Gold – einfach mal die aktuellen Fakten zu dieser langen Erfolgsgeschichte…

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Aktuell ist die Quartalszahlen-Saison im Fokus der Börse. Das ist mehr als verständlich. Und die Ergebnisse der Konzerne sind größtenteils auch erfreulich. Dementsprechend herrscht auch eine (gewisse) Euphorie an den Märkten. Auch verständlich. Schließlich sieht man die Wirtschaft scheinbar wieder aus dem Tal nach oben steigen.

Positive Fakten zu verarbeiten ist auch einfacher

Verhaltene Stimmen wie die der US-Notenbank Fed beispielsweise gehen in diesen Tagen unter. Diese hatte in ihrer aktuellen Juli-Ausgabe des Beige Book signalisiert, dass sie nicht mehr so optimistisch sei, wie noch einen Monat zuvor. Alles egal, die Zahlen am Markt stimmen. Schließlich gibt es ja auch noch Erhebungen wie die von cognitrend, die belegen, dass das Lager der Bullen wieder größer wird.

Die Angst vor Inflation, das Dauerthema Staatsschulden – alles erst einmal in den Hintergrund gerückt. Realistisch? Natürlich nicht. Aber das Gros der Anleger ist aktuell froh, sich nicht mit diesen problematischen Themen auseinander zu setzen. Positive Fakten zu verarbeiten ist ja auch einfacher. Auch wieder verständlich.

Die Sache mit der Gold-Blase

Vor diesem Hintergrund ist es für mich persönlich auch völlig nachvollziehbar, dass das Thema Gold derzeit nicht mehr so im Fokus steht, wie noch vor vier Wochen – also vor dem Start der Berichtssaison. Aber von einer „Gold-Blase“ zu reden, ist völlig unsinnig. Wir machen vielleicht im gesamten Edelmetallsektor eine Konsolidierung gerade durch. Man kann auch sagen: Gold und andere Edelmetalle gönnen sich eine Verschnaufpause. Aber es ist gewiss keine nachhaltige Gegenreaktion auf die Höhenflüge der vergangenen Jahre.

Ich sage Ihnen an dieser Stelle eines ganz klar: Nutzen Sie die aktuelle Situation bei Gold zum (Nach)Kaufen. Schauen wir uns einmal die Charttechnik beim Gold an. Nach dem Fall unter die seit Oktober 2008 gültige Aufwärtstrendlinie und einem Rebound Ende vergangener Woche zeigt die kurzfristige Richtung beim Goldpreis eindeutig nach unten. Das ist Fakt. Die Betonung liegt auf kurzfristig.

Nutzen Sie Gold-Kurse unterhalb der 1.200-Dollar-Marke und denken Sie daran, dass Gold keine Daytrader-Aktion ist. In Gold zu investieren, heißt in Sicherheit zu investieren. Und das auf Jahre. Oder gar auf Jahrzehnte. Denn eines ist sicher: Die Schuldenproblematik vieler (EU-)Länder wird nicht besser, auch wenn es aktuell keiner (mehr) wahrhaben will. Die Angst vor Inflation und das Dauerthema Staatsschulden werden schon bald wieder die Märkte beschäftigen.

Fundamentaldaten sprechen für Gold

Gold wird wieder in den Fokus geraten. Und Sie profitieren davon. Schauen wir einmal zurück: In den vergangenen 10 Jahren hat Gold in US-Dollar rund 325 Prozent, d.h. über 15% p.a. zugelegt. Kann man da von einer „Gold-Blase“ reden? Die Antwort geben Sie sich bitte selbst. Zumal wenn man bedenkt, dass einem viele Experten auch in den letzten zehn Jahren geraten haben, in die aufsteigenden Emerging Markets zu investieren und man mit darauf fokussierten Fonds laut dem BVI eine durchschnittliche Wertsteigerung von 8,4% p.a. erzielen konnte. Wer möchte nun weiter im Zusammenhang mit Gold-Investments dieses Blasen-Wort ernsthaft in den Mund nehmen?

Uns stehen noch ein paar goldige Rendite-Jahre bevor. Warum? Ganz einfach. Die Fundamental-Daten sprechen eine klare Sprache. Das bislang rund um den Globus geförderte Gold hat Studien zufolge zum aktuellen Marktwert weniger als 3% der Kapitalisierung aller Aktien, Anleihen oder physischer Guthaben. So etwas nennt man einen plausiblen Grund, in Gold nachhaltig zu investieren, aber nicht eine „Blase“. Und selbst wenn der Goldpreis noch an die runde Marke von 1.000 Dollar je Unze kommen sollte: Mehr als eine ausgeprägte kurzfristige Korrekturphase wird es nicht sein. Das ist auch gut so. So wird eine Überhitzung vermieden und für jeden realistisch denkenden Anleger bietet sich somit auf einem sehr gemäßigten Niveau eine gute Kaufchance.

Und damit sich mich nicht falsch verstehen: Ich gönne allen die guten Quartalszahlen und die (steigenden) Kurse einzelner Aktien. Nur sollte man deshalb nicht die weiterhin bestehenden Probleme und Herausforderungen unserer Volkswirtschaften vergessen. Und damit wäre man dann automatisch wieder bei einem Investment in Gold

Take care,

Ihr Goldfinger


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