Before the Bell: DAX knickt ein, Einkaufsmanagerindex drückt auf die Stimmung

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Nach einem positiven Handelsauftakt sind die Aktienkurse am Donnerstag erst einmal wieder eingeknickt. Der DAX rutschte gegenüber seinem Tageshoch am Morgen um über 100 Punkte ab und hat sich von seinem Jahreshoch zunächst wieder um mehr als 200 Zähler entfernt. Für einen Dämpfer sorgte der deutsche Einkaufsmanagerindex, der im September von 58,4 auf 54,8 Punkte zurückging. Obwohl die deutsche Wirtschaft unerwartet gut läuft, ist die Stimmung offenbar nicht gerade rosig.

Stahlwerte unter Druck

Marktbewegende Nachrichten sind heute Mangelware, so dass sich die Anleger auf Analystenstimmen stürzen. So reicht die Tatsache aus, dass die Analysten der UBS von sinkenden Stahlpreisen gesprochen haben, um Stahlwerte auf Talfahrt zu schicken. Die Aktie von ThyssenKrupp zählt mit einem Minus von mehr als 2 Prozent zu den schwächsten Papieren im DAX.

Goldman Sachs empfiehlt Infineon zum Kauf

Die Aktie von Infineon wurde von Goldman Sachs zum Kauf empfohlen, nachdem der Chiphersteller gestern seine Umsatzprognose angehoben hat. Allerdings senkten die Analysten gleichzeitig ihr Kursziel leicht von 7,10 auf 6,85 Euro, so dass die Aktie sich nicht gegen den schwachen Markt stemmen kann. Aktuell verliert die Infineon-Aktie knapp 2 Prozent.

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Chemiewerte legen gegen den Trend zu

Als „Fels in der Brandung“ präsentieren sich heute Chemiewerte. BASF profitiert weiterhin von einem positiven Ausblick und der Tatsache, dass daraufhin mehrere Analysten ihre Gewinnschätzungen angehoben haben. Bei Bayer hilft die Nachricht, dass der Pharmakonzern sein Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon ab sofort auch in China vermarkten darf. Während die Papiere von BASF inzwischen nur noch knapp im grünen Bereich liegen, zählt die Bayer-Aktie mit einem Plus von rund 1 Prozent zu den größten Gewinnern im DAX.

Gerry Weber: Heimlich, still und leise zu neuen Hochs

Geschäftszahlen gibt es aus der zweiten Reihe von Gerry Weber zu vermelden. Der Modekonzern hat den Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 um 5 Prozent auf 432,3 Mio. Euro gesteigert und setzt seinen Wachstumskurs in eindrucksvoller Manier fort. Der Nettogewinn verbesserte sich um gut 13 Prozent auf 28,6 Mio. Euro. Die von Anlegern wenig beachtete Aktie von Gerry Weber ist heimlich, still und leise auf ein neues Allzeithoch geklettert und legt im schwachen Markt heute über 1 Prozent zu. Angesichts der mit einem KGV von 10 günstigen Bewertung sollte nach dem Ausbruch auf neue Hochs weiteren mittelfristigen Kurssteigerungen nicht viel im Wege stehen.

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US-Futures tendieren schwächer

An der Wall Street stehen heute einige wichtige Konjunkturnachrichten an. Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die bereits vor Handelsbeginn veröffentlicht, kommen um 16.00 Uhr die Frühindikatoren sowie die Verkäufe bestehender Häuser für August. Von Unternehmensseite wird es erst nach Börsenschluss wirklich interessant. Dann nämlich legt der Sportartikelhersteller Nike seine Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Die Futures notieren vor den anstehenden Wirtschaftsdaten schwächer. Der S&P 500 verliert aktuell 0,6 Prozent, der NASDAQ gibt um 0,4 Prozent nach. Der DAX verzeichnet in Frankfurt derzeit ein Minus von 0,8 Prozent und notiert bei 6.157 Punkten.


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