Wenn schon bald Japan stabiler eingestuft wird als die USA…

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Der Aktienmarkt läuft augenscheinlich super, die Bullen haben wieder Oberwasser und doch machen sich alle (große) Sorgen um irgendwelche Statements aus den USA, genauer gesagt von der US-Notenbank Fed. Ein bisschen komisch ist das schon oder? Haben da irgendwelche Analysten doch ein wenig Angst, dass das Ganze an den Börsen, was da derzeit vonstattengeht, wieder einbrechen könnte? Die Antwort mag sich jeder selbst geben Können). Tatsache ist aber, dass sehr viele Tageszeitungen im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung der US-Notenbank-Sitzung vorsichtige und sogar kritische Töne angeschlagen haben.

Die „Double-Dip“-Angst nimmt nicht ab

Die „Financial Times“ schrieb beispielsweise schon am Sonntag, dass die Fed ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft nach unten korrigieren und neue Maßnahmen zur Stimulierung der Konjunktur beschließen werde, um so die Ängste vor einem möglichen "Double Dip" zu zerstreuen. Und aus Deutschland meldete sich just am Dienstag „DIE WELT“ zu Wort. Überschrift: „Amerika wandelt auf den Spuren Japans“. Die Überschrift per se muss eigentlich bei einem Anleger schon ein kleines mulmiges Gefühl im Magen verursachen und Anlass sein, über sein persönliches Depot und dessen Asset-Aufteilung nachzudenken.

Notenbanken treiben ein gefährliches Spiel

Denn die Jungs aus dem Springer-Verlag haben es ganz klar geschrieben, was ich seit Monaten immer wieder sage: Die Notenbanken treiben ein gefährliches Spiel. Nicht umsonst steht der Dollar im Vergleich zum Yen fast auf einem 15-Jahres-Tief. „Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die amerikanische Währung einen neuen Tiefstand markiert“, kann man in dem Bericht weiterlesen. Was bedeutet das? Ganz einfach. Dass die USA um ihren Status Quo als Wirtschaftsmacht ernsthaft bangen muss. Nun könnte man sagen: Was soll schon der Vergleich mit dem Yen, ist der Euro nicht wichtiger?

Die Antwort darauf ist eine ganz einfache: Die jüngsten Konjunkturdaten sind das eine, aber dass der US-Dollar generell den Ruf als sicheren Hafen endgültig verlieren könnte ist das andere. Und wenn dann auch noch Investoren ein Land wie Japan im Vergleich zur USA als stabiler ansehen, dann wissen wir, was die Stunde in Sachen (Welt-)Wirtschaft geschlagen hat. Nur zur Erinnerung: Japan wurde in den letzten Jahren seitens vieler Analysten immer wieder als Beispiel herangezogen, wenn man zeigen wollte, wie ein Land aussieht, dass einen Rekordschuldenstand aufweist und das seit fast zwei Jahrzehnten gegen Deflation und Stagnation kämpft…

USA sind finanztechnisch ein Problem geworden

Den USA scheint im Augenblick ein wenig die Luft auszugehen. Zumindest was die Finanzkraft angeht. „Anleihen – eine sichere Geschichte“- solche und andere Überschriften konnten wir alle noch vor gut einem Jahr lesen. Heute glaubt daran (hoffentlich) keiner mehr. Zumindest was die US-Anleihen angeht.

Die USA sind finanztechnisch ein Problem geworden. Auch wenn es deren Notenbank nicht wahrhaben möchte und mit massiven Gelddrucken in den letzten Jahren versucht hat, Herr der Lage zu werden. Es wird wohl keiner ernsthaft daran glauben, dass die Fed in absehbarer Zeit von ihrer Nullzinspolitik abrücken wird und vor allem kann. Wie soll das gehen?

Über ein Gold-Investment nachzudenken, ist kein Fehler

Im Gegenteil, die Geldmaschine wird in den kommenden Jahren weiter laufen und somit den Dollar noch schwächer machen, die Probleme damit aber nicht lösen. Dazu gehört auch bekanntlich das Thema Inflation. Und damit eng verbunden ist das Thema Gold.

Denken sie über das Ganze einmal in Ruhe nach und Sie werden dann wohl auch auf den Schluss kommen, dass ein Investment in Gold derzeit und auch zukünftig alles andere ist – nur keine Spekulationsblase oder gar ein Zocker-Trade…

Take care,

Ihr Goldfinger


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