Goldanleger aufgepasst – hier gilt weiterhin die Spekulationsfrist

2

[ad#Google Adsense L-rechts]Die Goldfinger-Kolumnen machen ja in regelmäßigen Abständen deutlich, wie sehr sich Goldanleger freuen können. Nun hat der Bundesverband Deutscher Banken auf eine Besonderheit im Einkommensteuerrecht hingewiesen. Für physisches Gold in Form von Barren und Münzen bzw. so genanntes Anlagegold gilt weiterhin die bekannte Spekulationsfrist. Die Abgeltungsteuer greift hier nicht. Der Verband schreibt dazu: „Liegen zwischen Erwerb und Verkauf weniger als 12 Monate, ist der Veräußerungsgewinn einkommensteuerpflichtig und muss in der Steuererklärung angegeben werden. Ausnahme: Die jährliche Freigrenze von 600 Euro wird nicht überschritten. Besser abwarten – denn nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr sind Veräußerungsgewinne grundsätzlich steuerfrei.“

Die Kriterien für Anlagegold sind laut EU-Verordnung übrigens:

1. Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendstel, unabhängig davon, ob es durch Wertpapiere verbrieft ist oder nicht (Barren oder Plättchen mit einem Gewicht von höchstens 1 g können die Mitgliedstaaten von der Regelung ausnehmen);

2. Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und die üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt. Jedes Jahr teilen die Mitgliedstaaten mit, welche Münzen, die diesen Kriterien entsprechen, innerhalb ihres Gebiets vermarktet werden. Diese Listen werden im Amtblatt veröffentlicht.

[ad#Google Adsense breit]

Anlagegold ist übrigens auch mehrwertsteuerfrei, im Gegensatz zu anderen Edelmetallen! Welche Münzen zum Anlagegold zählen, zeigt die Liste des Bundesfinanzministeriums (pdf). Deutsche Münzen erhält man übrigens nicht nur bei Münzhändlern sondern auch bei der bundeseigenen Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) unter www.deutsche-sammlermuenzen.de


2 KOMMENTARE

  1. Derzeit halte ich es sowieso für keine gute Idee Anlagegold binnen eines Jahres wieder zu verkaufen. Schließlich sollte es derzeit eher als Sichrheit für eine weitere Finanzkrise vorhalten. Außerdem gehen etliche Experten davon aus, dass Gold in den nächsten Jahren stetig steigen könnte. Ich kann in dieser Sache auf den Blog von 321goldundsilber.de verweisen, wo es immer wieder interessante Artikel zu dem Thema gibt.

  2. Ja wobei der Ratschlag sicher hilfreich ist, denn viele beachten die Steuerlichen Probleme von Geldanlagen meist erst im Nachhinein und dann ist es meist zu spät… zumal die Spekulationssteuer ja einen deutlich höheren Satz (bis zu 45%), als die Abgeltungsteuer (25%) hat. (Soli und Kirchensteuer nicht zu vergessen, die in beiden Fällen noch dazu kommt)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here