Before the Bell: DAX hält sich bei 6.100 Punkten, US-Futures geben vor Konjunkturdaten nach

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[ad#Google Adsense L-rechts]Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich zum Wochenschluss wieder von seiner „düsteren“ Seite. Nach den vielen Quartalszahlen in dieser Woche blicken die Anleger etwas ratlos auf die unzähligen Anlagealternativen. Da Sortieren der guten und schlechten Aktien wird wohl noch etwas dauern. Insgesamt scheint die Stimmung aber durchaus positiv zu sein. Heute jedoch richtet sich der Blick gespannt auf die 6.100er Marke und ab dem Nachmittag vor allem auf den Leitmarkt USA. Hier stehen einige Konjunkturdaten auf der Agenda, die für die Entwicklung in der kommenden Woche bedeutsam sein werden.

DAX-Neuling HeidelbergCement veröffentlicht Zahlen

Auch heute ging im DAX der Zahlenreigen weiter. Der Index-Neuling HeidelbergCement konnte dabei zwar Umsatz und operatives Ergebnis steigern, aber nicht so richtig überzeugen. Besonders das Nettoergebnis ist nach vor durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Dennoch zeigt sich auch hier der Weg der Besserung. Insgesamt konnte man in allen Bereichen wieder zulegen. Investors Inside hält die Aktie für einen interessanten Rebound-Kandidat. Aktuell rechnet man „bei weiter schwachem Börsenumfeld, noch einmal mit einem Test der Unterstützungszone zwischen 37,50 und 37,80 Euro. Auf diesem Niveau könnte die Aktie dann wieder ein mittelfristig sehr interessantes Investment sein…“ Daneben rechnet auch die Analystenschar mit Chancen. Der Aktionär sieht die Trendwende geschafft und gibt ein Kursziel von 50 Euro aus. Heute verliert die HeidelbergCement-Aktie 3,6 Prozent auf 38,60 Euro.

Gea Group gibt sich zuversichtlich

Der Aufwärtstrend der Gea Group geht weiter, wenn auch mit regelmäßigen Rückschlägen. Heute wurden die Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht. Der Umsatz lag mit 1,07 Mrd. Euro nur noch 3,5 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahresquartals. Im kommenden Quartal will man wieder auf dem Vorjahresniveau sein. Das EBIT vor Restrukturierungsaufwand konnte von 71,2 Mio. Euro auf 71,7 Mio. Euro leicht verbessert werden. Beim Nettoergebnis blieb mit 28,8 Mio. Euro, nach 32,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, nicht mehr viel übrig. Insgesamt gab man sich bei der Gea Group aber optimistisch. Konzernchef Jürg Oleas erklärte: „Die Nachfrage nach unserer Getränke- und Nahrungsmittelprozesstechnik in Asien und dort insbesondere in China
ist derzeit sehr erfreulich. Bereits Anfang Juli haben wir einen weiteren Großauftrag mit einem Volumen von über 30 Mio. Euro im Bereich Nahrungsmittel aus der Region verbuchen können. Der Bestelleingang entwickelt sich im Rahmen unserer früher geäußerten Erwartungen. Falls dieser positive Trend nicht von neuen weltwirtschaftlichen Turbulenzen gebremst wird, sollten wir den geplanten Jahresumsatz von 4,4 Mrd. Euro erreichen.“ Dafür spricht auch die Entwicklung beim Auftragseingang. Dieser ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,7 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro angestiegen. Immerhin das höchste Niveau seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise. In Zukunft will man dann auch beim EBIT wieder zulegen. „Wir erwarten eine Steigerung im zweiten Halbjahr, wenn die Umsatzentwicklung mit zeitlicher Verzögerung dem Aufwärtstrend im Auftragseingang folgen wird“, so Oleas weiter. Am Markt kamen die Erklärungen aber noch nicht so richtig mit Verve an. Die Aktie der Gea Group verliert heute 3 Prozent auf 17,36 Euro.

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McAfee schlägt Gewinnerwartungen, kündigt Übernahme an

Der Virenschutz McAfee ist ja mittlerweile auch ein Urgestein im Computerbereich und ein Klassiker unter den Technologiewerten. Gestern Abend wurden hier Quartalszahlen veröffentlicht, die zumindest beim Gewinn über den Erwartungen lagen. Zudem wurde die Übernahme des WaveSecure-Anbieters tenCube angekündigt. Da die Umsatzentwicklung aber enttäuschte, gaben die Aktien nachbörslich nach. Der Abwärtstrend dürfte sich damit weiter fortsetzen. Der Schlusskurs der McAfee-Aktien lag bei 30,25 Dollar.

US-Futures geben vor Konjunkturdaten nach

Die Wall Street dürfte sich nach den gestrigen Gewinnmitnahmen erneut schwächer präsentieren. Die Sorge um die US-Konjunktur hält sich zudem weiter im Fokus. Mit Spannung richtet sich dabei der Blick auf zahlreiche Konjunkturdaten. Zunächst werden hier die Daten zum US-BIP im zweiten Quartal 2010 (Vorabschätzung) und Arbeitskosten im zweiten Quartal veröffentlicht. Nach Handelsbeginn folgen der Chicago-Einkaufsmanagerindex (Juli) sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Juli). Die US-Futures tendieren aktuell schwächer. Der S&P 500 verliert 0,4 Prozent. Der NASDAQ wiederum notiert 0,3 Prozent leichter. In Frankfurt verliert der DAX 0,6 Prozent auf 6.101 Punkte.


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