Heard in New York: Wall Street schließt mit moderaten Verlusten, Adobe-Aktie unter Beschuss

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Die Aussagen der US-Notenbank vom Vorabend belasteten zur Wochenmitte den Handel an der Wall Street. Die Fed hatte den Leitzins wie erwartet in einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent belassen, gleichzeitig aber vor deflationären Tendenzen gewarnt und weitere Anleihekäufe in Aussicht gestellt. Nach freundlichem Beginn rutschten die Indizes schnell in den roten Bereich, konnten sich im weiteren Verlauf jedoch stabilisieren und gingen mit moderaten Einbußen aus dem Handel. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 10.739 Punkten. Der S&P 500 verlor 0,5 Prozent auf 1.134 Zähler, der NASDAQ Composite 0,6 Prozent auf 2.335 Punkte.

Adobe-Aktie bricht ein

Die Aktie von Adobe Systems brach um 19 Prozent ein. Der Softwarekonzern hatte am Vorabend Zahlen vorgelegt und mit seinem Ausblick enttäuscht (siehe „Heard in New York“ von gestern). Der Aktienkurs markierte im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit Mai letzten Jahres.

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Microsoft hebt Dividende an

Enttäuscht waren die Anleger offenbar auch von Microsoft. Die Anhebung der Quartalsdividende um 23 Prozent von bislang 13 auf 16 Cents je Aktie, die der Softwaregigant ankündigte, war den Anlegern angesichts des stagnierenden Aktienkurses offenbar zu wenig. Aktuell notiert der Kurs ungefähr auf dem gleichen Niveau wie vor einem Jahrzehnt. Da ist die Dividendenrendite von nunmehr 2,6% nur ein schwacher Trost. Die Microsoft-Aktie ging mit einem Minus von gut 2 Prozent aus dem Handel.

Plant IBM den nächsten Coup?

Für Bewegung im Techsektor sorgten auch Übernahmespekulationen. Auf dem Parkett munkelt man, IBM könnte die Shopping-Tour der vergangenen Wochen fortsetzen. Diesmal soll der Netzwerkspezialist Brocade Communications das Objekt der Begierde sein. Daneben wird auch der PC-Produzent Dell angesichts seines relativ schwachen Produktportfolios im Netzwerkbereich als möglicher Käufer ins Spiel gebracht. Die Brocade-Aktie sprang angesichts der Spekulation um fast 11 Prozent nach oben. Die IBM-Aktie legte knapp 0,5 Prozent zu.

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Bed Bath & Beyond wächst kräftig

Starke Zahlen legte nach Handelsende Bed Bath & Beyond vor. Der US-Sanitärausrüster steigerte den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um 12 Prozent auf 2,14 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn machte sogar einen Sprung um 34 Prozent auf 181,8 Mio. Dollar bzw. 70 Cents je Aktie. Beide Werte lagen über den Prognosen der Analysten, die einen Gewinn von 64 Cents bei Erlösen von 2,10 Mrd. Dollar erwartet hatten. Die vergleichbaren Umsätze erhöhten sich immerhin um 7,4 Prozent. Die Aktie von Bed Bath & Beyond, die knapp im grünen Bereich aus dem Handel gegangen war, machte daraufhin im nachbörslichen Handel einen Sprung um knapp 5 Prozent.


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