Before the Bell: Deutsche Wirtschaft im Sommerhoch, DAX bleibt im Sommerloch

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[ad#Google Adsense L-rechts]Negative Vorgaben aus den USA, wo die Aktienkurse nach schwachen Zahlen vom Häusermarkt am Vortag weiter abrutschten, belasten zur Wochenmitte auch am deutschen Börsenparkett den Handel. Ein unerwartet guter Ifo-Index sorgte zwar dafür, dass der DAX zeitweise in die Gewinnzone drehte. Inzwischen liegt der deutsche Leitindex aber wieder im roten Bereich. Die Rückkehr über die 200-Tage-Linie, die am Dienstag knapp unterschritten wurde, ist zumindest vorerst misslungen.

Ifo-Index über den Erwartungen

„Die deutsche Wirtschaft ist im stabilen Sommerhoch.“ So kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn den aktuellen Ifo-Geschäftsklimaindex. Der nämlich ist im August von 106,2 auf 106,7 Punkte ein weiteres Mal gestiegen, während Analysten im Vorfeld einen Rückgang auf 105,7 Zähler erwartet hatten. Damit liegt der Ifo-Index auf dem höchsten Stand seit Juni 2007.

Der Unterindex für die Geschäftserwartungen sank zwar leicht von 105,6 auf 105,2 Punkte. Ihre aktuelle Lage schätzen die rund 7.000 befragten Unternehmen jedoch erneut besser ein. Die Lagekomponente kletterte vergleichsweise deutlich von 106,8 auf nunmehr 108,2 Zähler.

[ad#Google Adsense M-links]Der ausgesprochen stabile Frühindikator gibt durchaus Hoffnung, dass sich die Konjunkturerholung fortsetzt. Die meisten Volkswirte gehen bislang davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung im zweiten Halbjahr deutlich abkühlen wird. Dagegen halten einige Experten für das laufende Jahr sogar ein Wirtschaftswachstum von bis zu 4,5 Prozent für denkbar. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass das deutsche BIP um rund 3 Prozent wachsen wird. So oder so dürfte klar sein: Die deutsche Wirtschaft wird ein mehr als ordentliches Jahr hinlegen.

S&P senkt den Daumen für Irland

Relativ unbeeindruckt reagieren die Anleger auf die Nachricht, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s ihre Bonität für Irland gesenkt hat. Das Langfristrating wurde von AA auf AA- gesenkt. Dieser Schritt kommt angesichts der angespannten Stimmung an den Märkten zwar nicht gerade zu einem „geschickten“ Zeitpunkt. Offenbar hatten die Märkte damit aber schon gerechnet. Moody’s hatte bereits vor einem Monat seine Einschätzung für Irland gesenkt. Hintergrund laut S&P: Die Sanierung des maroden Bankensystems kommt die grüne Insel wohl teurer zu stehen als erwartet. S&P geht davon aus, dass Irland sein Bankensystem voraussichtlich mit 90 Mrd. Euro anstatt wie bislang erwartet mit 80 Mrd. Euro stützen muss.

Bayer-Aktie im Aufwind

Die Bayer-Aktie legt gegen den etwas schwächeren Markt um knapp 2 Prozent zu und setzt sich damit an die Spitze des DAX. Für gute Stimmung sorgt die Tatsache, dass eine Präsentation zu dem neuen Thrombose-Mittel Xarelto für den einflussreichen Medizin-Kongress der American Heart Association (AHA) im November zugelassen wurde. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern schon bald positive Studienergebnisse vorlegen wird und dass Xarelto für die US-Zulassung empfohlen wird.

BHP Billiton meldet Milliardengewinn

Der britisch-australische Bergbaukonzern BHP Billiton legte heute Zahlen vor. Im ersten Halbjahr profitierte das Unternehmen, das jüngst durch sein Übernahmeangebot für den Düngemittelkonzern Potash Schlagzeilen gemacht hat, von höheren Preisen für Kupfer, Nickel, Aluminium und Eisenerz. Der Gewinn vor Sonderposten belief sich auf 6,77 Mrd. Dollar – 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurden die Erwartungen zwar knapp verfehlt. Die Zahlen untermauern aber die Schlagkraft des Unternehmens im Poker um Potash. Analysten rechnen damit, dass BHP das Angebot für die Kanadier um rund 25 Prozent auf circa 162 Dollar je Aktie aufstocken könnten. Die Aktie von BHP Billiton gibt im laufenden Handel um knapp 1 Prozent nach.

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US-Futures tendieren erneut schwächer

Am heutigen Nachmittag geht der Blick der Anleger wieder in die USA. Dort stehen bereits vor Börsenbeginn um 14.30 Uhr die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für Juli an. Und nachdem die Verkäufe bestehender Häuser gestern unerwartet deutlich gefallen sind, folgen heute um 16.00 Uhr die Verkäufe neuer Häuser im Juli. Im Vorfeld der Zahlen präsentieren sich die US-Futures erneut schwächer. Der S&P 500 verliert derzeit 0,2 Prozent, der NASDAQ gibt um 0,4 Prozent nach. Der DAX verzeichnet in Frankfurt derzeit ein Minus von 0,4 Prozent und notiert bei 5.913 Punkten.


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