Heard in New York: Wall Street rappelt sich auf, Konjunkturdaten im Blick

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Unter den Erwartungen liegende BIP-Zahlen sorgten zum Wochenausklang für einen schwachen Handelsauftakt in New York. Doch einige positive Überraschungen sorgten dafür, dass die US-Indizes ihre anfänglichen Verluste aufholen konnten und nahezu unverändert aus dem Handel gingen. Während der Dow Jones ein Mini-Minus von 0,01 Prozent auf 10.466 Punkte verbuchte und die 200-Tage-Linie verteidigt, verzeichnete der S&P ein marginales Plus von 0,01 Prozent und schloss bei 1.102 Zählern.

Erfreulich: Im Juli verbuchten der Dow Jones, der S&P 500 und auch der Nasdaq Composite Gewinne von rund 7 Prozent und verzeichneten damit den besten Monat seit rund einem Jahr.

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US-BIP wächst langsamer als erwartet

Der letzte Handelstag der Woche und des Monats stand ganz im Zeichen der Konjunkturdaten. Bereits vor Handelsbeginn wurden die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Demnach wuchs die US-Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,4 Prozent. Damit wurde die Prognose der Volkswirte eines Anstiegs um 2,5 Prozent verfehlt.

Positive Überraschungen

Doch es gab auch positive Überraschungen, die den US-Aktien nach dem schwachen Handelsstart wieder auf die Beine halfen. Sogar eine faustdicke Überraschung war der Chicagoer Einkaufsmanagerindex, der im Juli unerwartet deutlich anstieg. Der Einkaufsmanager-Index verbesserte sich von 59,1 auf 62,3 Punkte. Volkswirte hatten im Vorfeld hingegen einen Rückgang auf nur noch 56,3 Zähler prognostiziert.

Besser als erwartet fiel auch die Verbraucherstimmung der Uni Michigan aus. Zwar ging der Index von 76,0 Zählern im Vormonat auf 67,8 Punkte zurück, lag damit jedoch über den Erwartungen. Volkswirte waren nur von einem Wert von 67,5 Punkten ausgegangen. Vorläufig war nur ein Wert von 66,5 Punkten ausgewiesen worden.

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Zahlen von Merck & Co. durch Übernahme verzerrt

Auch einige Unternehmenszahlen standen vor dem Wochenende noch an. Zum Beispiel vom Pharmakonzern Merck & Co. Die Zahlen waren durch die Übernahme des Konkurrenten Schering-Plough allerdings erheblich verzerrt. So machten die Erlöse einen Sprung um 92 Prozent auf 11,35 Mrd. Dollar. Dagegen brach der Gewinn aufgrund hoher Aufwendungen durch Restrukturierungen und die Fusion ein. Der Nettogewinn sank um 52 Prozent auf 752,4 Mio. Dollar bzw. 24 Cents je Aktie. Bereinigt um diese Sondereinflüsse belief sich der Gewinn je Aktie 86 Cents. Damit wurde nicht nur der Vorjahreswert von 83 Cents übertroffen, sondern auch die Prognose der Analysten, die ein unverändertes Ergebnis von 83 Cents erwartet hatten. Allerdings hatten die Analysten etwas höhere Erlöse von 11,45 Mrd. Dollar prognostiziert. Die Aktie von Merck & Co. verlor knapp 2 Prozent.

Expedia-Aktie springt nach oben

Einen kräftigen Sprung machte die Expedia-Aktie. Das größte amerikanische Online-Reisebüro verzeichnete im zweiten Quartal einen Buchungsanstieg um 19 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich um gut 8 Prozent auf 834 Mio. Dollar. Der Nettogewinn machte einen kräftigen Sprung um 179 Prozent auf 114,3 Mio. Dollar. Der bereinigte Gewinn lag bei 44 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld nur einen Gewinn von 42 Cents je Aktie prognostiziert. Die Expedia-Aktie ging schließlich mit einem satten Aufschlag von fast 8 Prozent aus dem Handel.


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