Heard in New York: US-Börsen drehen trotz schwacher Konjunkturdaten in die Gewinnzone

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Nach vier Verlusttagen hintereinander ging die Wall Street zur Wochenmitte erstmals wieder mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Danach sah es zunächst aber nicht aus. Nach abermals sehr schwachen Konjunkturdaten starteten die US-Indizes erneut mit deutlichen Verlusten in den Handel, konnten diese im Verlauf aber aufholen und in den grünen Bereich vordringen. Der Dow Jones, der zwischenzeitlich klar unter die 10.000er-Marke gefallen war, schloss letztlich mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 10.060 Punkten. Der NASDAQ Composite gewann sogar 0,8 Prozent auf 2.142 Zähler.

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Enttäuschende Konjunkturdaten

Bereits vor Handelsbeginn gab es den nächsten Dämpfer. Der Auftragseingang langlebiger Güter lag im Juli nur um 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte einen deutlichen Anstieg um 3,0 Prozent erwartet hatten. Ohne den schwankungsanfälligen Transportsektor gingen die Auftragseingänge sogar um 3,8 Prozent zurück. Erwartet worden war hier ein Anstieg um 0,5 Prozent.

Damit aber nicht genug: Wie schon am Vortag kamen auch zur Wochenmitte einmal mehr enttäuschende Daten vom amerikanischen Häusermarkt. So gingen die Verkäufe neuer Häuser im Juli um gut 12 Prozent auf 276.000 zurück, während Volkswirte im Vorfeld einen Wert von 330.000 prognostiziert hatten.

Schnäppchenjäger unterwegs

Die amerikanischen Anleger scheinen sich allmählich an die schwachen Wirtschaftsdaten zu gewöhnen. Offenbar nutzte der eine oder andere die erneut schwächeren Kurse zu Schnäppchenkäufen. Die Tatsache, dass die US-Börsen es nach diesen Zahlen noch in die Gewinnzone geschafft haben, ist zumindest ein positives Zeichen. Möglicherweise der Auftakt zu einer allmählich fälligen technischen Gegenbewegung? Lassen wir uns überraschen. Die kurzfristige Charttechnik bleibt jedenfalls sehr angespannt.

Apple sorgt wieder für Spannung

Heute in einer Woche ist es wieder soweit: Apple lädt zum „Special Event“. Für die Veranstaltung am Mittwoch, dem 1. September 2010, in San Francisco verschickte der Konzern heute Einladungen an ausgewählte Medienvertreter. Details darüber, um welche Produkte es bei dem Event geht, ließ Apple aber wie gewohnt vermissen. Revolutionäre neue Produkte sind zwar nicht zu erwarten. Für das bevorstehende Special Event wird aber auf ein Update des Musikplayers iPod spekuliert. Darüber hinaus werden Neuerungen zum Download-Service iTunes und zu Apple TV erwartet. Die Apple-Aktie schloss mit einem Plus von gut 1 Prozent.

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Toll Brothers schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Baukonzern Toll Brothers hat dank geringerer Abschreibungen und einem steuerlichen Einmalertrag im dritten Quartal nach einem Vorjahresverlust wieder einen Gewinn erzielt. Der Spezialist für Luxushäuser erwirtschaftete einen Nettogewinn von 27,3 Mio. Dollar bzw. 16 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 472,3 Mio. Dollar bzw. 2,93 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich von 461,4 Mio. Dollar auf 454,2 Mio. Dollar. Damit übertraf Toll Brothers klar die Schätzungen der Analysten, die im Vorfeld von einem Verlust von 14 Cents je Aktie und einem Umsatz von 395,3 Mio. Dollar ausgegangen waren. Die Aktie von Toll Brothers gewann daraufhin fast 6 Prozent.

Somaxon schließt Vertriebsabkommen mit Procter & Gamble

Einen Sprung um 28 Prozent machte die Aktie von Somaxon Pharmaceuticals. Zeitweise gewann der Wert sogar mehr als 60 Prozent. Der Grund für die Kursexplosion war ein Vertriebsabkommen mit dem Konsumgüterkonzern Procter & Gamble zur Vermarktung des Medikaments Sileno, ein Mittel gegen Schlaflosigkeit. Das Medikament soll zunächst in den USA vermarktet werden. Procter & Gamble wird im Zuge der Vereinbarung entsprechend festgelegte Zahlungen für den Vertrieb leisten.


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