Investieren in Bildung einmal anders: US-Elite-Unis platzieren Milliarden-Anleihen

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Es sind manchmal nicht unbedingt die Nachrichten aus der ersten Reihe, die Aufsehen erregen. Sondern die eher als nebensächlich angesehenen. Eine davon kam heute aus den USA. Dort nämlich haben nun aufgrund der Finanzkrise die beiden Elite-Hochschulen Harvard und Princeton Anleihen über 2,5 Mrd. Dollar platziert.

Unis als Anleihenbegeher? In den USA ist dies normal, fungieren diese doch als Unternehmen in einem gewissen Sinne. Und diese haben sich ebenfalls verzockt. Denn allein Harvard hat sich mit satten acht Mrd. Dollar auf dem Kapitalmarkt verspekuliert. Nicht dass von dieser Uni angeblich die besten Manager des Landes kommen…

Aber wie es halt so geht. Das Stiftungsvermögen wurde verzockt. Nun muss mit Anleihen der Universitätsbetrieb mit frischem Kapital aufrecht erhalten werden, so zumindest berichtet es Bloomberg. Die Universität Princeton platzierte derweil ihre erste steuerpflichtige Schuldverschreibung seit 15 Jahren, eine Milliarde Dollar schwer. Aber dort scheint das Studium besser zu laufen, schließlich gilt Princeton nicht nur als traditionsreiche Hochschule sondern auch als eine unverändert reiche, mit einem Stiftungswert in Höhe von 28,8 Mrd. Dollar. Also wenn Sie ihre Kinder irgendwo hinsenden wollen, dann bitte dorthin.

Bildung hat schließlich ihren Preis bekanntlich. Wenn auch in den USA anscheinend einen sehr hohen. Oder wie sagte es schon Mark Twain (1835 – 1910): „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.“ Na dann können Sie ja im Stiftungsrat der Elite-Unis weiter zocken und gleichzeitig die keyanische Lehre verbreiten.


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