Von Devisen-Interventionen und Zugfahren …

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Der erste Schritt ist vollbracht. Der Gold-Preis hat ein neues Allzeithoch markiert. Die Feinunze Gold kostete am Dienstagabend zeitweise rund 1.275 Dollar. So viel wie noch nie. Der alte Rekord aus dem Monat Juni lag bei 1.265 Dollar je Unze. Und es wird mittel- bis langfristig weiter bergauf gehen. Das ist sicher. Die Deutsche Bank beispielsweise geht davon aus, dass der Goldpreis im vierten Quartal durchschnittlich bei 1400 Dollar notieren wird. "Risikoaversion und Furcht werden die Oberhand über die Gier behalten", schreiben Ackermanns Jungs aus der Research-Abteilung jüngst. Die DZ Bank wiederum erwartet einen Goldpreis zum Jahresende bei 1.350 Dollar.

Wirtschaftserholung verliert deutlich an Dynamik

Gold ist und bleibt der Renner für langfristige und realistische Anleger. Es ist mehr nur als ein krisensicherer Hafen. Es ist das einfachste Mittel, in den kommenden Monaten eine mehr als solide Rendite zu erwirtschaften. Denn mit Aktien, Fonds oder Zertifikaten ist das meiner Meinung nach nicht mehr so einfach. Vielleicht mit langer Recherche und Stock Picking…

Die letzten Konjunkturnachrichten belegen es: Die Wirtschaftserholung verliert danach deutlich an Dynamik. Das ZEW-Barometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sackte im September auf den niedrigsten Wert seit Februar 2009 ab. In der gesamten Euro-Zone stagnierte zudem im Juli die Industrieproduktion. Damit steigen die Angst und die Unsicherheit vor der Zukunft am Markt. Abschläge werden schon bald die Folge sein.

Japaner sind die ersten, weitere werden folgen

Aber nicht nur die Konjunktur macht den Märkten zu schaffen. Die allgemeine Schuldenlage der Staaten und deren Liquidität bereiten weiterhin Sorgen. Es werden noch vielmehr Interventionen am Devisenmarkt künftig passieren, als es bisher der Fall war. Die jüngste der Bank of Japan, die erste seit sechs Jahren, war nur der Anfang. Mit milliardenschweren Yen-Verkäufen hatte sich Japan gegen den stetig steigenden Kurs der Landeswährung zur Wehr gesetzt.

Die Folge: Der eigentlich aktuell schwache US-Dollar legte zu und schmälert damit kurzfristig die japanische Angst, dass ein starker Yen das exportabhängige Wirtschaftswachstum des Landes abwürgt. Nur: Japan handelt momentan im Alleingang. Mehr als sich Zeit damit zu erkaufen, werden die Japaner nicht erreichen. Die (wirtschaftlichen) Probleme sind damit nicht vom Tisch. Erst Recht nicht in den USA oder bei uns in Europa.

Investieren Sie weiter in Gold

Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne wieder: Gehen Sie in Gold. Es wird schon sehr bald wieder am internationalen Kapitalmarkt mächtig rappeln. Dann sollten Sie positioniert sein. Der charttechnische Ausblick für Gold sieht gut aus. Nach kleinen Rücksetzern sollte das Edelmetall bis 1.354,00 US-Dollar ansteigen, ja sogar bis über die 1.400er Marke klettern können.

Gold wird weiter steigen. Dass dies so passiert, ist sicher. Denn die Argumente sind erschlagend: Ein schwacher Dollar, die besagte Charttechnik und das Momentum. Und deshalb werden immer mehr auf den Gold-Zug versuchen zu springen. Sie fahren hoffentlich schon mit diesem.

Take care,
Ihr Goldfinger


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