Heard in New York: Dow Jones schließt nach Gewinnmitnahmen im Minus, Fusionen und Berichtssaison im Fokus

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[ad#Google Adsense L-links]Die Wall Street zeigte sich heute von der volatilen Seite. Nachdem zunächst gute Daten vom Arbeitsmarkt für gute Laune gesorgt hatten, führten im Handelsverlauf Gewinnmitnahmen und schlechte Nachrichten aus dem Technologiesektor für zu Abschlägen. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Vorwoche wieder verbessert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verringerte sich laut Arbeitsministerium um 11.000 auf 457.000, während am Markt ein geringerer Rückgang erwartet worden war. Am Ende verlor der Dow Jones 0,3 Prozent auf 10.467 Punkte nach. Daneben gab der S&P 500 rund 0,4 Prozent und der NASDAQ Composite 0,6 Prozent nach.

bwin und PartyGaming schmieden Glücksspielkonzern

Die Aktie dürfte sicher bei ethisch-orientierten Anleger auf dem Index stehen. Die Rede ist vom neuen Glücksspielkonzern, der aus bwin und PartyGaming entsteht. Die beiden Konzerne überraschten heute mit der Ankündigung sich zu einer gemeinsamen, in Gibraltar eingetragenen und an der Londoner Börse notierten Gesellschaft zusammenzuschließen. Die gemeinsame Gesellschaft wird zu ungefähr 48,4 Prozent von PartyGaming- und 51,6 Prozent von bwin-Aktionären gehalten werden. Die bisherigen Chefs, Norbert Teufelberger und Jim Ryan, werden künftig Co-CEOs der gemeinsamen Gesellschaft. Auch die wichtigsten Managementpositionen der neuen Gesellschaft sollen von Führungspersonen beider Gesellschaften übernommen werden. Zum Ziel der Fusion erklärte bwin-Chef Teufelberger: „Der Zusammenschluss unserer Unternehmen eröffnet strategisch, finanziell und operativ neue Möglichkeiten. Wir werden in der Pole Position sein, um das Marktpotenzial der weltweit expandierenden Online-Glücksspielindustrie auszuschöpfen.“ Und sein Kollege Jim Ryan von PartyGaming ergänzt: „Als Marktführer bei Poker, Sportwetten, Casino und weiteren Produkten, wie insbesondere Bingo, verfügt die gemeinsame Gesellschaft über die besten Voraussetzungen, um den wachsenden Online-Glücksspielmarkt weiter zu erschließen. Dieses Vorhaben wird durch eine ausgezeichnete Liquiditätssituation, starke Cash-Flows und ein sehr erfahrenes Management-Team unterstützt.“ Die Fusionspläne wurden an den Märkten bejubelt, ergibt sich durch das gemeinsame Marschieren nun in der Tat mehr Macht auf dem Wett- und Glücksspielmarkt. Die bwin-Aktie gewann heute im Wiener Handel fast 18 Prozent auf 42,00 Euro. Die PartyGaming-Aktie verteuerte sich in London um über 20 Prozent auf 3,10 Britische Pfund.

Dollar Thrifty Automotive Group: Avis gegen Hertz

Avis-Chef Ronald Nelson hat seine Ankündigung vom Mai nun wahr gemacht und ein 1,33 Mrd. Dollar schweres Konkurrenz-Angebot für den kleineren Wettbewerb Dollar Thrifty Automotive Group vorgelegt. Hertz bietet bereits seit Ende April 41 Dollar je Dollar Thrifty-Aktie bzw. rund 1,17 Mrd. Dollar. Avis lockt die Dollar Thrifty-Anleger nun mit 39,25 Dollar je Aktie in bar sowie 0,6543 eigenen Aktien. Ein Bieterkampf wird damit immer wahrscheinlicher. Der Dollar Thrifty-Aktie tat diese Meldung sehr gut, sie legte mehr als 2 Prozent auf 49,68 Dollar zu. Daneben ging es bei Hertz rund 2 Prozent auf 11,23 Dollar nach oben. Bei Avis Budget ging es wiederum über 7 Prozent auf 11,88 Dollar nach oben.

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Billig-Airline: Southwest schlägt Erwartungen

Hierzulande kaum bekannt, dennoch istSouthwest Airlines eine der größten US-Fluggesellschaften. Dabei ist man als Billigflieger unterwegs und konnte im zweiten Quartal 2010 die Erwartungen schlagen. So stieg der Umsatz von 2,62 Mrd. Dollar auf 3,17 Mrd. Dollar und der Nettogewinn um 23 Prozent auf 112 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie. Das bereinigte EPS wurde mit 29 Cents angegeben und damit wie der Umsatz über den Erwartungen. Angesichts des schwachen Marktumfelds schloss die Aktie von Southwest Airlines am Ende bei 12,01 Dollar auf Vortagesniveau. Dennoch dürfte die Aktie bei einem Fortsetzen der aktuellen Entwicklung wieder alte Kurshöhen erreichen.

Motorola meldet Gewinnsprung

Einer wenigen Tagesgewinner an der Wall Street war heute lange Zeit Motorola. Der Technologiekonzern hatte trotz rückläufiger Umsätze einen Gewinnsprung erzielt. Hauptauslöser hierfür war die Nachfrage nach Handys, und hier insb. nach Smartphones. Daneben waren aber auch die anderen Konzersparten profitabel. Ein idealer Start also für die geplante Aufspaltung des Konzerns. Der Umsatz ging demnach auf 5,41 Mrd. Dollar zurück, während der Gewinn auf 162 Mio. Dollar anstieg. Das bereingte EPS wurde mit 9 Cents angegeben. In beiden Fällen wurden die Markterwartungen klar geschlagen. Die Motorola-Aktie verlor angesichts des schwachen Umfelds 0,9 Prozent auf 7,61 Dollar.

Symantec schockiert mit Ausblick

Die Symantec-Aktie war mit einem Minus von über 11 Prozent auf 13,03 Dollar einer der größten Verlierer an der Wall Street. Der Hersteller von Antiviren- und Sicherheits-Software konnte seinen Gewinn zwar auf 161 Mio. Dollar mehr als verdoppeln. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene aber lediglich getroffen. Der etwas gesunkene Umsatz lag sogar unterhalb der Erwartungen. Noch schlimmer fiel allerdings der Ausblick aus. Hier lag man deutlich unter den Markterwartungen. Der jüngste Abwärtstrend der Aktie dürfte somit weiter an Fahrt gewinnen.

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