Before the Bell: DAX gibt nach, Warten auf die Wall Street

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Angesichts fehlender Impulse aus den USA, wo die Börsen am Montag wegen „Labor Day“ geschlossen blieben, präsentiert sich der deutsche Aktienmarkt weiter orientierungslos. Denn auch hierzulande sind marktbewegende Nachrichten Mangelware. Nach leichten Gewinnen zum Wochenauftakt geht es heute etwas deutlicher bergab. Der DAX pendelt derzeit um die Marke von 6.100 Punkten. Bleibt zu hoffen, dass die US-Börsen, wenn Sie heute Nachmittag in den Handel eingreifen, dem DAX wieder zu neuem Schwung verhelfen können.

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Industrieaufträge gehen zurück

Für eine kleine Enttäuschung sorgten die Auftragseingänge in der deutschen Industrie, die am Mittag veröffentlicht wurden. Das deutsche „Sommermärchen“ hat zumindest einen kleinen Dämpfer erhalten. Die Auftragseingänge in der Industrie gingen im Juli gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 2,2 Prozent zurück. Nach dem Schub im Vormonat ging insbesondere die Zahl der Großaufträge zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich dagegen ein stattliches Auftragsplus von 17,7 Prozent.

HWWI hebt Wachstumsprognose an

Ausgesprochen zuversichtlich für die deutsche Wirtschaft zeigt sich das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Die Wirtschaftsforscher hoben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich an und rechnen nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,4 Prozent. Bislang hatten sie nur ein Wachstum von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt. Auch für 2011 wurde die Prognose angehoben. Das HWWI erwartet nun ein Wachstum von 2,5 Prozent statt bislang 1,6 Prozent.

Basel III belastet Bankwerte

Unter Druck stehen Bankwerte, die von der in Basel diskutierten Reform der Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III) belastet werden. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hatte am Vortag angekündigten, dass die zehn größten deutschen Banken einen zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 105 Mrd. Euro hätten, falls die Institute künftig gezwungen wären, 10 Prozent Eigenkapital vorzuhalten. Die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank geben daraufhin jeweils rund 2 Prozent nach und zählen damit zu den größten Verlierern im DAX.

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Infineon plant keine Sonderausschüttung

Am Ende der Kursliste steht jedoch die Infineon-Aktie, die mehr als 3 Prozent abgibt. Die Börsianer reagieren enttäuscht auf die Ankündigung des Chipkonzerns, man plane nach dem Verkauf der Handychipsparte an Intel weder eine Sonderausschüttung noch einen Aktienrückkauf. Stattdessen will der Konzern seine Nettoliquidität erhöhen, um in konjunkturell schwierigen Zeiten investieren zu können.

US-Futures tendieren schwächer

Heute beginnt auch für die US-Anleger die neue Handelswoche. Wichtige Konjunkturnachrichten stehen heute allerdings nicht an. Und auch Quartalsergebnisse kommen nur von Firmen aus der zweiten oder dritten Reihe. Beispielsweise von Casey’s General Store oder Phillips-van Heusen. Interessant wird sein, wie die US-Anleger auf das von Präsident Obama angekündigte Konjunkturprogramm reagieren. 50 Mrd. Dollar sollen in die marode amerikanische Infrastruktur gesteckt werden. Derzeit notieren die Futures jedenfalls deutlich schwächer. Der S&P 500 verliert aktuell 0,7 Prozent, der NASDAQ gibt um 0,5 Prozent nach. Der DAX verzeichnet in Frankfurt derzeit ein Minus von 0,7 Prozent und notiert bei 6.114 Punkten.


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