Heard in New York: Wall Street zeigt sich trotz schwacher Konjunkturdaten robust, Technologiesektor nach starken Zahlen im Aufwind

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[ad#Google Adsense L-rechts]Nach einem freundlichen Start in den letzten Handelstag der Woche bekamen die Anleger an der New Yorker Wall Street mit der Veröffentlichung der US-Verbraucherstimmung erst einmal einen Dämpfer. So hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im September überraschend verschlechtert. Der Index der Uni Michigan sank von 68,9 auf 66,6 Punkte, während Volkswirte einen Anstieg auf 70,0 Punkte erwartet hatten. Keine großen Überraschungen brachten die Verbraucherpreise, die mit einem Plus von 0,3 Prozent etwas stärker stiegen als erwartet.

Dank des festen Technologiesektors zeigten sich die US-Indizes dennoch sehr robust. Der Dow Jones schloss mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent bei 10.608 Punkten, der S&P 500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent. Deutlichere Gewinne verbuchte der NASDAQ Composite, der sich um rund 0,6 Prozent verbesserte.

Während der heimische DAX die Handelswoche knapp im Minus beendete, verlief die Woche für die US-Indizes durchaus erfreulich. Der Dow Jones und der S&P 500 legten im Wochenvergleich jeweils um knapp 1,5 Prozent zu, der NASDAQ Composite verbuchte sogar ein Plus von 3,3 Prozent.

Oracle-Aktien springen nach oben

Starke Quartalsergebnisse von Oracle und Research in Motion (siehe „Heard in New York“ von gestern) verhalfen dem Technologiesektor zu Kursgewinnen. Allen voran die Aktie von Oracle, die einen Sprung um über 8 Prozent machte und auf den höchsten Stand seit Februar 2001 kletterte. Damit hat der Aktienkurs des Softwarekonzerns allein seit Anfang September um über 25 Prozent zugelegt. Die Aktie von Research in Motion konnte von den unerwartet guten Quartalsergebnissen dagegen nur zum Auftakt profitieren. Der Kurs des Blackberry-Herstellers legte in der Spitze fast 5 Prozent zu, musste die Gewinne aber nahezu vollständig wieder abgeben und schloss mit einem leichten Plus von 0,5 Prozent.

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Fusion von United Airlines und Continental ist durch

Der Fusion von UAL, der Muttergesellschaft von United Air Lines, und Continental Airlines steht so gut wie nichts mehr im Wege. Die Aktionäre beider Unternehmen haben ihr Okay zu dem Zusammenschluss gegeben. Und die Aufsichtsbehörden hatten bereits zuvor ihre Zustimmung zu der Fusion signalisiert. Bei dem rund 3 Mrd. Dollar schweren Aktientausch erhalten Continental-Aktionäre 1,05 United-Aktien für jeden ihrer Anteilscheine. United-Aktionäre werden rund 55 Prozent, Anteilseigner von Continental 45 Prozent der Anteile am fusionierten Unternehmen halten. Durch die Fusion, die bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen abgeschlossen werden soll, entsteht die weltgrößte Fluggesellschaft mit einem Jahresumsatz von annähernd 30 Mrd. Dollar. Die Aktien von UAL und Continental gaben jeweils um über 1 Prozent nach.

Johnson & Johnson übernimmt Crucell

Das Übernahmekarussell dreht sich weiter. Der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson will den niederländischen Impfstoff-Spezialisten Crucell, an dem der US-Konzern bereits einen Anteil von 17,9 Prozent hält, vollständig übernehmen. Wie zu hören war, sind sich die beiden Unternehmen schon weitgehend einig. Johnson & Johnson bietet 24,75 Euro in bar, was einem satten Aufschlag von 58 Prozent auf den Crucell-Schlusskurs vom Donnerstag entspricht. Der Kaufpreis beläuft sich damit auf rund 1,75 Mrd. Euro. Die Aktie von Johnson & Johnson schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent. Crucell-Aktionäre können sich über einen Aufschlag von 56 Prozent freuen.


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