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Mal was anderes: Ein Buchtipp, der sich wirklich lohnen könnte…
20. Juli 2010 von Christoph Scherbaum | kein Kommentar
Wir schreiben in “über uns”, dass wir nicht so einfach für Werbezwecke erhalten. Das hat auch noch unverändert Bestand. Diverse Banken, Versicherer und dergleichen, die es in den letzten Monaten versucht haben, uns sehr schöne Werbekooperationen zu vermitteln, können davon ein Lied singen. Wir wollen einfach ein bisschen die Unabhängigkeit der börsenblogger bewahren.
Das heißt aber für uns nicht, das wir nicht über gute Bücher von geschätzten Kollegen schreiben bzw. diese unseren Lesern vorenthalten wollen. Mein Kollege Rolf Morrien hat zusammen mit Janne Jörg Kipp ein Buch verfasst, dessen Thema so aktuell ist, wie es nicht sein kann.
Als die ersten Meldungen über bankrotte Staaten in Europa die Medien erreichten, wollte keiner so recht glauben, es so ernst werden würde. Inzwischen ist klar: Die Lage ist tatsächlich prekär und wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben. Die Berichterstattung in den Medien wird immer düsterer und es geht um immer größere Beträge, für die die EU-Mitgliedsstaaten, allen voran Deutschland, gerade stehen sollen. Doch bei aller Schwarzmalerei sollte eines nicht vergessen werden: Auch insolvente Staaten hören nicht einfach auf zu existieren. Das ist die Sichtweise von Janne Jörg Kipp und Rolf Morrien. Der Titel des Buches lautet: "Staatsbankrott voraus!"
In diesem Buch zeigen sie auf, dass ein Staatsbankrott nicht zwingend eine Katastrophe darstellen muss sondern vielmehr ein Neuanfang ist, den es zu nutzen gilt. Die Geschichte zeigt, dass diese Chance gar nicht so abwegig ist: Vermögen bleibt immerhin Vermögen und auch in Griechenland gibt es nach wie vor reiche Menschen. Flexibilität ist das Zauberwort. Staatliche Gegebenheiten und Institutionen mögen sich wandeln, aber mit der richtigen Strategie kann man davon sogar noch profitieren. Die beiden Autoren zeigen auf, wie man durch geschickte Vermögensumschichtungen unbeschadet aus der Krise kommt und ganz nebenbei noch die Chancen der Neuordnung ausnutzt, um das eigene Vermögen zu steigern.
Somit ist das Buch also die ideale Lektüre für sonnige Sommertage mit Nutzwert bis in den tiefsten Winter…Frei nach Émile Faguet: “Die Kunst zu lesen ist die Kunst, mit ein wenig Hilfe zu denken.”
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Info zum Beitrag
geschrieben am Dienstag, den 20. Juli 2010 um 16:29 Uhr
Kategorien: Wirtschaft allgemein
Tags: Anlagestrategie, Finanzkrise, Geldanlage, Griechenland, Rolf Morrien, Staatsbankrott







