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Before the Bell: DAX fällt unter 6.200 Punkte, US-Futures deutlich schwächer

[ad#Google Adsense L-rechts]Am deutschen Aktienmarkt kann sich trotz der Interventionen der Fed nicht so recht Optimismus breit machen. Zu unsicher sind die Aussicht für die US-Wirtschaft, aber auch für die heimischer, wie das Handelsblatt schreibt. So zitiert sie Thorsten Polleit, Chefvolkswirt von Barclays Capital Deutschland, mit den Worten: „Die Idee, dass mit dauerhaft niedrigen Zinsen und einem Ausweiten der Geldmenge die Krise, die durch zu niedrige Zinsen und zu viel Kredit und Geld verursacht wurde, aus der Welt geschaffen werden kann, ist ökonomisch nicht nachvollziehbar.“ Die kommenden Monaten werden also zu einer erneuten Nagelprobe und besonders in den USA ist die Frage nach einer Double-Dip-Rezession noch längst nicht endgültig mit nein beantwortet. Da helfen dann auch keine ansich guten Quartalszahlen, wie sie heute bspw. von E.ON veröffentlicht wurden. Trotz stabiler Erträge ist die Branche ja durch staatliche Einflussnahmen in Sachen Kernkraft und Erneuerbare Energien durchaus mit Vorsicht zu genießen. Der DAX jedenfalls fiel ohne Probleme heute unter die 6.200er Marke und wartet nun auf positive Nachrichten.

ELMOS Semiconductor erhöht Prognose

Der Chipsektor ist immer für eine Überraschung gut. Dies konnten nun Anleger von ELMOS Semiconductor spüren. Der Entwickler und Hersteller von Systemlösungen auf Halbleiterbasis hat im vergangenen Quartal dank des anziehenden Automobilabsatzes Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Umsatz verbesserte sich von 25,2 Mio. Euro auf 46,4 Mio. Euro. Das EBIT belief sich auf +4,7 Mio. Euro, nach einem EBIT-Verlust von -9,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf 2,6 Mio. Euro, nach einem Verlust von -7,5 Mio. Euro im Vorjahr. Das EPS stieg von -39 Cent auf +14 Cent. Und auch für die Zukunft zeigt sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Anton Mindl zuversichtlich: „Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2010 und der aktuellen Auftragslage erhöhen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr. Die Wachstumsdynamik sowohl im Stammgeschäft als auch bei den Neuanläufen ist sehr erfreulich. Wie lange sich die Entwicklung in dieser Geschwindigkeit fortsetzt, ist derzeit nicht vorher zu sagen.“ Für das Gesamtjahr 2010 rechnet ELMOS nun mit einem Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent. Für die EBIT-Marge strebt man eine hohe einstellige Prozentzahl an. Dennoch nehmen Anleger heute erstmal Gewinne mit. Auch wenn die Aussichten durchaus noch mehr Potential ermöglichen. Aktuell verliert die ELMOS-Aktie über 6 Prozent auf 7,70 Euro.

Phoenix Solar schließt zweites Quartal 2010 mit Rekordergebnis ab

Ebenfalls gute Zahlen meldete das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar. Der Umsatz steig von 115,7 Mio. Euro auf nun 283,6 Mio. Euro. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 22,3 Mio. Euro, nach 0,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich im Berichtsquartal stark von 0,1 Prozent auf 7,9 Prozent. Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei 15,9 Mio. Euro nach 1,1 Mio. Euro im zweiten Quartal 2009. Das Ergebnis je Aktie betrug damit 2,38 Euro, nach 0,17 Euro im Vorjahr. Daneben konnte auch der Auftragsbestand überzeugen. Er lag am Stichtag lagen Aufträge bei 281,7 Mio. Euro und damit 55,4 Prozent über dem des Vorjahres. Daher blickt man auch einigermaßen optimistisch in die Zukunft, auch wenn sich die Nachfrage im Inland erwartungsgemäß mit Beginn des dritten Quartals abgeschwächt hat. Das Unternehmen rechnet damit, dass es im Vergleich zum zweiten Quartal insgesamt zu einem deutlich schwächeren Verlauf des dritten Quartals 2010 kommen wird. Trotz der unterjährig stark abgesenkten Einspeisevergütungen sind Nachfrageimpulse im Segment Komponenten & Systeme zu erkennen, die auf einen Nachfrageschub im vierten Quartal hindeuten, so Phoenix Solar. Kraftwerksprojekte im Ausland, die wegen der Bündelung von Kapazitäten im Inland ins zweite Halbjahr verschoben wurden, werden demnach nun planmäßig begonnen. Besonders der Ausblick belastet aktuell den Kurs. Die Aktie verliert derzeit rund 6,4 Prozent auf 30,90 Euro. Damit steht die Aktie charttechnisch ganz schlecht. Dennoch bleibt Phoenix Solar fundamental durchaus interessant.

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US-Futures deutlich schwächer

An der Wall Street dürfte auch einen Tag nach der Fed-Sitzung Zurückhaltung vorherrschen. Die Stützungsmaßnahmen der Fed konnten bislang zumindest außerhalb der USA nicht so Recht für Beruhigung sorgen. Bei den heutigen Konjunkturdaten schaut man auf die Daten zur US-Handelsbilanz (Juni) und am Abend den Staatshaushalt (Juli). Im Rahmen der Berichtssaison folgen heute Abend die Zahlen von Cisco Systems. Die US-Futures tendieren derweil deutlich schwächer. Der S&P 500 gibt 1,4 Prozent nach. Der NASDAQ wiederum notiert 1,0 Prozent schwächer. In Frankfurt verliert der DAX 1,7 Prozent auf 6.181 Punkte.


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