Heard in New York: Wall Street verbucht Gewinne, positive Nachrichten von der Konjunktur

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Die positiven Nachrichten von der amerikanischen Konjunktur mehren sich. Gute Zahlen vom Arbeitsmarkt und ein über den Erwartungen liegender ISM-Service-Index sorgten zur Wochenmitte an der Wall Street für gute Stimmung. Der Dow Jones legte 0,4 Prozent auf 10.680 Punkte zu. Der S&P 500 kletterte um 0,6 Prozent auf 1.127 Zähler. Der NASDAQ Composite verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 2.304 Punkte.

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Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt

Erfreuliche Nachrichten gab es schon vor Handelsbeginn vom US-Arbeitsmarkt. Nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP erhöhte sich die Beschäftigtenzahl im Privatsektor im Juli um 42.000 gegenüber dem Vormonat. Die Zahlen von ADP geben in der Regel einen guten Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung, die am Freitag zur Veröffentlichung anstehen. Wir dürfen gespannt sein.

Ebenfalls über den Erwartungen lag der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe. Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im Juli überraschend verbessert. Der ISM-Service-Index stieg im Vergleich zum Juni von 53,8 auf 54,3 Punkte. Dagegen hatten Volkswirte einen Rückgang auf 53,0 Zähler prognostiziert. Die positiven Überraschungen von der amerikanischen Konjunkturfront setzen sich also erst einmal fort.

Time Warner hebt Prognose an

Auch von Unternehmensseite gibt es weiterhin gute Zahlen. Zum Beispiel von Time Warner. Der Medienkonzern steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 8 Prozent auf 6,38 Mrd. Dollar – das stärkste Wachstums seit zwei Jahren. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen erhöhte sich um 7 Prozent auf 562 Mio. Dollar. Das bereinigte Ergebnis aus dem laufenden Geschäft lag bei 50 Cents je Aktie und lag damit ebenso über den Erwartungen wie der Umsatz. Analysten hatten einen Gewinn von 45 Cents je Aktie und Erlöse von 6,20 Mrd. Dollar prognostiziert. Zudem hob Time Warner die Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht an. Die Time-Warner-Aktie legte dennoch nur um 0,3 Prozent zu.

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Electronic Arts schreibt wieder Gewinne

Electronic Arts hat im ersten Geschäftsquartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der führende Hersteller von Computerspielen erzielte einen Nettogewinn von 96 Mio. Dollar, nach einem Verlust von 234 Mio. Dollar im Vorjahr. Um Sondereffekte bereinigt, stand jedoch erneut ein Verlust von 24 Cents je Aktie zu Buche. Analysten hatten allerdings ein deutlich höheres Minus von 35 Cents je Aktie erwartet. Auch der Umsatz lag über den Erwartungen. Die Aktie von Electronic Arts machte einen Sprung um über 7 Prozent.

Intel einigt sich mit der FTC

Der Chipkonzern Intel hat sich mit der FTC auf einen Vergleich geeinigt. Die US-Kartellbehörde hatte seit Ende letzten Jahres gegen das Unternehmen ermittelt und Intel vorgeworfen, seine Marktstellung missbraucht zu haben. Beispielsweise soll Intel versucht haben, Mitbewerber mit unfairen Methoden vom Markt zu verdrängen. Mit Rabatten und Drohungen soll Intel Computerhersteller dazu gebracht haben, Konkurrenzprodukte zu meiden. Während Ermittlungen vor einigen Jahren noch eingestellt worden war, hat die FTC den Konzern diesmal nicht vom Haken gelassen. „Intel hat über die Stränge geschlagen“, so die Aussage des FTC-Vorsitzenden Jon Leibowitz. Daraufhin hat der größte Chip-Hersteller der Welt eingelenkt und sich zu mehr Zugeständnissen gegenüber seinen Konkurrenten bereit erklärt. Diese sollen nun verstärkten Zugang zu den Technologien des Marktführers erhalten, Beschränkungen sollen wegfallen. Dafür bleibt Intel eine Geldstrafe erspart. Die EU-Kommission hatte Intel im vergangenen Jahr wegen Wettbewerbsbehinderungen noch mit einem Rekordbußgeld von 1,06 Mrd. Euro bestraft. Weitere 1,25 Mrd. Dollar zahlte Intel an den Konkurrenten AMD. Die Intel-Aktie ging mit minimalen Zugewinnen in den Feierabend.


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