Heard in New York: Wall Street rutscht ab, Konjunktursorgen belasten

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Land unter in New York! Nach einem enttäuschenden Ausblick der US-Notenbank zogen die erneut aufkommenden Sorgen über die weitere Konjunkturentwicklung zur Wochenmitte massive Verluste nach sich. Von Aufbäumen keine Spur, die Indizes gingen in der Nähe ihrer Tagestiefs aus dem Handel. Der Dow Jones verlor 2,49 Prozent auf 10.379 Punkte, der S&P 500 büßte 2,82 Prozent auf 1.089 Zähler ein. Der NASDAQ Composite rutschte um 3,01 Prozent auf 2.209 Punkte ab.

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Ein herber Rückschlag. Denn die zuletzt erheblich verbesserte charttechnische Lage hat sich nun mit einem Schlag wieder deutlich eingetrübt. Alle drei Indizes schlossen nämlich wieder unter ihrer 200-Tage-Linie, die sie zuletzt zurückerobert hatten.

Fed will Anleihen kaufen

Der enttäuschende wirtschaftliche Ausblick der amerikanischen Notenbank drückte auf die Stimmung der Anleger. Wegen der nur langsamen Wirtschaftserholung sollen die Leitzinsen auch weiterhin auf dem aktuellen Null-Zins-Niveau gehalten werden. Zudem kündigte die Fed an, US-Staatsanleihen im Wert von 18 Mrd. Dollar zu kaufen. Durch eine anhaltende Ausweitung der Geldmenge soll die holprige wirtschaftliche Erholung angekurbelt werden.

US-Handelsbilanzdefizit steigt auf den höchsten Stand seit 20 Monaten

Wegen erfreulich fielen auch die Zahlen zum US-Handelsbilanzdefizit im Juni aus. Das Defizit stieg wesentlich deutlicher als erwartet um 18,8 auf 49,9 Mrd. Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2008. Volkswirte hatten im Vorfeld nur mit einem Defizit von 42,2 Mrd. Dollar gerechnet. Während die Exporte um 1,3 Prozent zurückgingen, legten die Importe um 3,0 Prozent zu. Die Tatsache, dass das Haushaltsdefizit im Juli gegenüber dem Vorjahr von 181 auf 165 Mrd. Dollar zurückging und damit unter der Prognose von 169 Mrd. Dollar lag, interessierte an diesem Tag letztendlich keinen mehr.

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Macy’s überzeugt, hebt Prognose an

Eine der wenigen Aktien mit grünen Vorzeichen war die von Macy’s. Die Kaufhauskette steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 7 Prozent auf 5,54 Mrd. Dollar, die Same-Store Sales kletterten um 4,9 Prozent. Der Nettogewinn wurde von 7 Mio. Dollar bzw. 2 Cents je Aktie auf 147 Mio. Dollar bzw. 35 Cents je Aktie vervielfacht. Analysten hatten nur ein EPS von 29 Cents und Erlöse von 5,50 Mrd. Dollar erwartet. Zudem hob das Macy’s den Ausblick an. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 1,85 und 1,90 Dollar liegen, nachdem bislang ein Ergebnis von 1,85 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt worden war. Die Same-Store-Sales sollen statt um 3,5 um 4,2 Prozent wachsen. Die Macy’s-Aktie legte daraufhin gegen den Trend um 6 Prozent zu.

Cisco Systems enttäuscht beim Umsatz

Nachbörslich legte mit Cisco Systems ein echtes Schwergewicht seine Zahlen vor. Der Netzwerkausrüster steigerte den Umsatz im vierten Geschäftsquartal 2009/10 um 27 Prozent auf 10,84 Mrd. Dollar und verfehlte damit knapp die Erwartungen von 10,88 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn stieg um 79 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar oder 33 Cents je Aktie. Das bereinigte Ergebnis belief sich auf 43 Cents und lag damit einen Penny über den Prognosen. Die Cisco-Aktie, die im regulären Handel gut 2 Prozent verloren hatte, rutschte nachbörslich um fast 8 Prozent ab.


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