Heard in New York: Leichte Einbußen zur Wochenmitte, Beige Book drückt auf die Stimmung

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Der Aufschwung an der Wall Street ist erst einmal gestoppt. Nach der Veröffentlichung des Beige Book rutschten die US-Indizes zunächst etwas deutlicher in die Verlustzone. Die Abschläge blieben jedoch im Rahmen. Der Dow Jones ging mit einem moderaten Minus von 0,38 Prozent bei 10.498 Punkten aus dem Handel und notiert weiter über der 200-Tage-Linie, die er in der vergangenen Woche überwunden hatte. Der S&P 500 verlor 0,69 Prozent auf 1.106 Zähler. Hier steht die Rückkehr über die 200-Tage-Linie noch aus.

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US-Notenbank zeigt sich pessimistischer

Ein wenig auf die Stimmung drückte das aktuelle Beige Book, das am Abend veröffentlicht wurde. Der aktuelle Konjunkturbericht der Notenbank fiel deutlich pessimistischer aus der letzte im Juni. Zwar nehme die Wirtschaftsaktivität insgesamt weiter zu, allerdings nicht mehr so robust wie bisher. In einigen Regionen habe sich das Wachstum in den vergangenen Wochen verlangsamt. Der Großteil der zwölf regionalen Notenbanken meldete immerhin moderate, Verbesserungen. Die regionalen Notenbanken von Atlanta und Chicago berichteten jedoch über ein deutlich verlangsamtes Wachstum.

Auftragseingang langlebiger Güter geht zurück

Dass die US-Wirtschaft langsamer wächst, ist nun auch nicht wirklich neu. Dementsprechend reagierten die US-Börsianer relativ gelassen. Auch auf die Tatsache, dass die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Juni um 1,0 Prozent zurückgingen. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 1,0 Prozent prognostiziert.

Boeing verzeichnet Gewinnrückgang

Bei der jüngsten Flugzeugmesse verzeichnete Boeing noch eine wahre Auftragsflut. Die aktuellen Zahlen fielen jedoch nicht ganz so erfreulich aus. Im zweiten Quartal ging der Umsatz relativ deutlich um 9 Prozent auf 15,57 Mrd. Dollar zurück. Der Nettogewinn schrumpfte sogar um 21 Prozent auf 787 Mio. Dollar bzw. 1,06 Dollar je Aktie. Das lag zwar über den Analystenerwartungen von 1,01 Dollar je Aktie. Der Umsatz verfehlte jedoch die Schätzungen von 16,13 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Flugzeughersteller seine Prognose eines Gewinns zwischen 3,50 und 3,80 Dollar je Aktie. Die Boeing-Aktie verlor knapp 2 Prozent.

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Visa übertrifft Erwartungen

Nach Handelsende legte Visa Quartalszahlen vor und übertraf dabei die Erwartungen. Das Kreditkartenunternehmen steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 23 Prozent auf 2,03 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn lag bei 716 Mio. Dollar bzw. 97 Cents je Aktie, nach 729 Mio. Dollar oder 96 Cents je Aktie im Vorjahr. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Diese hatten Erlöse von 1,97 Mrd. Dollar und ein EPS von 93 Cents prognostiziert. Auch der Ausblick war ordentlich. So stellt Visa für das Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzwachstum von 11 bis 15 Prozent in Aussicht. Der Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 Prozent wachsen. Die Visa-Aktie ging mit einem Verlust von knapp 2 Prozent aus dem Handel, legte aber nachbörslich rund 0,5 Prozent zu.


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