Heard in New York: Wall Street beschließt die Woche mit weiteren Gewinnen, Dow klettert über die 200-Tage-Linie

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Auch zum Wochenausklang herrschte an der New Yorker Wall Street gute Stimmung. Nach einem etwas schwächeren Start setzten sich die Bullen durch und die US-Indizes gingen nach relativ ruhigem Handel nicht weit unter ihren Tageshochs aus dem Handel. Der Dow Jones gewann 0,5 Prozent auf 10.463 Punkte und schloss damit erstmals seit dem 10. August – wenn auch nur wenige Pünktchen – über seiner 200-Tage-Linie. Der S&P 500 verbesserte sich ebenfalls um 0,5 Prozent. Beim NASDAQ Composite reichte es nur zu einem Plus von 0,3 Prozent.

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Lagerbestände im Großhandel steigen

Von Konjunkturseite war es ein äußerst ruhiger Wochenausklang. Lediglich die Juli-Zahlen aus dem Großhandel wurden veröffentlicht. Die Tatsache, dass die Lagerbestände mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat stärker stiegen als erwartet, konnte die freundliche Stimmung unter den Anlegern nicht trüben. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 0,4 Prozent prognostiziert. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsätze im Großhandel um 0,6 Prozent, nachdem im Juni noch ein Minus von 0,5 Prozent ausgewiesen worden war.

Steigender Ölpreis treibt die Aktienkurse an

Die letztendlich doch ganz ordentlichen Zugewinne sind auch dem Ölpreis zu verdanken, der um rund 3 Prozent anzog und damit auch für gute Stimmung am Aktienmarkt sorgte. Wie schon im August hat die Internationale Energie-Agentur ihre Prognose für die Ölnachfrageentwicklung – wenn auch nur leicht – erneut nach oben korrigiert. Die IEA rechnet nun mit einer um 50.000 Barrel höheren Nachfrage pro Tag. Mit 86,6 Millionen Barrel täglich soll die Ölnachfrage somit gut 2 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Für das kommende Jahr 2011 wurde die Prognose mit 87,9 Millionen Barrel pro Tag bestätigt.

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Chip-Aktien unter Druck

Wenig beliebt bei den Anlegern waren vor dem Wochenende Aktien aus dem Chipsektor. Die Aktie von National Semiconductor rutschte nach der Zahlenbekanntgabe und einem enttäuschenden Ausblick (siehe „Heard in New York“ von gestern) um mehr als 6 Prozent ab.

Dagegen konnte die Aktie von Texas Instruments ihre zwischenzeitlichen Verluste von mehr als 2 Prozent im Verlauf größtenteils wieder aufholen und schloss mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent. Der Chiphersteller hat seine Prognose für das laufende dritte Quartal konkretisiert und rechnet nun mit Erlösen von 3,62 bis 3,78 Mrd. Dollar (bisher: 3,55 bis 3,85 Mrd.) und einem Gewinn je Aktie zwischen 66 und 72 Cents (bisher: 64 bis 74 Cents). Analysten prognostizieren derzeit ein Ergebnis von 69 Cents je Aktie bei Umsätzen von 3,69 Mrd. Dollar.

Philip Morris hebt Dividende an

Gefragt waren dagegen Aktien von Philip Morris International. In dem Tabakunternehmen sind die internationalen Aktivitäten von Philip Morris gebündelt, während das schwierige US-Tabakgeschäft bei Altria verblieben ist. Dass die Geschäfte laufen, haben bereits die Zahlen zum zweiten Quartal gezeigt. Nun hat das Unternehmen eine Dividendenerhöhung angekündigt. Die Quartalsdividende wird von bislang 58 Cents je Aktie um 10 Prozent auf 64 Cents je Aktie angehoben. Dadurch steigt die jährliche Ausschüttung auf 2,56 Dollar je Aktie. Die Dividendenrendite beläuft sich damit auf stattliche 4,7 Prozent.


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