Im Fokus: BASF – genau so sehen gute Zahlen aus…

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Letzte Woche hatten wir einen Ausblick auf die BASF-Zahlen gegeben und waren überzeugt davon, dass diese gut ausfallen werden.

Der Chemiekonzern hat nun sogar unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Denn der Ertrags-Zug von BASF hat mächtig an Fahrt zugenommen. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg gegenüber dem Vorjahr “nur” um 30% auf rund 16,2  Milliarden Euro, das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sage und schreibe 94% auf 2,2 Milliarden Euro.Kumuliert legte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um 28% auf 31,7 Milliarden Euro zu und das EBIT vor Sondereinflüssen um 96% auf 4,2 Milliarden Euro. Man kann es nicht anders sagen: Wahnsinn.

Die Nachfrage im Chemiegeschäft ist also weiter am Steigen und dies wiederum lässt einem für die gesamte Wirtschaftsentwicklung hoffen. Denn die Chemiebranche gilt ja bekanntlich als Konjunkturbarometer, da sie sämtliche Schlüsselindustrien beliefert. Geht es ihr gut, wird es dann anderen Branchen nicht schlecht gehen. Anders gesehen: Die Chemie-Konzerne, so auch BASF, spüren die Wirtschaftseinbrüche wiederum sehr früh. Das wissen wir aus der Vergangenheit.

Doch davon sind wir bei BASF und der Branche weit entfernt. Denn schon gestern hatte der Mitbewerber DuPont den Markt mit guten Ergebnissen erfreuen können. BASF wiederum hat heute bei der Zahlenbekanntgabe mitgeteilt: “…wir gehen davon aus, dass wir unseren Umsatz im Jahr 2010 kräftiger steigern werden als die weltweite Chemieproduktion. Wir erwarten, dass wir das EBIT vor Sondereinflüssen deutlich verbessern und eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen werden. Unserer Dividendenpolitik folgend, erwarten wir für 2010 eine höhere Dividende.“ Ein guter Ausblick, wie ich finde. Denken wir einmal kurz zurück. Noch im letzten Jahr hatte der gleiche Konzern die Anlegerschaft noch mit weltweiten Produktionskapazitäten und Schließungen von Anlagen vertraut gemacht.

BASF rechnet nun damit, dass sich die konjunkturelle Erholung im zweiten Halbjahr 2010 moderat fortsetzt. Die notwendige weltweite Konsolidierung der staatlichen Haushalte werde die gesamt­wirtschaftliche Nachfrage ebenso belasten wie das Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme. Weitere Risiken ergeben sich vorrangig aus volatilen Rohstoffmärkten, Überkapazitäten, wachsenden geopolitischen Spannungen und Protektionismus, so der Konzern.

Genauere Daten von BASF erhält man hier. Für´s erste sollte man aber als Anleger den beruhigenden Gedanken haben, dass man mit BASF-Papieren im Depot gut aufgestellt ist.


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