginn Ford und DuPont ihre Zahlen vor. Der Automobilkonzern steigerte den Nettogewinn um satte 68 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Auch DuPont konnte die Prognosen schlagen. Der Gewinn ging nicht so stark wie befürchtet um 10 Prozent auf 367 Mio. Dollar zurück. Zudem hob der Chemiekonzern seine Gewinnprognose an und rechnet für das Gesamtjahr nun mit einem Ergebnis von 3,10 Dollar je Aktie. Bislang hatte man einen Gewinn zwischen 2,90 und 3,05 Dollar je Aktie anvisiert.

US-Futures leicht im Minus

Wichtige Wirtschaftsdaten stehen heute nicht an. An der Wall Street wird heute lediglich der S&P Case Shiller Hauspreisindex veröffentlicht. Quartalszahlen melden unter anderem noch Bristol-Myers Squibb und Broadcom. Die US-Futures liegen derzeit leicht im Minus. Der S&P 500 verliert aktuell 0,2 Prozent, der NASDAQ gibt 0,1 Prozent nach. Der DAX notiert in Frankfurt mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 6.619 Punkten.


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