Nachlese zu Apple, ein Blick auf die Coke-Zahlen und den ewigen Streit… (inkl. Update)

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Aktuell ist die Lage am deutschen Aktienmarkt bombig. Es lebe Apple! Der US- Technologiekonzerns und seine gestern veröffentlichten Quartalszahlen sind das Thema des Tages. Wir hatten es gestern ja schon geschrieben. Der iKonzern konnte mit seinen Zahlen die Erwartungen mehr als toppen. So schraubte man den Umsatz um 61 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar in die Höhe. Der Gewinn kletterte gar um 78 Prozent auf 3,25 Milliarden Dollar und zu guter Letzt hob man auch noch die Prognose für das laufende Quartal an. So etwas rockt am Markt. Man kann es nicht anders sagen.

Dass Apple mit seiner Prognose wohl nicht zu konservativ ist, zeigen unter anderem die jüngsten Studien und Marktforschungen auf. Das Geschäft mit den sogenannten Apps zieht immer weiter an. Und Apple ist hier ganz weit vorne. Gerade in den Schwellenländern werden Apps zur Goldgrube, wie die Marktforscher von Informa Telecoms & Media jüngst aufzeigte. Ihrer Prognose nach steigen die Umsätze mit mobilen Diensten ohne Sprachtelefonie weltweit von rund 200 Mrd. Dollar aus dem Vorjahr bis 2014 auf 340 Mrd. Dollar. Mit 36 Prozent nehmen die 15 größten Emerging Markets davon einen nicht unwesentlichen Anteil ein.

In Zukunft versprechen besonders mobiles Social Networking und Instant-Messaging-Chat-Anwendungen ein starkes Wachstum im Datenmarkt der Emerging Markets. Apps, die sowohl auf 3G- als auch auf 2G-Basis funktionieren, sind Informa zufolge dabei besonders erfolgreich. Noch haben die Mobilfunkbetreiber in den Schwellenländern den Mobile-App-Stores zwar nicht die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wie ihre Pendants in Europa und den USA. Große Anbieter wie etwa China Mobile haben den Trend jedoch bereits erkannt und eigene Download-Shops eingerichtet. Angesichts der Sättigung und limitierter Wachstumsaussichten in den entwickelten Märkten kommt den Schwellenländern in der Mobilfunkindustrie in Zukunft wohl noch mehr Gewicht zu als bereits der Fall. Sowohl für Netzbetreiber und Handy-Hersteller als auch Software- und Technologie-Entwickler können sie künftig eine Schlüsselrolle spielen. Das dürfte auch für Apple nicht unrentabel sein.

Am heutigen Mittwoch kommt es zu einer ganzen Reihe wichtiger Veröffentlichungen von Quartalszahlen. Zahlen melden unter anderem BHP Billiton, GlaxoSmithKline, Altria, AMR, Black & Decker, Ebay, EMC, Morgan Stanley, Qualcomm, Starbucks, U.S. Bancorp., United Technologies, Wells Fargo und nicht zu vergessen Coca-Cola.

Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller Coca-Cola hatte noch im ersten Quartal mehr verdient. Die Nachfrage nach der koffeinhaltigen Brause in den Schwellenländern sowie eine strikte Kostenkontrolle verhalfen dem Konzern zu einem Überschuss von 1,6 Milliarden US-Dollar. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend im zweiten Quartal angehalten hat. Auch wenn die Konkurrenz gewiss nicht schläft, aber an den Marktanteilen des COKE-Konzerns nur bedingt rütteln kann. Bestes Beispiel: Pepsi.

Der Konzern lässt anscheinend wieder den alten Krieg mit seinem Erzrivalen Coca-Cola aufleben. Im Remake eines legendären TV-Spots werden die beiden Lightprodukte Pepsi Max und Coca-Cola Zero gegeneinander in den Ring geschickt. 1995 hatte die Originalvorlage im Rahmen des Super Bowl Premiere gefeiert. Der Spot – damals wie heute – zeigt zwei Getränkelieferanten in einem Schnellimbiss, von denen der eine für Pepsi, der andere für Coca-Cola arbeitet. Im Diner sitzen sie nebeneinander, der eine trinkt Pepsi, der andere Coca-Cola. Am Ende lässt sich der Coca-Cola-Trinker vom Pepsi-Geschmack derart überzeugen, dass er die Dose nicht mehr aus der Hand geben will. Zwischen den beiden Getränkefirmen herrscht seit jeher ein mehr oder weniger humorvoller Wettstreit. Mit dem Remake des berühmten Spots von 1995 heizt Pepsi den Konkurrenzkampf jetzt erneut an.

Hier ein Update zu den tatsächlichen Coca-Cola-Zahlen

Die Ertragsstärke des weltgrößten Softdrink-Herstellers bleibt auch im Mitte 2010 unverändert. Coca-Cola konnte seinen Umsatz auf 8,67 Mrd. Dollar steigern und den Nettogewinn nach Anteilen Dritter auf 2,37 Mrd. Dollar bzw. 1,02 Dollar je Aktie verbessern. Das bereinigte EPS gab man mit 1,06 Dollar an, womit die Erwartungen geschlagen wurden. Wie bereits im Vorfeld geschrieben, bleibt Coca-Cola damit unverändert die Nummer Eins, sehr zur Freude der Aktionäre.


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