Before the Bell: ZEW-Index verunsichert Anleger, DAX hält sich auf Vortagesniveau, US-Futures geben nach

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[ad#Google Adsense L-rechts]Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich nach dem festen Wochenauftakt heute wieder verunsichert. Im Fokus steht dabei v.a. die Sorge um die Konjunkturentwicklung. Dabei sorgte speziell der ZEW-Index für große Verunsicherung. Der DAX könnte sich aber nach einem deutlich Einbruch wieder erholen und so notiert der deutsche Leitindex nun noch leicht unter dem Vortagesniveau. Unter den Einzelwerten belasten vor allem die Versorger als Indexschwergewicht die Stimmung. Hier herrscht auch eine Woche nach dem Atomkompromiß weitere Verunsicherung über die Zukunft der Kernenergie vor. In der Folge gab es auch einige negative Analystenkommentare.

ZEW-Index geht stark zurück

Schlechte Nachrichten gab es heute überraschenderweise in Form der ZEW-Konjunkturerwartungen. Der entsprechende Index ist im September 2010 um 18,3 Punkte auf -4,3 Punkten gefallen, nach 14,0 Punkten im Vormonat. Mit diesem Wert befinden sie sich unter ihrem historischen Mittelwert von 27,2 Punkten. Dagegen fällt die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland im September wieder deutlich besser aus als im Vormonat. Der entsprechende Indikator steigt um 15,6 Punkte auf 59,9 Punkte.
In der Erläuterung des ZEW heißt es, dass nach den starken Wachstumsraten im zweiten Quartal die Industrieproduktion im Monat Juli in Deutschland stagniert. Weiter würden im Vormonatsvergleich gesunkene Auftragseingänge nahe legen, dass dies nicht nur eine vorübergehende Delle, sondern Vorbote einer sich abflachenden Wirtschaftsdynamik sein könnte. Auch die vom ZEW befragten Finanzmarktexperten gehen nun offenbar nicht davon aus, dass es im nächsten halben Jahr zu einer weiteren Verbesserung der Kapazitätsauslastung in Deutschland kommen wird. Als Grund dafür gibt das ZEW an, dass in vielen Ländern die Konjunkturprogramme auslaufen und sich die Wirtschaft in vielen Industrieländern noch nicht von der Krise hat erholen können, was wiederum die exportorientierten Branchen belastet. ZEW-Präsident Wolfgang Franz erklärt dazu: „Die Finanzmarktanalysten gewichten bei ihren Erwartungen Risiken stärker als bisher. Zum einen betrifft dies die Abkühlung der US-Konjunktur, zum anderen die nach wie vor ungelösten Probleme im Euroraum, wie sie beispielsweise durch die hohen Zinsspreads für griechische Staatsanleihen zum Ausdruck kommen. Die Gefahr eines erneuten Konjunktureinbruchs ist für Deutschland allerdings nach wie vor gering.“

HB Fulller verfehlt Erwartungen

Das Spezialchemiegeschäft läuft in den USA durchwachsen. Der US-Konzern HB Fuller konnte im dritten Fiskalquartal zwar seinen Umsatz um 7,4 Prozent auf 338,6 Mio. Dollar steigern, musste aber dennoch einen Gewinnrückgang von 35,4 Mio. Dollar bzw. 72 Cents je Aktie auf 19,0 Mio. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie hinnehmen. Als Grund für diese Entwicklung nannte HB Fuller höhere Rohstoffpreise und rückläufige Margen. Da die Erwartungen klar verfehlt wurden dürfte die Aktie heute deutlich nachgeben. Gestern schloss der Titel bei 21,00 Dollar.

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US-Futures geben nach

Die Wall Street dürfte angesichts des starken Vortages und der schwachen Vorgaben aus Asien und Europa ebenfalls schwächer tendieren. Im Fokus stehen dabei u.a. die Daten zum Einzelhandelsumsatz (August) sowie die Lagerbestände (Juli). Bei den Quartalszahlen richtet sich der Blick auf die Handelstitel Best Buy und Kroger. Die US-Futures notieren derweil leicht im Minus. Der S&P 500 verliert 0,2 Prozent. Der NASDAQ gibt 0,3 Prozent nach. In Frankfurt notiert der DAX bei 6.250 Punkten (-0,2 Prozent).


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