Nachtrag zu Lies Dich fit Teil III: Japan sucht sein Heil nun wohl in Zügen und AKWs

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Kollege Rolf Morrien hat es sehr schön aufgezeichnet, die Sache mit Japan. Nun kann man jüngst in den Medien lesen, dass Japan anscheinend die Notbremse ziehen möchte. Hört hört. Wird auch Zeit, wenn man bedenkt, dass 20 Jahren Stagnation geherrscht haben und die Staatsverschuldung doppelt so hoch ist wie die Wirtschaftsleistung des Landes.

Wie die Regierung in Tokio nun angekündigt hat, sollen neue Exportabsatzmärkte erschlossen werden. Dazu wirbt das Land unter anderem mit seinem Know-how in den Bereichen der Hochgeschwindigkeitszüge und Atomkraftwerke. Ziel der Regierung: Den Absatz in Nationen wie den USA, Brasilien und Vietnam stärken. Man darf gespannt sein, klingt ein wenig nach dem letzten Mittel.

"Japan konnte sich von der Finanzkrise zwar weitgehend abkoppeln. Trotzdem befindet sich die Exportnation nach wie vor in einer Liquiditätsfalle", erklärt Asien-Experte Erwin Pollex von der deutschen Vermögensverwaltungsgesellschaft Incam im Gespräch mit pressetext. Laut dem Bericht sollen japanische Konzerne wie der Schnellzug-Hersteller Hitachi profitieren – vor allem von Bauvorhaben in den drei anvisierten Märkten. Wie das Handelsblatt zudem berichtet, handelt es sich um Neubauvorhaben mit einem Streckennetz von mehr als 3.000 Kilometern. Im Fokus steht also der Export des Schnellzugs "Shinkansen". Man hofft in Japan auf einen Auftrag aus Vietnam. Dort will die Regierung die beiden etwa 1.600 Kilometer entfernten Städte Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt miteinander verbinden. Rund 65 Mrd. Dollar lässt sich Vietnam das Projekt kosten. Im Fokus steht aber auch Südamerika: Denn in Brasilien bewirbt sich Toshiba mit Hitachi um eine 530 Kilometer lange Bahnverbindung. 19 Mrd. Dollar stehen im Raum.

Aber nicht nur mit Zügen will Japan seine Wirtschaft und seine Konzerne wieder fit machen: Auch die Atomindustrie hofft auf Milliardenaufträge aus dem Ausland. Aus den USA, Russland, China und Indien. Diese Länder wollen jeweils etwa 40 neue Meiler errichten. Nicht wenige Experten erwarten angesichts der aktuellen Energiepreise in den nächsten Jahren global eine Art leise Renaissance der Atomenergie… Na dann wollen wir mal für Japan und seine Konzerne hoffen.


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