Heard in New York: Wall Street beweist trotz schwacher Konjunkturdaten Stärke

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Die Anleger an der New Yorker Wall Street hatten zur Wochenmitte einiges an Wirtschaftsdaten zu verarbeiten. Bereits vor Handelsbeginn wurde der New York Empire State Index veröffentlicht, der mit einem Rückgang auf 4,1 Punkte ebenso die Erwartungen verfehlte wie die Industrieproduktion, die im Juli um 0,2 Prozent zulegte.

Doch die US-Börsen bewiesen erneut Stärke und drehten nach schwachem Start schnell in die Gewinnzone. Die Aufschläge wurden im Handelsverlauf weiter ausgebaut, so dass am Ende ein ordentliches Plus stand. Der Dow Jones gewann 0,4 Prozent auf 10.573 Punkte. Der S&P 500 verbesserte sich ebenfalls um rund 0,4 Prozent, der NASDAQ Composite um 0,5 Prozent.

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Kraft Foods: Süße Perspektiven

Freuen können sich Aktionäre von Kraft Foods. Der weltweit zweitgrößte Nahrungsmittelkonzern präsentierte auf einer Investorenkonferenz in New York nämlich eine sehr überzeugende langfristige Wachstumsprognose. So soll der Gewinn je Aktie langfristig mit Zuwachsraten von 9 bis 11 Prozent pro Jahr wachsen. Beim um Währungseffekte und Akquisitionen bereinigten Umsatz rechnet der Konzern mit einem Wachstum von mindestens 5 Prozent jährlich. Die EBIT-Marge soll dauerhaft bei mindestens 15 Prozent liegen. Für diese süßen Perspektiven ist auch die 20 Mrd. Dollar schwere Übernahme von Cadbury verantwortlich. Außerdem hat Kraft in den vergangenen Jahren sein Markenportfolio kräftig aussortiert. Die Anleger zeigten sich erfreut, die Aktie von Kraft Foods gewann 1,7 Prozent und kletterte auf den höchsten Stand seit Oktober 2008.

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Starker Ausblick von Mastercard

Einen richtig starken Ausblick präsentierte auch Mastercard. Der Kreditkartenanbieter geht beim Gewinn je Aktie für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 20 Prozent auf Basis konstanter Währungen aus. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 12 bis 14 Prozent pro Jahr wachsen. Dabei strebt der Konzern eine operative Gewinnmarge von mindestens 50 Prozent an. Bereits am Vorabend hatte MasterCard ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Demnach sollen eigene Aktien im Gesamtwert von bis zu 1 Mrd. Dollar zurückgekauft werden. Die Anleger quittierten diese Nachrichten mit deutlichen Aufschlägen. Die Mastercard-Aktie schloss mit einem Plus von gut 5 Prozent.

Novell stellt sich zum Verkauf

Einen Sprung um fast 6 Prozent machte die Aktie von Novell. Laut einem Bericht der „New York Post“ plant der Softwarekonzern die Aufspaltung des Unternehmens und den anschließenden Verkauf. Demnach soll das Unternehmen in zwei Teile aufgespalten werden. Der Linux-Bereich soll an einen strategischen Investor veräußert werden, den Großteil dessen, was dann noch übrigbleibt, will offenbar eine Private-Equity-Gesellschaft kaufen. Wer sich engagieren will, blieb ebenso unbeantwortet wie der Preis. Er soll für die Summe der Unternehmensteile aber auf jeden Fall bei mehr als 5,75 Dollar je Aktie liegen. Im März hatte Elliott Associates nämlich 5,75 Dollar je Aktie für das gesamte Unternehmen geboten, Novell hatte die Offerte jedoch abgelehnt.


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