Heard in New York: US-Börsen in Partylaune, ISM-Index hebt die Stimmung

0

Unerwartet positive Konjunkturdaten sorgten zur Wochenmitte für Kauflaune unter den amerikanischen Anlegern. Nach guten Wirtschaftszahlen aus China starteten die Börsen schon deutlich fester. Ein überraschend gestiegener ISM-Index sorgte dafür, dass die Indizes ihre anfänglichen sogar noch deutlich ausbauen konnten. Am Ende schloss der Dow Jones mit einem satten Plus von 2,5 Prozent bei 10.269 Punkten. Der S&P 500 und der NASDAQ Composite verbuchten sogar Zugewinne von jeweils rund 3,0 Prozent.

[ad#Google Adsense L-rechts]

Arbeitsmarkt schwächelt weiterhin

Eine ganze Reihe von Konjunkturdaten stand heute an. Und da waren durchaus auch wieder schwache dabei. Wie beispielsweise die vor Handelsbeginn veröffentlichten ADP-Arbeitsmarktdaten. Die Zahl der Jobs im Privatsektor verringerte sich im August unerwartet um 10.000, während Volkswirte mit einem Beschäftigungsaufbau von 19.000 Stellen gerechnet hatten. Und auch die Bauausgaben verfehlten – wenn auch nur knapp – die Erwartungen. Diese gingen im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent zurück. Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 0,7 Prozent prognostiziert.

ISM-Index überschattet alles

Doch die eher enttäuschenden Zahlen wurden heute schlichtweg ignoriert. Überschattet vom ISM-Einkaufsmanagerindex. Der viel beachtete Index stieg von 55,5 auf 56,3 Punkt, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 53,0 Zähler erwartet hatten. Damit liegt der ISM-Index weiter über der Schwelle von 50 Punkten. Werte über dieser Marke signalisieren eine expandierende Wirtschaft. Endlich mal wieder eine positive Überraschung, die ihre Wirkung am Aktienmarkt nicht verfehlte.

Apple präsentiert neue iPods

Neues von Apple. Auf der mit Spannung erwarteten Präsentation in San Francisco stellte Steve Jobs einige Neuerungen. Wenngleich die ganz großen Überraschungen nicht dabei waren, konnte der Technologiekonzern wieder überzeugen. Wie erwartet präsentierte Apple die neuen iPods. Der iPod Touch wird – wie das iPhone 4 – künftig über zwei Kameras und ein hochauflösendes Display verfügen. Der Shuffle soll noch kleiner sein und über eine 15-stündige Akku-Laufzeit verfügen. Und der iPod Nano erhält erstmals ein berührungsempfindliches Multitouch-Display.

[ad#Google Adsense M-links]

Darüber hinaus stellte Steve Jobs noch einige andere Neuerungen vor. Das neue Betriebssystem iOS 4.1 steht in der kommenden Woche an, die Version 4.2 folgt im November. Das neue iTunes 10 steht ab sofort zur Verfügung. In die neue Version ist jetzt „Ping“ integriert, ein soziales Netzwerk, über das Nutzer sich miteinander austauschen können. Und bei der Settop-Box Apple TV arbeitet der Konzern künftig mit dem Online-DVD-Verleiher Netflix zusammen. Den Anlegern scheinen die Ankündigungen gefallen zu haben. Denn die Apple-Aktie ging mit einem Aufschlag von rund 3 Prozent aus dem Handel. Die Netflix-Aktie verbesserte sich sogar um mehr als 7 Prozent.

Amazon will ins Fernsehgeschäft einsteigen

Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Ankündigungen von Amazon.com. Der Online-Händler will offenbar künftig auch im Fernsehgeschäft mitmischen und dabei gerade Unternehmen wie Netflix Konkurrenz machen. Einem Bericht zufolge arbeitet das Unternehmen an einem kostenpflichtigen Angebot für Filme und TV-Inhalte, die gegen Bezahlung über das Internet empfangen werden können. Die Anleger honorierten das Vorhaben. Die Amazon-Aktie gewann gut 6 Prozent.

Autokonzerne melden US-Absatzzahlen

Im Blickpunkt standen auch Autowerte nach den US-Absatzzahlen für August. Die fielen erwartungsgemäß schwach aus. Denn im Vorjahr hatte das US-Pendant zur Abwrackprämie, „Cash for Clunkers“ für einen kräftigen Absatzschub gesorgt. Dementsprechend waren deutliche Einbußen erwartet worden. Die gab es insbesondere bei Toyota. Der japanische Konzern, der wie kaum ein anderer von den Staatshilfen profitiert hatte, verzeichnete einen Einbruch um 34 Prozent. GM kam mit einem Minus von 25 Prozent nicht viel besser weg, Ford hielt sich mit einem Rückgang um 11 Prozent noch recht ordentlich. Gut schlugen sich vor allem die deutschen Konzerne. VW verzeichnete ein Minus von knapp 8 Prozent, BMW sogar nur von knapp 2 Prozent. Daimler konnte den Absatz um 7 Prozent steigern, Porsche sogar um 33 Prozent.


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here