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Hola Grupo Modelo! – Anheuser-Busch weiß wie man Geld verdient

Biertrinken ist bekanntlich nicht jedermann seine Sache. Mit Bier aber Geld zu verdienen? Warum nicht? Jüngst hat mich ein US-Kollege auf eine interessante Aktie hingewiesen. Auf Grupo Modelo bzw. deren Aktionär Anheuser-Busch.

Das Unternehmen ist eigentlich jedem bekannt. Denn Corona Extra, das meistverkaufte Bier Mexikos,wurde von der Cervecería Modelo, einem Tochterunternehmen der Gruppe  in Mexiko Stadt entwickelt, seit 1925 gebraut und zählt zu den weltweit führenden Exportbieren, das in über 150 Ländern vertrieben wird. Interessant ist auch, dass Anheuser-Busch InBev 50 Prozent an Grupo Modelo hält. Und von Anheuser-Busch InBev wissen wir, dass es nicht nur gemessen am Absatzvolumen die größte Brauereigruppe der Welt ist, sondern dass der Konzern auch stets ein gutes Gespür für aussichtsreiche Beteiligungen hat. Immerhin beschäftigt man mehr als 120.000 Mitarbeiter und ist mit etwa 300 Marken in über 140 Ländern der Erde vertreten.

Doch zurück zu Grupo Modelo. Die Jungs haben ein Problem. Das lautet Anheuser. Denn der US-Konzern will die Mexikaner ganz schlucken. Wenn dieser Deal klappt, ist Anheuser automatisch zum Marktführer in Brasilien, Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay. Mit Marktanteilen zwischen 76 und 97%!

Nächste Woche wird Anheuser seine Zahlen bringen. Man darf gespannt sein. Die letzten Quartalszahlen waren gut. Zur Erinnerung: Man hatte da operative Ergebnis gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen, was mit Umsatzzuwächsen und Marktanteilsgewinnen in Brasilien nach einer Marketing-Kampagne im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft zusammenhängt. Richtig gelesen? Brasilien. Mit den Modelo-Deal dürfte da künftig noch mehr passieren.

Die Jungs der Credit Suisse haben Anheuser auch im Fokus: Obwohl eine Übernahme der Grupo Modelo kurzfristig unwahrscheinlich sei, halte man eine Fusion langfristig für eine wahrscheinliche Option. In einem Übernahmeszenario sehe man bei der Credit Suisse Einsparpotenzial von 750 Mio. USD. Für Anheuser-Busch werde für die Jahre 2010 und 2011 ein EPS von 3,19 USD und 3,68 USD prognostiziert. Daraus ergebe sich für 2010 und 2011 ein KGV von 16,6 und 14,4.

Bei aktuellen Kursen von unter 60 Dollar dürfte die BUD-Aktie (das Kürzel finden ich weiterhin sehr charmant) in den kommenden Monaten bei guten Quartalszahlen und einem positiven Newsflow weiter gen Norden gehen. In wie weit die 100 Dollar-Marke meines US-Kollegen realistisch, sei dahin gestellt. Ach ja, und wer sich mal den Chart der Mexikaner anschauen möchte, der könnte ebenfalls zu einer Entscheidung kommen…


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