Es wartet ein heißer Gold-Herbst auf uns

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Diese Börsenwoche gleicht den vorherigen. Ich meine damit, wie der Markt mit den Konjunkturdaten umgeht: Sie werden schön geredet. Nehmen wir nur einmal den Empire State Manufacturing Index für August. Er ist gestiegen, laut der Federal Reserve Bank of New York, die mit diesem Konjunkturindikator die allgemeine Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York misst. Er ist aber weniger gestiegen als erwartet. Aber das lesen wir nur im Nebensatz. Wichtig ist, so die TV-Kommentatoren in den USA oder hierzulande, dass ein Stand unter null bedeutet, dass die befragten Unternehmen mehrheitlich von einer Verschlechterung der Bedingungen ausgehen und der Index stehe ja deutlich drüber.

Japans BIP ist mehr nur als eine Abkühlung

Oder nehmen wir einmal die neuesten BIP-Daten aus Japan. Grandios schlechte Daten. Mehr kann ich dazu nicht schreiben. In Japan hat sich nämlich die Konjunkturerwartung nahezu von gestern auf heute von 2,3 Prozent auf 0,4 Prozent abgekühlt. Im ersten Quartal konnten die Asiaten noch 4,4 Prozent zulegen, im zweiten waren es gerade einmal 0,1 Prozent. Da könnte es einem Angst und Bange werden, wenn man am Aktienmarkt zu 100 Prozent investiert ist und irgendwelchen Analysten Glauben schenken soll, dass der Nikkei wieder Potenzial hat. Die Frage ist nur wann. Denn einmal mehr muss man sich nämlich in diesen Tagen mit dem „Double Dip“ beschäftigen.

Vergessen Sie Bundeswertpapiere

Wie mein allseits bekannter Nachbar, der nun auf die Idee kam, etwas von seinem Aktienanteil zu verkaufen (was gut ist) und dieses Kapital in Anleihen zu stecken (was ich wiederum für völligen Blödsinn halte). Das Schöne an dieser Stelle ist: Wer mir nicht glauben will, muss dann nur Zeitung lesen. Beispielsweise die Sonntagsausgabe der FAZ. Da konnte man jüngst lesen: „Staatsanleihen – Zeit für den Abschied“. Die Überschrift bringt es auf den Punkt. Denn deren Renditen werden noch lange niedrig bleiben, in 2011 erwarten nicht wenige Experten Renditen auf niedrigem Niveau in der Nähe der Tiefpunkte.

Ich sage es Ihnen und meinem Nachbarn natürlich auch: Vergessen Sie Bundeswertpapiere. Da kommt nichts bei raus. Investieren Sie in Edelmetalle, in Gold oder Silber. Oder wollen Sie wirklich in Bundes-Anleihen investieren, die zuletzt bei zehnjähriger Laufzeit mit 2,39 Prozent rentierten? Oder gar in Bundesobligationen mit fünfjähriger Laufzeit, die Ihnen als Käufern zuletzt unter 1,5 Prozent an Rendite brachten? Die Antwort geben Sie sich bitte selbst.

Die 1.500er Dollar-Marke wird Realität

Investieren Sie in Gold. Es macht Sinn, wenn Sie einen Teil Ihres Vermögens als Inflationsschutz einsetzen möchten. Die aktuellen Gold-Kurse sind unverändert Kauf-Kurse, auch wenn die Feinunze aktuell wieder auf einem Vier-Wochen-Hoch ist.

Ich sage es Ihnen: Wir bekommen einen heißen Herbst an den Börsen. Es gibt genügend Analysten, die mir in diesen Tagen direkt ins Gesicht sagten, sie würden Abschläge von mehr als 30% erwarten und hingegen Gold bis zum Jahresende locker über der 1.500 Dollar-Marke sehen. Ich kann dem nicht widersprechen. Denn wenn man sich allein die anhaltend große physische Nachfrage anschaut, ist diese 1.500er Marke eigentlich noch zu niedrig angesetzt…

Take care,

Ihr Goldfinger


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