Heard in New York: US-Börsen weiter im Aufwind, Arbeitsmarktdaten nicht so schlecht wie befürchtet

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Die zur Wochenmitte begonnene Kurserholung setzte sich an der Wall Street auch zum Wochenschluss fort. Auslöser waren diesmal die Arbeitsmarktdaten, die besser als erwartet – oder nicht so schlecht wie befürchtet – ausfielen. Am Ende schloss der Dow Jones mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent bei 10.448 Punkten. Der S&P 500 verbesserte sich um 1,3 Prozent und der NASDAQ Composite sogar um 1,5 Prozent.

Arbeitsmarktdaten überraschen positiv

Für gute Stimmung sorgten die Arbeitsmarktdaten, die bereits vor Handelsbeginn veröffentlicht wurden. Zwar ging die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im August gegenüber dem Vormonat um 54.000 Personen zurück. Volkswirte hatten jedoch einen noch deutlicheren Stellenabbau um 120.000 Beschäftigte erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent und traf damit genau die Erwartungen. Die Lage am US-Arbeitsmarkt bleibt alles andere als rosig, daran hat sich nichts geändert. Die Anleger waren dennoch dankbar für eine positive Überraschung.

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ISM-Service-Index unter den Erwartungen

Für einen zwischenzeitlichen Rücksetzer im Handelsverlauf sorgte der ISM-Service-Index, der unter den Erwartungen lag. Entscheidend trüben konnte dies die Stimmung jedoch nicht. Im August haben sich die Geschäftsaktivitäten im Dienstleistungssektors schwächer entwickelt. Der ISM-Service-Index ging deutlicher als erwartet von 54,3 auf 51,5 Punkte zurück. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 53,0 Zählern prognostiziert.

Campbell Soup enttäuscht beim Umsatz

Von Unternehmensseite gab es zum Wochenschluss nur wenige Nachrichten. Quartalszahlen präsentierte Campbell Soup. Der Nahrungsmittelkonzern musste im vierten Geschäftsquartal einen leichten Umsatzrückgang auf 1,52 Mrd. Dollar hinnehmen und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten, die Erlöse von 1,60 Mrd. Dollar erwartet hatten. Da half es auch nichts, dass der Nettogewinn aufgrund von Kostensenkungen um 64 Prozent auf 113 Mio. Dollar bzw. 33 Cents je Aktie nach oben sprang, während Analysten nur ein Ergebnis von 30 Cents erwartet hatten. Die Aktie von Campbell Soup ging mit einem Minus von 3 Prozent aus dem Handel.

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Goldmänner machen den Eigenhandel dicht

Neues gibt es von Goldman Sachs. Die US-Investmentbank macht offenbar ihren Eigenhandel dicht. Zumindest berichtet das die Nachrichtenagentur Bloomberg. So soll der Geschäftsbereich, in dem zwischen 65 und 70 Mitarbeiter beschäftigt geschlossen werden, um den Anforderungen der jüngsten Finanzmarktreform bezüglich der Risiken gerecht zu werden. Der Schritt war bereits erwartet worden, nachdem JP Morgan Chase ebenfalls angekündigt hatte, den Eigenhandel zu schließen. Die Börse reagierte positiv, die Aktie von Goldman Sachs schloss mit einem Aufschlag von mehr als 5 Prozent.

Take-Two springt nach oben

Mehr als 7 Prozent legte die Aktie von Take-Two Interactive zu. Der Computerspiele-Produzent erzielte im dritten Quartal wieder einen Nettogewinn von 5,9 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 56,5 Mio. Dollar bzw. 73 Cents je Aktie. Damit wurden die Erwartungen klar übertroffen, Analysten hatten einen Verlust von 9 Cents je Aktie erwartet. Auch der Umsatz lag mit 354 Mio. Dollar klar über den Erwartungen der Analysten, die nur Erlöse von 294,7 Mio. Dollar prognostiziert hatten. Zudem konnte die Prognose überzeugen: Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Take-Two einen Umsatz von 1,05 bis 1,1 Mrd. Dollar und einen Gewinn je Aktie zwischen 60 und 70 Cents. Analysten prognostizieren derzeit einen Verlust von 12 Cents je Aktie.


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