Es gibt gute Gründe, um als Anleger nervös zu sein

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Ich weiß nicht wie es Ihnen letzten Freitag und zum Wochenauftakt ergangen ist. Ein bisschen habe ich mich seitens mancher Banken für einen Dummkopf verkauft gesehen. Ich meine die Ergebnisse des Stresstestes. Das ganze Ding ist und bleibt eine Farce. Die Kriterien für den Test waren schlicht und einfach viel zu lasch und dann wurden die Ergebnisse auch mal wieder (aus Versehen) schon im Vorfeld mehr oder weniger bekannt.

Die Frage der Seriosität

Und das soll seriös sein? Haben Sie mitbekommen, was an der Wiener Börse schon vor der Bekanntgabe der offiziellen Ergebnisse los war? Die Finanzwerte des Alpenlandes standen Kopf, weil nämlich klar war, dass alle Austria-Banken den Stresstest souverän meistern konnten. Ich bin gespannt, was passiert, wenn das nette Nachbarland Ungarn mit seiner Schuldenproblematik noch tiefer in die roten Zahlen rutscht und dann die besagten Banken in Wien wirklich Stress haben…

Das „Schöne“ an diesem Test ist mal wieder die Reaktion des breiten Marktes. „Alles in Butter“ – so kann die allgemeine Meinung zusammenfassen. Dabei gibt es aus allen Richtungen berechtigte Kritik. Ein schöner Kommentar kam aus der Politik, von einem Grünen-Europa-Abgeordneten: “Das ist eher Freizeitstress als richtiger Stress, der da modelliert wurde“. Schöner hätte ich es auch nicht formulieren können. Denn schaut man sich den Test einmal genauer an, könnte man (gerade) als deutscher Anleger schon ein wenig nervös werden.

Transparenz ist ein Fremdwort


Kurz einmal die Fakten: In Europa haben 91 Banken beim Stresstest mitgemacht. 84 davon legten wie gewünscht auch ihre Staatsanleiherisiken offen. Und die übrigen sieben? „Nein, machen wir nicht“, lautete hier die Devise. Darunter sechs Banken aus Deutschland! Auch der Branchenprimus Deutsche Bank gehört zu diesem Kreis. Wie seriös ist das?

Zu Recht gab es harte Kritik vom Generalsekretär der CEBS, Arnoud Vossen. Man sei sich mit allen Aufsichtsbehörden und den Banken im Vorfeld einig gewesen, dass jede Bank ihre Staatsanleiherisiken offenlegt, aber von 14 deutschen Banken hätten gerade einmal acht ausgewiesen, wie viele solcher Schuldtitel sie besitzen, hieß es da.

Nun könnte man als Bankenskeptiker wieder richtig nervös werden. Streichen Sie den Konjunktiv. Sie können nervös sein. Und das zu Recht. Denn die deutschen Banken, die sich nicht vollständig in ihre Bücher haben reinschauen lassen, sollten abgestraft werden. Wenn Banken nicht alle Fakten gleich zum vereinbarten Zeitpunkt auf den Tisch legen, ist das unseriös und man stellt sich automatisch die Frage: Warum? Was haben Sie zu verbergen?

Millionen Kunden sagt man nicht die ganze Wahrheit

Dass eine verstaatliche Hypo Real Estate nicht alles offenlegt ist direkt nachvollziehbar: Ganz Deutschland würde nämlich sehen, dass es ein Riesenfehler war, Steuergelder in diese Pleitebank zu investieren. Dass aber Geldinstitute, bei denen Millionen Bürger ihr Vermögen anlegen, nicht gewillt sind, eine 100%ige Transparenz aufzuzeigen, lässt aufhorchen. Denn in Europa hat neben den besagten deutschen Banken nur eine Bank dies ebenfalls so gehandhabt: Die griechische ATE-Bank. Was soll man da nun noch sagen…

Nicht weniger peinlich finde ich dann noch die Kommunikation nach außen. Ein Sprecher der Postbank begründete den Verzicht gegenüber einer Nachrichtenagentur damit, dass die Zahlen veraltet gewesen seien. Wow… Ich glaube auch bei der Postbank gibt es den einen oder anderen gutverdienenden Banker, der neue und vor allem aktuelle Zahlen hätte zaubern können. Wenn man denn will. Fakt ist aber auch, dass genau jene Postbank den Stresstest mit einer Kernkapitalquote von 6,6 Prozent im Extrem-Szenario nur knapp bestanden hatte…

Als Resümee kann ich persönlich nur eines aus diesem Test ziehen: Dem Stresstest keinen oder nur sehr wenig Glauben schenken. Weil er überhaupt nicht für Transparenz gesorgt hat und auch nicht wie erhofft die Märkte nachhaltig beruhigen kann und wird. Heute nicht und auch in Zukunft nicht.

Gold ist Ihre Zukunft

Was jedoch eine Zukunft hat, ist ein nachhaltiges Investment in Gold. Gerade vor dem Hintergrund, dass es Banken gibt, die weiterhin etwas in unserem maroden Finanzsystem anscheinend zu verbergen haben. Tun Sie es daher, was ich Ihnen seit Monaten schon immer wieder schreibe: Investieren Sie in Gold. Es geht wirklich ganz einfach. Sie können es mittlerweile sogar schon während Ihres Urlaubs machen. Ja – Sie lesen richtig. Beispielsweise am Flughafen. Quasi wie einen Kaffee kaufen. „Gold to go“ würde man heutzutage salopp sagen.

Wie das geht? Ganz einfach. Nach diversen Testläufen am Flughafen in Frankfurt steht jetzt schon ein erster Goldautomat in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Nobelhotel Emirates Palace in Abu Dhabi. Bestückt ist der Gold-Automat standardmäßig mit Goldbarren der Größen 1g, 5g, 10g und 1 Unze. So können sich Kunden unter anderem die Goldmünzen Krügerrand und Maple Leaf ähnlich wie in einem Zigarettenautomat ziehen.

Die Preise der Goldmünzen und Barren orientieren sich am aktuellen Goldpreis und werden regelmäßig angeglichen. Die Edelmetalle sind sogar in einer schwarzen Geschenkbox verpackt. (Nicht nur) ein nettes Mitbringsel, wie ich finde. Insgesamt sollen nun in einem weiteren Schritt 200 Goldautomaten bei uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgestellt werden. Einfacher, schneller und auch unkomplizierter an kleine Gold-Mengen heranzukommen geht nun wirklich nicht mehr. Und das alles transparent und ohne Stress…

Take care,

Ihr Goldfinger


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