Heard in New York: Verschnaufpause an der Wall Street, neue Impulse fehlen

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Nach dem verlängerten Wochenende mit dem Feiertag am Montag starteten die US-Börsen mit Verlusten in die neue Handelswoche. Die Sorgen um den möglicherweise höheren Kapitalbedarf europäischer Banken drückte auch in New York auf die Stimmung der Anleger. Entscheidende Impulse gab es weder von Konjunktur- noch von Unternehmensseite. Die US-Indizes schlossen nach vier Handelstagen hintereinander mit Gewinnen mit klaren Einbußen in der Nähe ihrer Tagestiefs. Der Dow Jones verlor 1,0 Prozent auf 10.341 Punkte. Der S&P 500 gab um 1,2 Prozent und der NASDAQ Composite um 1,1 Prozent nach.

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HP verklagt ehemaligen CEO Hurd

Eine spannende Geschichte bahnt sich erneut im Hightechsektor an. Und wieder ist Hewlett-Packard mit im Spiel. Am Vorabend hatte Oracle angekündigt, man habe Mark Hurd, den ehemaligen CEO von HP, als President ins Board of Directors berufen. Bei HP hatte Hurd seinen Posten aufgrund von Vorwürfen wegen sexueller Belästigung abgeben müssen.

Nun wurde bekannt, dass Hewlett-Packard eine Klage gegen den Ex-Chef eingereicht hat. Darin wird Hurd vorgeworfen, er habe gegen eine Vertraulichkeitsvereinbarung verstoßen. Offenbar fürchtet der PC-Hersteller, Hurd könne Firmengeheimnisse an den Konkurrenten weitergeben. Laut dem „Wall Street Journal“ soll Hurd eine Geheimhaltungserklärung unterschrieben haben, als er das Unternehmen vor rund einem Monat verlassen musste. Diese soll zwei Jahre gelten. Was bei dieser Geschichte herauskommt, ist offen. Für die Börsianer war die Sache jedoch eindeutig. Während die Hewlett-Packard-Aktie knapp 2 Prozent verlor, machten Papiere von Oracle einen Sprung um rund 6 Prozent.

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Casey’s springt um 10 Prozent nach oben

Die Aktie von Casey’s General Stores machte sogar einen Sprung um 10 Prozent. Inc. Die Supermarktkette hat im ersten Geschäftsquartal die Analystenerwartungen punktgenau getroffen. Während der Umsatz um 14 Prozent auf 1,36 Mrd. Dollar zulegte, ging der Nettogewinn um knapp 16 Prozent auf 37,3 Mio. Dollar bzw. 73 Cents je Aktie zurück. Um Einmaleffekte bereinigt verdiente das Unternehmen 81 Cents je Aktie. Erfreulich für die Aktionäre: Die Quartalsdividende wird um 35 Prozent auf 13,5 Cents je Aktie angehoben. Für die Kursavancen war vor allem die Tatsache verantwortlich, dass das Unternehmen ein Übernahmeangebot von Alimentation Couche-Tard abgelehnt hat. Das kanadische Unternehmen hatte 38,50 Dollar je Aktie geboten. Das Management von Casey’s sieht diesen Preis als zu niedrig an.

Air Products bessert nach

Und noch eine Meldung von der Übernahmefront. Der Industriegasehersteller Air Products & Chemicals hat sein Angebot für den Konkurrenten Airgas von bisher 63,50 Dollar auf nun 65,50 Dollar je Aktie erhöht. Airgas will das verbesserte Übernahmeangebot prüfen. Allerdings hatte die Aktie von Airgas bereits am Freitag bei 66,67 Dollar – klar über dem nachgebesserten Angebot – geschlossen und gab heute mehr als 1 Prozent nach. Gut möglich, dass Air Products nochmal nachlegen muss.


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