Laut BVI lohnen sich Fonds-Sparpläne weiterhin…

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Laut dem BVI zahlt sich das regelmäßige Sparen mit Investmentfonds aus. Für das langfristige Vorsorgesparen haben demnach Aktienfonds erneut ihre Renditestärke belegt. So resultierte aus einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro in Aktienfonds, die überwiegend in Deutschland investieren, nach 30 Jahren ein Vermögen von im Schnitt 113.721 Euro.

Das entspricht einer jährlichen Rendite von 6,8 Prozent. Darin sind alle Fondskosten, auch der Ausgabeaufschlag, enthalten. Auch die Inflation? Natürlich nicht.

Erfahrene Anleger, die zum Beispiel mit Emerging Markets-Aktienfonds ansparen, erzielten nach zehn Jahren eine durchschnittliche Wertsteigerung von 8,4 Prozent p.a. Auch Sparpläne mit Rentenfonds, Mischfonds oder Offenen Immobilienfonds lieferten laut dem BVI positive Erträge, so die aktuelle Sparplanstatistik des BVI Bundesverband Investment.

Was ich jedoch auch an dieser Stelle einmal sagen muss: „Dank“ der Abgeltungsteuer sind Sparpläne nur noch bedingt attraktiv bzw. werden durch diese in der Performance gedrückt. Denn seit dem letzten Jahr unterliegen auch Kursgewinne bei Fondssparplänen der Abgeltungsteuer und sind nicht mehr wie bisher nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei.

Dazu kommt, dass eventuell gezahlte Dividenden nicht mehr nach dem Halbeinkünfteverfahren, sondern voll besteuert werden. Das heißt nichts anderes, dass man als Anleger erstens eine höhere jährliche Belastung durch die höhere Steuerlast bei Dividenden hat und zweitens man am Ende der Laufzeit auch noch einen nicht kleinen Betrag an Herrn Schäuble abführen muss.

Doch bei aller Steuer-Problematik: Einen Fonds-Sparplan abzuschließen ist weiterhin wesentlich sinnvoller, als sich irgendwelchen spekulativen Investments Marke „Da gibt es ne coole OTC-Aktie…“.


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5 KOMMENTARE

  1. Der Ausgabeaufschlag ist auch enthalten? Interessant – wisst Ihr, wie der BVI das berechnet (welche Ausgabeaufschläge eingerechnet werden)?

  2. Laut den Erläuterungen rechnet der BVI damit: „Angaben sind Durchschnittswerte der jeweiligen Fondsgruppe“ eine absolute Zahl wird aber nicht angegeben. Also dürften die Ausgabeaufschläge mit rund 5% angenommen werden. Das könnte man aber für jede Gesellschaft anhand der Übersicht nach einzelnen Fonds gestaffelt eigentlich nachrechnen, oder?

  3. Stimmt, schöne Übersicht. Mit Geschick und Motivation wäre das wohl möglich. 😛

    Wenn tatsächlich ein unrabattierter Durchschnittswert angenommen würde, dann wäre die Wertentwicklung ja sogar (leicht) untertrieben, weil zumindest in den letzten 10 Jahren viele Sparer ihre Anteile mit Rabatt über Direktbanken und Fondsdiscounter gekauft haben.

  4. Ja das wäre angesichts der AA-Rabattierungen in der Tat mal interessant nach zuvollziehen…vielleicht regnet es ja mal Wochenende, dann hole ich meine Excel-Kenntnisse mal wieder aus…

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