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Im Fokus: Apple – auch ein Kult kann so seine Probleme haben…

Nein, das sind die News, die so ein iFan (coole Wortschöpfung finde ich ….) nicht hören will. Technische Probleme:  Ein ganz mieser Begriff, den man als iPod-,iMac- oder gar ein iPhone-Besitzer immer nur mit WINDOWS-Produkten in Verbindung bringt. Das ist nun aber nicht mehr aktuell. Denn das Kuschel-Unternehmen um Steve Jobs hat doch nun glatt in den letzten Tagen eines eingestehen müssen:  Technische Probleme beim iPhone. Wow – und was es da gleich in der Szene abging. Ich meine die vielen Apple-Blogs.

Wie das Unternehmen in einem Brief an die Nutzer des neuen iPhone 4 mitteilte, zeige die Signalstärke-Anzeige auf dem Bildschirm zwei Balken zu viel an. Dadurch könne es passieren, dass Nutzer keinen Empfang haben, obwohl dies auf dem Display so angezeigt wird.Seitdem das neue iPhone in der vergangenen Woche auf den Markt gekommen ist, haben sich zahlreiche Nutzer über Empfangsprobleme beschwert. Mittlerweile wurden sogar bereits mehrere Klagen gegen Apple eingereicht, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, es habe wissentlich ein defektes Produkt verkauft. Einer Klage wurde von einem amerikanischen Bundesgericht bereits der Status als Sammelklage zuerkannt (uiiii, da sind dann doch ein paar “Uncoole” unter den iPhone-Besitzern unterwegs…)

Das Problem, das offenbar auch bei den älteren iPhone-Modellen auftaucht, resultiert laut Apple aus einem Fehler bei der Berechnung der Signalstärke. Der Technologiekonzern kündigte für die kommenden Wochen ein Software-Update an, mit dem der Fehler behoben werden soll. Peinlich. Doch ein echter iPhone-Besitzer nimmt so etwas cool. Schließlich muss man das Phone ja nur wieder über iTunes ans System hängen und schon bekommt man das Update. Wäre das Microsoft passiert, wäre die Häme um ein Vielfaches wohl größer gewesen. Aber einen Kult zerstört man nicht so schnell. Erst Recht nicht, wenn es sich um das heilige iPhone handelt.

Tja, und weil es halt mal so ist, dass wenn man schon die Sch… an den Schuhen kleben hat, kommen dann stets noch weitere negative News dazu, die dann auch noch den Aktienkurs belasten (können). Stichwort China. Apple hat sich im aufstrebenden Wachstumsmarkt China bisher nicht recht etablieren können. Die Verkaufszahlen bleiben deutlich hinter jenen in den USA und Europa zurück. Ausgerechnet das Aushängeschild iPhone hat bereits seit seinem Marktstart in der Volksrepublik enttäuscht. Beim China-Start des iPhones wurden innerhalb von vier Wochen nur 5.000 Geräte verkauft. Apple wollte sich auf Nachfrage von pressetext nicht dazu äußern. Zwar konnte der Absatz bis Dezember 2009 auf über 100.000 gesteigert werden. Angesichts der rund 144 Mio. Vertragskunden von China Unicom, dem einzigen chinesischen Apple-Vertriebspartner, ist die Performance aber ernüchternd. Den Absatz zu forcieren und das Smartphone auch bei China Mobile zu vertreiben, ist bislang offenbar trotz Gesprächen nicht gelungen.

Ich kann es aber auch verstehen, dass kein Chinese so recht Lust hat auf das schöne kuschelige Handy. Denn der Preis ist happig. Mit Preisen zwischen 730 und 1.020 Dollar halten Marktbeobachter das iPhone für chinesische Endverbraucher  zu teuer. Wie Cnet berichtet, sind andere Smartphones und iPhone-Nachfolger vergleichsweise günstig. Lenovo beispielsweise hat sich nach Angaben gegenüber der Financial Times mit dem LePhone in China gut positioniert, da es speziell an die Bedürfnisse chinesischer Konsumenten angepasst ist.

Die Apple-Aktie notierte zuletzt an der NASDAQ bei 247,00 Dollar. Der Aufwärtstrend der Aktie ist weiter intahttp://www.finanzen.net/chart/Applekt. Man könnte glatt geneigt sein, die nun nicht so tollen Nachrichten um Apple und die schwächeren Kurse der Aktie zum Einstieg nutzen…


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