Heard in New York: Wall Street geht nach durchwachsenen Konjunkturdaten mit leichten Einbußen ins Wochenende

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Die Sorgen der Anleger über die weitere wirtschaftliche Entwicklung belasteten auch zum Wochenschluss den Handel an der Wall Street. Die veröffentlichten Konjunkturdaten waren keine Offenbarung, zogen aber immerhin keine größeren Einbußen. Letztlich gingen die US-Indizes mit leichten Abschlägen ins Wochenende. Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent auf 10.303 Punkte. Der S&P 500 gab 0,4 Prozent auf 1.079 Zähler nach. Etwas deutlicher verlor der Technologiesektor: Der Nasdaq Composite büßte 0,8 Prozent auf 2.173 Punkte ein.

Auch wenn die Abwärtsdynamik am Freitag nachgelassen hat, war es eine ziemlich lausige Handelswoche. Auf Wochensicht verlor der Dow 3,3 Prozent, der S&P 500 gab 3,8 Prozent nach. Und der Nasdaq Composite rutschte sogar um rund 5 Prozent ab.

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Durchwachsene Konjunkturdaten

Immerhin konnten sich die Börsen trotz – oder wegen – einer regelrechten Flut an Konjunkturdaten stabilisieren. Die Einzelhandelsumsätze legten im Juli um 0,4 Prozent zu – etwas weniger als die erwarteten 0,5 Prozent. Die Verbraucherpreise zogen um 0,3 Prozent an und damit etwas stärker als erwartet. Auch die Verbraucherstimmung der Uni Michigan konnte die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Erwartet worden war ein Wert von 70,0 Punkten. Der Anstieg von 67,8 auf nun 69,6 Zähler wurde dennoch wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die verbesserte Stimmung könnte sich positiv auf den so wichtigen Konsum auswirken.

Wie gesagt, die Zahlen waren keine Offenbarung und damit auch nicht in der Lage, den Markt entscheidend nach oben zu befördern. Sie waren aber auch nicht dramatisch schlecht. Warten wir einfach, wie es in der kommenden Woche weitergeht.

Übernahmen sorgen für Bewegung

Einige Übernahmen sorgten zum Wochenausklang für Bewegung. Und zwar mächtig. IBM kündigte den Kauf von Unica an. Für den Spezialisten für Marketing-Software legt „Big Blue“ rund 480 Mio. Dollar auf den Tisch. Unica hat weltweit mehr als 1.500 Kunden. Die rund 500 Mitarbeiter des Unternehmens werden nun in die Software Solutions Group von IBM integriert. Während die IBM-Aktie minimale Abschläge verzeichnete, machte die Unica-Aktie einen Sprung um 118 Prozent. Wohl dem, der die Aktie in seinem Depot hat.

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Die Aktie von Dynegy machte immerhin einen Sprung um 63 Prozent. Der Finanzinvestor Blackstone übernimmt den Energieversorger für 4,50 Dollar je Aktie. Inklusive der Übernahme von Verbindlichkeiten beläuft sich das Gesamtvolumen der Transaktion damit auf rund 4,7 Mrd. Dollar.

Nvidia-Aktie legt trotz schwacher Zahlen zu

Die Aktie von Nvidia machte einen Sprung um fast 5 Prozent. Und dies, obwohl der Hersteller von Grafikchips für das zweite Quartal einen Verlust auswies und dabei die Erwartungen klar verfehlte. Der Nettoverlust erhöhte sich von 105 auf 141 Mio. Dollar. Um Einmaleffekte bereinigt, stand ein kleiner Gewinn von 3 Cents je Aktie zu Buche. Analysten hatten satte 11 Cents Gewinn erwartet. Auch der Umsatz lag unter den Prognosen. Dennoch legte der Aktienkurs zu. Denn Nvidia meldete eine Kooperation für Patentlizenzen mit dem Chipentwickler Rambus. Diese Meldung wog für die Anleger offenbar schwerer als die enttäuschenden Zahlen.


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