Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Barrick Gold (WKN: 870450 / ISIN: CA0679011084) konnte im dritten Quartal 2017 einmal mehr Erfolge bei der Schuldenreduzierung vorweisen. Dagegen sorgen eine wenig dynamische Entwicklung der Goldpreise und einige negative Sonderfaktoren dafür, dass die Kanadier diese Erfolge nicht ausgelassen feiern können.

Nachdem der Goldpreis seinen kurzen Ausflug über die Marke von 1.300 US-Dollar pro Feinunze relativ schnell beendet hatte, hatte Barrick Gold gleich die nächste Hiobsbotschaft parat. Der kanadische Goldförderer wies im dritten Quartal 2017 einen überraschenden Verlust aus. Laut Konzernangaben vom 25. Oktober 2017 lag das Minus bei 11 Mio. US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum wurde noch ein Nettogewinn in Höhe von 186 Mio. US-Dollar eingefahren.

Zu dem Ergebnisrückgang hatten niedrigere Goldpreise, eine geringere Produktion und vor allem die Probleme für die Tochtergesellschaft Acacia Mining geführt. Diese hatte in Tansania unter anderem mit einem Ausfuhrverbot zu kämpfen. Inzwischen konnte sich Barrick Gold jedoch mit der Regierung des afrikanischen Landes auf Maßnahmen einigen, um den jüngsten Streit beizulegen. Auch abseits davon konnte Barrick Gold zuletzt mit einigen Erfolgen aufwarten.

Im dritten Quartal wurde die Verschuldung weiter nach unten gefahren. Dabei kommt Barrick Gold sogar besser voran als geplant. Seit Jahresbeginn 2017 wurde die Verschuldung um fast 1,5 Mrd. US-Dollar reduziert. Dabei hatte man sich für das Gesamtjahr lediglich einen Wert von 1,45 Mrd. US-Dollar vorgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2018 sollen die Schulden von zuvor 13 Mrd. US-Dollar auf rund 5 Mrd. US-Dollar gesenkt werden. Aufgrund der jüngsten Erfolge muss sich das Unternehmen vorerst um die Rückzahlung von Schulden kaum Sorgen machen. Vor 2020 werden weniger als 100 Mio. US-Dollar an Rückzahlungen fällig.

Während Barrick Gold auch im dritten Quartal 2017 Fortschritte beim Konzernumbau machen konnte, bleibt die Frage, wie sich die Goldpreisentwicklung gestalten wird. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Entwicklung des US-Dollar und damit natürlich auch die Geldpolitik der Fed und der EZB. Die EZB hat auf ihrer Sitzung am 26. Oktober beschlossen, ihre monatlichen Anleihenkäufe ab Januar 2018 von 60 auf 30 Mrd. Euro zu reduzieren. Allerdings wurde das Ankaufprogramm um mindestens neun Monate bis Ende September 2018 verlängert. Zudem könnte die Nullzinspolitik weit darüber hinaus bestehen bleiben.

Die EZB bleibt also ihrer lockeren Geldpolitik treu. Gleichzeitig hebt die US-Notenbank Fed die Leitzinsen an und will ihrerseits die Bilanz verkleinern, was den US-Dollar stärkt und den Euro schwächt. Eine stärkere US-Währung ist tendenziell schlecht für Goldpreis-Bullen, da sich auf diese Weise die Goldbeschaffung verteuert und die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall darunter leidet. Der jüngste Geschäftsbericht von Barrick Gold hat noch einmal gezeigt, wie sehr die Ergebnisse des Goldförderers von den Goldnotierungen abhängen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Barrick-Gold-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein-Call der Deutschen Bank (WKN: DM4SPB / ISIN: DE000DM4SPB0, Laufzeit bis zum 13.06.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 13,45. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein-Put der Deutschen Bank (WKN: DM5AWJ / ISIN: DE000DM5AWJ4, aktueller Hebel 13,15; Laufzeit bis zum 19.09.2018) auf fallende Kurse der Barrick-Gold-Aktie setzen.

Stand: 02.11.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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