Von Renditestärke bei Aktienfonds und die Tatsache, dass man in Griechenland Schnäppchen bekommt

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Wow, was für ein Tag ist das heute wieder an den Börsen. Unser DAX hält sich im Vorfeld der US-Börseneröffnung wacker. Es scheint, dass die Börsianer weiteren Mut gefasst haben, dem Markt nun wieder mehr zuzutrauen, zumal sich dieser schon den achten Tag in Folge im positiven Terrain aufhält. Beachtlich. Da passt es ganz gut rein, dass der BVI Bundesverband Investment und Asset Management kundtut, Aktienfonds hätten erneut ihre Renditestärke auf lange Sicht bewiesen.

Im 30-Jahreszeitraum legten demnach zum Beispiel Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland im Schnitt um 8,3  Prozent pro Jahr zu. Auch international investierende Aktienfonds konnten im Langfristbereich mit einem Plus von 7,8 Prozent pro Jahr punkten. Rentenfonds brachten Anlegern insbesondere auf kürzere Frist attraktive Ergebnisse. Offene Immobilienfonds rentierten sich für Langfristanleger mit 5,5 Prozent pro Jahr in den vergangenen 30 Jahren. Dies ist der jüngsten Wertentwicklungsstatistik des BVI zu entnehmen. Wohl gemerkt: Jede Statistik kann man so aufbauen, dass sie schön aussieht. Das wissen wir alle. Ich brauche an dieser Stelle wohl nicht zu schreiben, wie Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland auf Sicht der letzten zehn oder fünf Jahre performten…

Neuerdings gibt es aber wohl noch eine andere “interessante” Investitionsmöglichkeit für den gemeinen Anlegern. Mein Tipp: Fragen Sie doch mal in Ihrem Tennis-Verein bei Zahnärzten, Internisten oder Rechtsanwälten nach ( ich will mal wieder ein bisschen das Klischee anpacken….), ob der eine oder andere nicht ein bisschen Geld hat. Um ´ne Bank zu kaufen. Denn griechische Banken gibt’s “schon” ab 500 Mio. Euro. Denn wenige Wochen nach dem Fast-Zusammenbruch des griechischen Finanzsystems ist der Marktwert der Banken auf einen Tiefstand gesunken.  Schon ab 500 Mio. Euro lassen sich die vier griechischen Geldhäuser Attica Bank, Aspis Bank, Geniki Bank und Protobank erwerben. Jetzt aber das große ABER: "Ausländische Investoren müssen sich in Griechenland genau ansehen, wen sie übernehmen. Denn was auf den ersten Blick billig erscheint, kann am Ende teuer werden", sagt Wolfgang Gerke, Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums im pressetext-Gespräch.

Aber vielleicht kommt ja ne große Bank aus den USA und denkt, dass sie ein Schnäppchen machen könnte. Immerhin verdienen die wieder anscheinend so gut, dass sie quasi ganz Griechenland aufkaufen könnten. Nehmen wir einmal JP Morgan. Das Bankhaus von Jamie Dimon übertraf die Erwartungen im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 4,8 Mrd. Dollar. Die Nettoerträge lagen bei 25,6 Mrd. Dollar. Dabei hatte das Geldhaus rückläufige Einnahmen aus dem Kapitalmarktgeschäft sowie eine Belastung von 550 Mio. Dollar für eine einmalige Bonussteuer zu verkraften, die für die Tochtergesellschaft in Großbritannien anfiel. Im Kreditgeschäft deutet sich hingegen eine Erholung an: Das Geldhaus konnte die Rücklagen für faule Kredite reduzieren, was sich in einem Gewinn von 1,5 Mrd. Dollar niederschlug. Alles in allem: Es wäre nicht sonderlich überraschend, wenn es demnächst zu gewissen M&A-Aktivitäten in Griechenland kommen würde. Und ich meine damit nicht irgendwelche Aktivitäten Ihrer Vereinskameraden.

Wobei an dieser Stelle interessant ist, dass es am Markt doch eine gewisse Skepsis in Bezug auf Banken gibt. Man sieht es am  KBW Bank Index, der im zweiten Quartal elf Prozent verloren hat. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte er noch um 22 Prozent zugelegt. Der Index bildet die Aktien der 24 größten börsennotierten US-Geschäftsbanken ab, die Broker Goldman Sachs  und Morgan Stanley allerdings ausgeschlossen.


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