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Before the Bell: DAX markiert ein neues Jahreshoch, US-Futures im Plus

Gute Vorgaben aus Asien, wo der Hang Seng ein 28-Monats-Hoch erreichte und gute Intel-Zahlen haben dem DAX heute zum Sprung auf ein neues Jahreshoch verholfen. Der deutsche Leitindex kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Ob es für den nachhaltigen Ausbruch über das bisherige Jahreshoch bei 6.387 Zählern reichen wird, ist dagegen offen und wird wohl heute nicht abschließend entschieden werden.

Hoffnung auf die Fed

Für die gute Stimmung unter den Anlegern ist auch die US-Notenbank verantwortlich. Die nämlich veröffentlichte gestern das Protokoll ihrer letzten Sitzung, aus dem hervorgeht, dass die Währungshüter die US-Wirtschaft möglicherweise durch weitere geldpolitische Maßnahmen stabilisieren zu wollen. Schlechte Konjunkturdaten können dem Markt momentan wenig anhaben. Einfach deshalb, weil sie eine weitere geldpolitische Lockerung durch die Fed wahrscheinlicher machen.

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Intel-Zahlen helfen dem TecDAX und Infineon

Die guten Zahlen, die Intel nach US-Börsenschluss vorgelegt hat (siehe „Heard in New York“ von gestern) sorgen auch bei den deutschen Technologiewerten für Schwung. Der TecDAX packt mehr als 2 Prozent drauf und pendelt um die runde 800er-Marke. Ein Ausbruch über diese Zone würde weiteres Aufwärtspotenzial freimachen. Dank der guten Vorgaben von Intel setzt sich im DAX die Aktie von Infineon mit einem Aufschlag von 4 Prozent an die Spitze.

Commerzbank systemrelevant

Im Fokus steht auch die Commerzbank. Laut einem Handelsblatt-Bericht zählt das Institut nun zu den systemrelevanten Banken in Deutschland. Ob dies unbedingt ein Vorteil ist? Zumindest bedeutet dies, dass die Bank voraussichtlich ihre Eigenkapitalbasis stärken muss. Eine Rückzahlung der Staatshilfen dürfte zunächst einmal in weite Ferne rücken. Die Börsianer sehen dies offenbar nicht als negativ an. Nach schwachem Start notiert die Commerzbank-Aktie inzwischen gut 2 Prozent im Plus.

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Drägerwerk hebt erneut die Prognose an

Der im TecDAX gelistete Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat erneut seine Umsatzprognose nach oben korrigiert. Das Lübecker Unternehmen rechnet für das laufende Jahr nun mit einem Umsatzplus von 10 Prozent, nachdem man bislang ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt hatte. Verantwortlich für den positiven Ausblick sind der unerwartet starke Auftragseingang und die gute Geschäftsentwicklung in Asien und Amerika. Die Freude währte nur kurz: Die Aktie von Drägerwerk sprang zunächst um fast 5 Prozent auf ein neues Allzeithoch, ist inzwischen aber um mehr als 1 Prozent ins Minus gerutscht.

JP Morgan steigert Gewinn deutlicher als erwartet

Nach Intel am gestrigen Abend hat die Berichtssaison heute bereits ein weiteres Highlight bereitgehalten. Die im Dow Jones gelistete US-Bank JP Morgan Chase hat mit ihren Zahlen die Erwartungen klar übertroffen. Der Nettogewinn stieg um 23 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar bzw. 1,01 Dollar je Aktie. Analysten nur mit einem Ergebnis von 90 Cents je Aktie gerechnet. Die Erträge gingen um 15 Prozent auf 24,3 Mrd. Dollar zurück und lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie von JP Morgan Chase legt vorbörslich gut 1 Prozent zu.

US-Futures deutlich im Plus

An der Wall Street stehen heute noch die Import- und Exportpreise an. Außerdem werden aktuelle Zahlen zum US-Staatshaushalt veröffentlicht. Quartalszahlen kommen unter anderem noch von Apollo Group und Charles Schwab. Die US-Futures lassen einen positiven Handelsstart erwarten. Der S&P 500 gewinnt aktuell 0,7 Prozent, der NASDAQ legt 0,8 Prozent zu. Der DAX verzeichnet in Frankfurt derzeit einen satten Aufschlag von 1,7 Prozent und notiert bei 6.414 Punkten.


2 Kommentare zu Before the Bell: DAX markiert ein neues Jahreshoch, US-Futures im Plus

  1. wie zum Geier hat es GPMorgan denn geschafft wieder so schnell so flott zu werden? Und die Commerzbank soll mal schön weiter dem Staat ‚gehören‘. Wirkt irgendwie beruhigend wenn das eigene Geld da lagert.

  2. Marc Schmidt // 14. Oktober 2010 um 11:37 //

    Ich denke jede Bank hat da seine eigenen Tricks…Bilanz aufgehübscht und schon gehts wieder voran und alles sind überrascht.

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