Heard in New York: Sorge um US-Konjunktur belastet Wall Street, Intel überrascht mit McAfee-Übernahme, Dell und HP mit Zahlen

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Die Sorge um die US-Konjunktur ist seit der letzten Fed-Sitzug und der erneuten Lockerung der Geldpolitik so präsent wie lange nicht mehr. Heute bekam die Angst vor einer Double-Dip-Rezession erneut Futter. Zunächst enttäuschten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem unerwarteten Anstieg. Anschließend stiegen die US-Frühindikatoren (Juli) des Conference Board nicht wie erwartet und der Philly-Fed-Index sank überraschend von 5,1 Punkten im Juli auf nun -7,7 Punkte. Alles in allem Daten, die vielleicht in anderen Zeiten nicht so ernst aufgenommen worden wären. Heute jedoch sorgten sie weltweit für sinkende Kurse. Am Ende verlor der Dow Jones 1,4 Prozent auf 10.271 Punkte. Daneben gaben S&P 500 und NASDAQ Composite fast 1,7 Prozent nach.

Intel überrascht mit McAfee-Übernahme

Intel kündigte heute überraschenderweise die Übernahme des Antiviren-Software-Herstellers McAfee für 48 Dollar je Aktie in bar an. Insgesamt ist die Rede von knapp 7,7 Mrd. Dollar. Dabei spricht Nils Baer vom Basic Thinking Blog vollkommen zurecht von einem Paukenschlag. Denn der größte Chip-Hersteller der Welt wagt sich so auf ganz fremdes Terrain. Wenngleich eine Koppelung von Hardware und Software im Sicherheitsbereich sicher nicht verkehrt ist. Die Anleger-Schar zeigte sich jedenfalls wenig erfreut. Intel-Aktien fielen heute um 3,5 Prozent auf 18,90 Dollar. Ganz anders bei McAfee. Hier sprang der Kurs um 57 Prozent auf 47,01 Dollar. Fast schon ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Aktionäre von McAfee, weshalb deren Zustimmung fast als sicher gelten kann.

GameStop: Kurssturz nach Zahlen

Eine Kurssturz mussten dagegen heute Aktien von GameStop (ISIN US36467W1099/ WKN A0HGDX) hinnehmen. Der Betreiber von Videospiel-Shops hatte enttäuschende Quartalszahlen veröffentlicht. Dabei waren der Umsatz um 3,4 Prozent auf 1,80 Mrd. Dollar und der Nettogewinn um 4,2 Prozent auf 40,3 Mio. Dollar oder 26 Cents je Aktie gestiegen. Dennoch wurden die Erwartungen verfehlt. Am Ende schloss die Aktie bei 19,06 Dollar über 8 Prozent schwächer. Angesichts des Chartbildes könnten aber spekulative Anleger das nun sehr niedrige Kursniveau für den Einstieg nutzen. Schließlich sieht das Unternehmen so schlecht nicht aus. Derzeit gehen Analysten von einem Gesamtjahresumsatz von 9,56 Mrd. Dollar und einem EPS von 2,63 Dollar aus.

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Dell schlägt Erwartungen

Dell, der drittgrößte PC-Hersteller der Welt, konnte im abgelaufenen Quartal den Umsatz um 22 Prozent auf 15,5 Mrd. Dollar und den Gewinn um 16 Prozent auf 545 Mio. Dollar steigern. Das bereinigte EPS stieg auf 32 Cents, womit auch hier die Erwartungen geschlagen wurden. Ferner bekräftige Dell seinen Ausblick für das dritte Geschäftsquartal. Dennoch verlor die Dell-Aktie nachbörslich mehr als 2 Prozent. Zuvor hatte sie bei 12,04 Dollar geschlossen.

HP meldet Gewinn im Rahmen der Erwartungen

Bei HP standen heute eigentlich keine Überraschungen auf der Agenda. Nach der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen und des Abgangs von Konzernchef Mark Hurd vor zwei Wochen war eigentlich schon alles klar. Dennoch konnte HP sogar Zahlen melden, die leicht über den vorläufigen Zahlen ausfielen. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 30,7 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich um 6 Prozent auf auf 1,8 Mrd. Dollar. Das bereinigte EPS wurde wie erwartet mit 1,08 Dollar angegeben. Im Schlusssquartal will HP nun ein bereinigtes EPS von 1,25 bis 1,27 Dollar bei einem Umsatz von 32,5 bis 32,7 Mrd. Dollar erzielen. Auch hier keine Überraschungen. Erst mit einer klaren Lage bei der Unternehmensführung dürften die Anleger wieder Vertrauen in HP gewinnen. Heute schloss die HP-Aktie bei 40,76 Dollar und verlor nachbörslich weiter.

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